Norbert Nelte
Die Agonie des Kapitals
Protokolle seiner Todeszuckungen
2010 - 2011
Teil 2

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Inhaltsangabe                                                                                                                           
Rosa Luxemburg Zitate
Vorwort
zu Teil 2 27.8.11
Der Euro vor dem Zerfall 5.2.10
Die Verdreifachung der Dollargeldmenge hat die 2. Runde der Finanzkrise eingeläutet! 12.10.10
Wird China Europa vor dem Bankrott retten können? 20.1.11
Nach dem Wirtschaftscrash: Markt oder Plan? 16.6.11                                           
USA: Zur vorprogrammierten Inflation jetzt auch noch die
Depression? 20.7.11
Burt, der Schwertkämpfer aus der Unterstadt. In den Katakomben von Las Vegas 30.7.11
Halbzeitbilanz der Todeskämpfe des Kapitalismus! 27.8.2011
Der „Ökonomische Dschihad“-Schwindel des Spiegels 5.9.11
Griechische Staatsanleihen kaufen oder Griechenland raus aus dem Euro? 14.9.11
Staatsschuldenkrise, Bankenkrise, Platzen der Immobilienkrisen, Staatspleiten, ägyptisch lernen. 20.10.11       
Europa und USA von den Bilderbergern erobert, aber die Aufstände entwickeln sich schneller. 30.11.2009  
Fiskaldiktatur Brüssel24.12.2011
USA: Die Horror-Zukunft kommt über die FEMA-Konzentrationslager.19.1.2012            
                                      

 

Rosa Luxemburg

»Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei«

Paul Frölich; "Rosa Luxemburg, Gedanke und Tat", Frankfurt 1967, S. 198

 

»Je gewalttätiger das Kapital vermittelst des Militarismus draußen in der Welt wie bei sich daheim mit der Existenz nichtkapitalistischer Schichten aufräumt und die Existenzbedingungen aller arbeitenden Schichten herabdrückt, um so mehr verwandelt sich die Tagesgeschichte der Kapitalakkumulation auf der Weltbühne in eine fortlaufende Kette politischer und sozialer Katastrophen und Konvulsionen, die zusammen mit den periodischen wirtschaftlichen Katastrophen in Gestalt der Krisen die Fortsetzung der Akkumulation zur Unmöglichkeit, die Rebellion der internationalen Arbeiterklasse gegen die Kapitalsherrschaft zur Notwendigkeit machen werden, selbst ehe sie noch ökonomisch auf ihre natürliche selbstgeschaffene Schranke gestoßen ist.«
Rosa Luxemburg: „Die Akkumulation des Kapitals”, S. 410,

32. Kapitel: Der Militarismus auf dem Gebiet der Kapitalakkumulation

»Der Imperialismus ist ebensosehr eine geschichtliche Methode der Existenzverlängerung des Kapitals, wie das sicherste Mittel, dessen Existenz auf kürzestem Wege objektiv ein Ziel zu setzen. Damit ist nicht gesagt, dass dieser Endpunkt pedantisch erreicht werden muss. Schon die Tendenz zu diesem Endziel der kapitalistischen Entwicklung äußert sich in Formen, die die Schlussphase des Kapitalismus zu einer Periode der Katastrophen gestalten.«.
Rosa Luxemburg: „ Antikritik”, S. 361

Vorwort    27.8.2011


Rosa Luxemburg hat in ihrem Buch „Die Akkumulation des Kapitals“ auf der Grundlage des Wertgesetzes von Marx sehr schlüssig nachgewiesen, dass der Kapitalismus an die Grenzen des Marktes recht unsanft stoßen wird. Karl Marx dagegen ging in der Frage der erweiterten Reproduktion von einem ausgeglichen Markt aus und sah das Ende des Kapitalismus mit dem tendenziellen Fall der Profitrate nur als ein langsames Einschlummern.

Die marxistische Wissenschaft hat Rosas Thesen bisher - außer Tony Cliff - nicht ernsthaft untersucht, weil ihr einige unbedeutenden rechnerischen Fehler unterlaufen sind. Der wesentliche Hinderungsgrund ist aber ihre Behauptung, dass der Überschuss im Konsumsektor nicht in den Produktionsmittelsektor übertragen werden könne und damit suggeriert, dass der Kapitalismus von Anfang an nicht lebensfähig hätte sein können.

Jeder hat aber gesehen, dass das Kapital 100 Jahre lang munter prosperierte. Damit verlor man auch ihren grundsätzlichen Gedankengang von der Verengung der Märkte aus dem Auge. In der Tat führt diese Verengung auch zu einem schnelleren Fall der Profitrate. Lange vor dem Ende des Kapitalismus wird es zu den von ihr beschriebenen Katastrophen kommen, wir stehen schon mitten drin und sie stehen uns bis zu den Fußknöchel.

Der Überschuss vom Konsumsektor kann sehr wohl in den Produktionsmittelsektor übertragen werden. Strom des Privatkunden kann auch in der Industrie eingesetzt werden. Aber genau diese Überlegung zeigt auf, wenn es dann nicht mehr so läuft, wenn sich doch die ganze Sache umkehren würde, fährt die ganze Sache gegen die Wand.

Wenn der Investitionsgütersektor weltweit schneller sinken wird als die Löhne, ergibt sich ein Überschuss im Produktionsmittelsektor I, der nicht mehr in den Konsumsektor II übertragen werden kann, Frau Müller kann in der Küche eben keine Stanzmaschine gebrauchen. Mit der Überschreitung dieses „Points of no Return“ der Produktion würde es ziemlich schnell zu einer Erodierung der Weltwirtschaft kommen. »Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei« stellt Rosa Luxemburg fest.

Zu dem ganzen Unheil kommt jetzt auch noch hinzu, dass China bereits angefangen hat, den Weltwirtschaftsmotor USA in der Weltherrschaftsrolle abzulösen. Der Wirtschaftstätigkeit im Kapitalismus würde nach dem Point of no Return schlagartig zum Erliegen kommen.

Genau das ist auch im Frühjhr 2009 auch eingetreten und prompt krachte das Bruttoinlandsprodkt det Wirtschaft in der BRD, dem Vorzeigeland des Kapitalismus, trotz Abwrackprämie und Kurzarbeitergeld um 6,9% ein. Hier hat sich die geniale Einschätzung vor 100 Jahren als genau richtig erwiesen. Ihre prognostierten „Todeszuckungen des Kapitalismus“ sind nun in die 2. Runde getreten und drücken sich mit der massiven Verschldung aller Staaten aus.

Die durchschnittliche Profitrate im verarbeitenden Gewerbe ist nach Robert Brenner, „Boom & Bubble“, S. 53, 1993 auf 3,5% gefallen, weit unter dem Finanzmarktzins. Das Kapital fand immer weniger profitable Anlagemöglichkeiten um den Mehrwert zu kapitalisieren. Seit 1982 hat das Kapital die Kaufkraft der Löhne wegen der fallenden Profitabilität nicht mehr erhöht. Ab 2000 sanken die Reallöhne gar bis 2009 in Dutschland um 4,5%. Von den massiven Sozialkürzungen war im Wesetlichen die 1. Runde des Todeskampfes des Kapitalimus geprägt, begleitet von den Veteilungskriegen des Imperialismus für ihren Endkampf.

Die sozialen Kürzungen hatten 1. in den USA die Subprimemarktkrise ausgelöst, was  wiederum zu der weltweiten Finanzkrise führte und 2 die Investitionen zurückgedrängt, was dann zu dem Produktions-“Point of no Return“ im Frühjahr 2009 gefürt hat. Der Rubikon, der Punkt ohne Wiederkehr war nun überschritten.

Dieser Produktions-“Point of no Return“ eröffnete nun die 2. Runde, die von den Staatsschulden geprägt war.
Allen voran dabei geht der bisherige Wirtschaftsmotor, die Vereinigten Staaten, sie sind mit 14,28 Billionen Dollar Schulde bzw. 103,0% vom BIP in 2011 mit dabei. Ihre Verschuldung wächst in jedem Jahr um 1,6 Bill. Dollar neue und 2,84 alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere, zusammen also 4,64 Bill. Dollar. Alleine im August 2011 wurden ½ Billiom alte Staatsanleihen fällig. Die Rückkehr zur Schuldenfreiheit wird nicht mehr möglich sein. Der Flug in die Überschuldung kann nicht mehr abgebrochen werden. Das wird ihnen niemand mehr leihen wollen, das werden sie nur noch über die Duckmaschine hereinholen können und das heißt Hyperinflation.

Dazu kommt jetzt noch, dass wegen des Auslaufens des Kojunkturprgrammes der USA die Verkäufe zurückgingen und die Arbeitslosigkeit steigt. Ein Betrieb nach dem anderen, eine Bank nach der anderen, werden in de Insolvenz gehen werden. Die ganz großen Betriebe, Banken und Versicherungen wird der Staat nicht pleite gehen lassen wollen, also wird er von dem Turbo-Gang in den Super-Turbo-Gang-Extra schalten.
Die Inflation beträgt jetzt schon real 13%, wenn man die Boskin-Betrügereien und hedonischen Taschensielertricks wieder rausrechnet. Die Geldbörsen der Lohnabhängigen werden immer früher schon leer sein, während der Staat bekannt geben wird, dass die Inflation zurückgehen würde.

Ab 2013 oder 2014 wird das in Amerika in die Hyperinflation über 50% übergehen und in die 3 und letzte Runde führen. Das würde bedeuten: Notgeld, Hunger, Suppenküchen, Diktatur, Auflösung des Staates, Privatisierung der Armee, Warlords, Vandalismus usw.

In Europa standen die Schulden bei 9.5 Billionen Euro bzw. 85% vom BIP. Davon ist Griechenland zu nennen mit 157,7%, Italien mit 120%, Irland mit 112%, Portugal mit 102%, Belgien 97%, Deutschland mit 86,0% und Frankreich mtt 86%. Bei allen diesen Ländern ist der Tilgungs-„Point of No Return“ auch überschritten,

 Spanien steht zwar nur mit 60% und Großbritannen mit 80,0% in den Schuldbüchern, aber dort sind die Hyothekenprobleme derart hoch und in England steht noch dazu ein Sozialkürzungsprogramm über 90 Mrd. an, so dass die Wirtschaftsanalysten mit größeren Unruhen rechnen werden, einen Vorgeschmack haben wir in Spaneien mit der Jugendbewegung und auch in England mit den verzweifelten Jugendvandalisten geshen. Da steckt noch ein Riesenpotenzial drin und in Spanien geht es nun auch in die richtige Richtung.

Auch in Europa stehen in Giechenland, Italien, Irland, Porugal und Belgien alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere an, so dass durch die Sozialkürzungen gar nichts mehr erreicht werden könnte. Das gleiche gilt im besonderen Maße für England, ab 2012 auch für Frankreich und Deutschland.

Auch hier wird man, wie in den USA, nur ein Jahr später, von einer Hyperinflation reden müssn, denn die weiteren Staatsanleihen für die überschudeten Länder, kauft die EZB, und das heißt Euro drucken, drucken, drucken.

Japan hat 229.1% Schulden, Brasilien 65,7% und Kanada 84,2. China hat zwar nur in den Regionen 78% Schulden, das sind gesamt nur 17,1%, aber in Asien spielt wie auch in Indien mit 68,2% Schulden und 9,5% Inflation auch mehr die Inflation eine Rolle, 22,4% in Vietnam und 6,5% in China. Um die Inflation zu dämpfen, hat China die Privatkreditvergabe gezügelt, die Autokäufe von Mercedes, BMW, Audi und Porsche gingen zurück und prompt sank das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 0,1%, in Europa 0,2%. In Amerika und in Europa stagniert die Wirtschaft.

In Deutschland halten nur noch die Inestiionende Wirtschaft gerade so im Gleichgewicht. Wenn die Konzernherren auch das mitgekriegt haben, dass im Binnenkonsum und im Export egal wohin, nichts mehr läuft, dann geht es weiterabwärts. China hat jetzt erst einmal mit seiner Inflation und mit seinem Wohnungsleerstand zu tun.

In einem Report mit dem Titel „Worst-Case-Debt-Szenario“ warnt die Anlageabteilung der Société Générale [der größten Bank Fankreichs, vom 23.9.09] vor einem totalen Kollaps der Weltwirtschaft innerhalb der nächsten zwei Jahre. Grund: Wirtschaften brechen unter der globalen Schuldenlast zusammen. Der Ausblick wurde vom Leiter der Anlagestrategie der Société Générale, Daniel Fermon, verfasst.

In dem Report wird darauf hingewiesen, dass die Rettungsmaßnahmen der letzten Zeit lediglich private Verpflichtungen in Staatsschulden transferierten. Da fast alle Staaten der westlichen Industrienationen aber bereits jetzt schon unter einer hohen Schuldenlast litten, drohe schon in naher Zukunft neues Ungemach.

Die generelle Schuldenlast in fast allen reichen Staaten sei viel zu hoch, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, so die Analyse der Bank. So würden private und öffentliche Schulden in den USA 350% des BIP ausmachen. Die Experten sprechen von einem harten Weg des „Deleveraging“ in den kommenden Jahren.

„Bis jetzt könne niemand mit Sicherheit sagen, ob wir einem globalen wirtschaftlichen Zusammenbruch entkommen sind“, heisst es in dem 68-seitigen Report.

Staaten und Regierungen hätten ihr fiskalisches Pulver bereits verschossen. Aber auch ohne neue Konjunkturprogramme würden öffentliche Schulden in den nächsten zwei Jahren explodieren. So sieht die Studie den Schuldenstand von Großbritannien auf 105%, in der Eurozone auf 125% und in Japan auf 270% des BIP steigen.“

Die Börsen krachen in der ganzen Welt ein, die Wirtschaftsanalytiker verlieren immer mehr den Glauben an ihr eigenes Kartenhaus. "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“, schreibt der erzkonservative Charles Moore im „Daily Telegraph“, der offizielle Biograph von Margaret Thatcher und der FAZ-Redakteur Frank Schirrmacher fügt dem in seinem Bericht darüber hinzu: „Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.“
Nun gut, die ersten Kapitalverfechter beginnen zu zweifeln, aber die Wirtschaftsbosse und deren Politiker lassen sich von den ganzen Fakten nicht erschüttern, weil sie ja bei einer linken Politik alle ihre schönen Privilegien verlieren würden. „Der derzeitige Marktzustand wird sich wieder umkehren“, sagt Viktor Shvets von Samsung Securities. Nach einem Ab käme auch wieder ein Auf, ist die herrschende Meinung.
Vollkommen falsch. In Deutschland fingen wir nach dem Krieg 1955 mit einem Wirtschaftswachstum des BIP mit 11,8% an, so hoch wegen des Korea-Krieges, mehr wie in China heute. Der kleine Trend ging immer auf und ab, aber die große Tendenz ging stetig seit den 50er Jahren abwärts bis jetzt auf 0,1. Den gleichen Kurvenverlauf von 10% Richtung 0 konnte man in der ganzen Welt beobachten auf jetzt Europa 0.2, Amerika 0, Japan 0.

Nur Japan fing mit dem Hochindustriesektor erst in den 60er Jahren an wie jetzt China. In China wird die Kurve sogar schneller fallen, weil immer mehr Länder als Impoteure ausfallen werden.

Mit einem Nullwachstum könntest zwar Du persönlich leben, aber nicht so der Kapitalismus. Jeder Kapitalist rationalisiert und produziert blind etwas mehr wie im letzten Jahr in der Hoffnung, von seinem Konkurrenten einen Marktanteil erobern zu können, nur jedes Jahr the same proceduure, der Konkurrent rationalisiert auch, der Durchschnitt der kalkulierten niedrigeren Kosten beider Konkurrenten setzt sich als neuer Wert durch, die Profitrate fällt und da der Markt gleich bleibt, gibt es mehr Arbeitslose, Überprodukton und Betriebsschließungen

Ebenso läuft der tendenzielle Fall der Profitrate gegen Null und es wird immer schwieriger für das Kapital, für den Profit noch profitable Anlagemöglichkeiten zu finden. Die Profitrate in der Produktion liegt bereits unterhalb der des Finanzmarktes, und das heißt Profiteckerei von der Substanz bei den Heuschecken, Weißwäsche von Waffen-, Rauschgift- oder Frauenhandel, Zocken mit Derivatenschwindel mit CDS-Gaunereien oder mit Leerverkäufentricks.

Die Grenzen des Marktes sind nach China erreicht, da die Erde nun mal eine begrenzte Kugel ist, und keine unendliche Fläche.
Die zweite Hälfte in der 2. Runde wird weiter geprägt sein von grenzenlosen Staatsschulden die in den USA schon sich selber eingeholt haben. Die mehr als doppelte Zahlung der Schulden treibt die Druckmaschine in den Turbo-Gang. China und Indien sind schon auf Gold von  den US-Staatsanleihen umgestiegen. Amerika kann nur noch unwesentliche Käufe seiner Staatsanleien erwarten. Drucken ohne Wertschöpfung heißt Inflation. So schnell, wie jetzt der Goldpreis steigt, kann man gar nicht mehr schauen, die Unze stieg in 3Wochen von 1.483 Dollar um 365 Dollar, das ist eine Verzinsung von ca 430%. Da muss die Inflation schon in den USA bei 13% liegen, auch wenn jetzt die Nachfrage aus Asien noch gestiegen ist, und in Europa ist sie auch angezogen.

Die Inflation und die Auflösung der kapitalstischen Gaunerstaaten wird dann auch die 3. Runde Ende der 10er Jahre prägen. Aber auch nicht überall, denn es passiert jetzt schon etwas Gegenläufiges, Aufstände mit Forderungen nach Demokratie, mehr Geld, Arbeit und Brot.

Gleichzeitig läufen die Aufstände in 6 Ländern: Griechenland, Spanien, Tunesien, Ägypten, Israel und Lybien. Syrien und Jemen kann man da noch nicht einbeziehen, da die Bewegungen dort zu sehr von ausländischen Machthabern gesteuert sind, aber weiter in eine Basisrichtung wird auch das laufen.

Die Länder, bei denen es schon permanente Aufstände gibt, sind genau identisch mit den antiken Hochkulturen: Karthago, heute Tunesien, Leptis Magna, Tripolitanien, Kyrenaika, heute Libyen, Ägypten, der Fruchtbarer Halbmond mit Israel, Jordanien, Syrien und Mesopotamien, heute Irak, die verarbeiten erst mal den Krieg, dann die Königin von Saba, heute Jemen
Gut, dann weiter mit Griechenland, Spanien und zum Schluss Italien, das ist der nächste Kandidat.

Die alten herrschenden Klassen der Hochkulturen hatten sich bei der Weiterentwichklung zm Feudalisms nicht mehr mitentwickelt und sind bereits so verkommen, dass sie angesichts ihres Endes die Korruption auf die Spitze getrieben haben.
In Griechenland und Ägypten wurden schon basisdmokratisch Streikräte gewählt, d.h. dass sie keine besondere Vergütung bekommen, dass sie an die Beschlüsse der Basis gebunden und jederzeit wieder abwählbar sind. Das ist Istzustand, zwar nur vereinzelt erst, aber keine Science Fiction. Die Aufstände werden auf Grund des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit immer umfangreicher und erobern immer Länder. Als nächstes ist Italien dran. Deren Zinsen für Staatsanleihen fielen nur von 6 auf 5%, nachdem die EZB u.a. italienische Staatsanleihen gekauft hat.
Dass das schnell verpuffen wird, sehen wir schon an den griechischen Anleihen, für die Griechrenland trotz EZB-Kauf 44% Zinsen zahlen muss, heute 47%. Die Streikräte werden natürlich mit den Aufständen immer mehr zunehmen und statliche Aufgaben übernehmen. In Spanien sorgt heute schon ein Komitee dafür, dass die Menschen nicht aus ihren Wohungen geschmissen werden.

Ab einem bestimmten Umfang verwandelt sich die Quantität in Qualität. Die Streikräte nennen sich in Arbeiterräte um (oder so ähnlich) mit gleichen drei Satzungspunkten, vernetzen sich national und errichten zu der bürgerlichen Herrschaft eine nicht anerkannte Doppelherrschaft. Die Doppelherrschaften der Arbeiterräte werden die Staatspleiten und die Inflation in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre begleiten.
Die Bourgeoisie wird wie das alte Rom die Inflation mit Notgeld und Festpreisen versuchen, in den Griff zu bekommen. Hier und da wird das auch zeitweise gelingen. Das Kapital wird aber nicht freiwillig aufgben und immer wieder ihren geraubten Teil dem Wirtschafskreislauf  entziehen, das es immer weniger für sie profitable Anlagemöglichkeiten gibt Letztlich werden die Arbeiterräte genug von dem bürgerlichen Gezaudere bekommen und in den 2020er Jahren in einem Land nach dem anderen die ganze Macht erobern.

Es wird sich dann sehr schnell zeigen, dass eine demokratische Basisorientierte planvolle Wirtschaft viel produktiver ist als der menschenverachtende Kapitalismus.

Werden die Erfindungen und Entwiclungen in der freien Gesellschaft nicht von vornherein auf den Profit zielgerichtet sein und wir sind frei für ein wirkiches Brainstorming.

Alle Menschen sind dann gleichermaßen wertvoll und werden, da die Produktivtätassteigerung auch allen Menschen zugute kommt (durch entweder mehr Reichtum oder mehr Freizeit) sichan den –Entwicklungen oder Verbesserungsvorschlägen beteiligen.'

Insgesamt wird es sich zeigen, dass wir an der Schwelle zur freien Gesellschat stehen, die Ausichten stehen wirklich nicht schlecht. Einige Opfer wird es sicher noch geben, aber dann werden wir ein Land erreichen, in dem wir jede notwedige Veränderung mit der Venunft erreichen können, eine herrschende Klasse wird dem nichts mehr entgegenstellen, weil es sie gar nicht mehr gibt, sie hat sich einfach integriert.

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Der Euro vor dem Zerfall

5.2.2010

Den Mächtigen der Welt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ist der Schreck in die Glieder gefahren. Der Euro-Raum droht auseinanderzubrechen. Den Anfang macht Griechenland mit einer Verschuldung von 12,7% bzw. 100 Mrd. (Link 1) und wird, wie es angekündigt hat, aus dem Euro-Raum austreten. Wegen dieser Schulden ist der Euro innerhalb einer Woche um 10 Cent auf 1,30 Dollar gefallen. Griechenlands Gesamtschulden betragen schon 263 Milliarden Euro, das sind 95% vom BSP. Jeder Vierte Grieche ist schon ausgewandert und es sieht nicht danach aus, dass es die Verschuldungprobleme in den Griff bekäme, auch wenn jetzt Brüssel Höchstvorgaben für den öffentlichen Dienst usw. setzt und seine Finanzen kontrolliert. Das wird die griechische Arbeiterklasse erst recht nicht mitmachen, wenn jetzt von außen gekürzt wird.

Griechenland bekommt von Europa und keinem europäischen Land mehr Geld geliehen, weil sonst die anderen Länder auch die Verschuldung hochtreiben. (Link 4) So bietet Griechenland Schatzanleihen über 25 Mrd. zu 7% China an, in der Hoffnung, dass die ja auch mit 2 Billionen sogar den USA aus der Patsche hielf, warum auch nicht ihnen. Die USA ist aber der Hauptabnehmer der chinesischen Waren, deshalb leiht China den Vereinigten Staaten Geld, es besteht also ein gegenseitiges Abhängigkeitsdilemma. Nicht so mit dem kleinen Griechenland und die Verhandlungen ziehen sich deshalb auch hin. Griechenland wird wohl aus dem Euro aussteigen müssen.

Es wird dann wieder die Drachmen einführen und seine Schulden mit der Gelddruckmaschine lösen müssen.
Gerade Griechenland mit seiner kämpfenden Arbeiterklasse wird ihr Erspartes dann durch die Hyperinflation enteignen, da sind die Aufstände der Lohnabhängigen doch schon vorprogrammiert. Aber, glauben die Mächtigen, würde zumindest der ganze Euro-Raum nicht von der Hyperinflationsgefahr mit hineingersissen. Nur, da liegt man vollkommen verkehrt.
Besonders alle anderen PIGS-Länder (Portugal, Italien, Giechenland, Spanien) sind gar nicht so weit weg. Italien liegt bei 104% aufgehäuften Schulden vom BSP, Spanien hatte 2009 11,2% Schulden und Portugal 8,0%. Sie haben sie von 2008 verdreifacht. Spanien liegt bei der Streikstatistik auf dem 1. Platz und Italien auf dem 2. Na dann mal viel Spaß, Brüssel. Da getraut sich Brüssel nicht so schnell ran, da haben sie doch gehörig Respekt vor den Arbeitern.
Der Rest ist auch nicht von schlechten Eltern. Irland  kam 2009 auf 11,6% Verschuldung und Großbritannien, dass jetzt nicht zum Euro-Raum gehört, auf 12,6%, also genau so hoch wie Griechenland. Das zeigt, dass bald auch die ganze EU von der Hyperinflation bedroht ist.
Na ja, auch Deutschland und Frankreich sind auch mit 6% dabei. Keiner kommt auf die von Brüssel geforderte Höchstverschuldung von 3%. Und für 2010 kommen zu den von Schäuble erwarteten 100 Milliarden Euro Schulden die von der KfW angemeldeten 70 Milliarden, das werden mit allem zwischen 200-300 Milliarden bzw. auch 8 – 12% vom BSP. Griechenland muss inzwischen für seine Staatsanleihen 7% Zinsen, um sie veräußern zu können. Die BRD zahlte bislang 3,5% Zinsen, bekam aber auch diese schon bei der letzten Auktion (Link 5) nicht los und wird den Zinssatz auch erhöhen müssen. Deutschland erreicht aber auch schon nach Welt-online (ganz unten Link 6) 7 Billionen Euro Gesamtschulden, unter anderem wegen Verbindlichkeiten in den Sozialkassen.
Die europäische Verschuldung ist nicht mehr lösbar, entweder löst sich der Euro-Raum auf und jedes Land geht einzeln in die Hyperinflation oder man geht zusammen in den Orkus oder die Arbeiterklassen beginnen aufzustehen.
Man darf nicht im entferntesten daran glauben, dass das europäische Schuldenproblem lösbar wäre. Deutschland z.B. hat es sich bereits neue Turbogeldruckmaschinen zugelegt (Link 7). Wenn man aber doch so ein Oberpessimist ist, dass der Kapitalismus doch gerettet wird und dass die Lohnabhängigen niemals zur Emanzipation reif seien und immer und ewig nur als Befehlsempfänger funktionieren könnten, als wären sie eine besondere Untermenschen-Rasse, dem sei noch einmal das Studium der Evolutionstheorie nahegelegt und folgende Fakten sich vergegenwärtigen.
1. Die US-Gewerbeimmobilien stehen kurz vor Crash
„In der Finanzwelt sind die Ängste vor einem möglichen Kollaps des US-Gewerbeimmobilienmarktes gestiegen. Ein Crash könnte sogar härter ausfallen als das Subprime-Debakel 2007, das als Ursprung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gilt.“
2. Die Immobilienblase in China wird bald platzen.
3. Die Derivatenblase, die 10-20 Mal so groß ist, wie die reale Wirtschaft, wird ca. in den nächsten 2 Jahren platzen und dann wird das ganze Wettgeld in den Markt gepumpt. Die Derivatenblase wird wie jedes Schneeballsystem, das auf Lügen aufgebaut ist.
Und 4. ist die Subprimekrise überhaupt nicht gelöst worden, sondern nur auf Kosten der Armen geflickt. Sie kommt auch wieder wie alle Blasen platzen. Das wird einen gehörigen Bumms geben, da wird nicht ein Bankhaus wie Lehmann fallen, sondern gleich alle Gold- und Ackermänner mit.
Da wir keine Sozialdarwinisten sind wie die eingebildeten Herrenmenschen, wissen wir aber auch, dass alle Lohnabhängigen von dem Bumms wachgerüttelt werden und wir dann in eine Zeit der Doppelherrschaft treten und das Wirtschaftssystem basisdemokratisch auf vernünftige und planvolle Weise aufbauen. Da das nur die Lohnabhängigen können, wird die bürgerliche Herrschaft überflüssig werden und auslaufen, die Weltarbeiterklasse aber wird uns in die freie Gesellschaft führen, einer Gesellschaft ohne Inflation und ohne Geld und den ganzen Schwachsinn. Nur, jetzt wissen sie noch nichts davon, aber solche Geschichten entwickelten sich immer überraschend.
PS Financial Times Deutschland 5.2.
Das Sparprogramm löste im Land eine Protestwelle aus. Am Freitag setzten Beamte des griechischen Zolls und des Finanzamtes einen 48-stündigen Warnstreik fort. Am 10. und 24. Februar wollen die zwei größten Gewerkschaftsverbände mit Warnstreiks gegen die geplanten Lohnkürzungen mobil machen.
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=8080&Itemid=248

 

Die Verdreifachung der Dollargeldmenge hat die 2. Runde der Finanzkrise eingeläutet!

Serie „Finanzkrise“,  1. Runde, 10. und letzter Punkt USA
12.10.2010
Dollarwohlstand
Es war der letzte hilflose Akt der Obama-Regierung, die Wünsche der Großen zu erfüllen. In 2010 musste er der Fed genehmigen, doppelt so viel Geld zu drucken (bar, giro oder als Kredit), als bisher im Umlauf überhaupt waren. Mit dem Vietnam-Krieg 1965 fing der Dollardruck langsam an, sich zu bescheunigen, um dann ab 1980 in einen schnelleren Schritt überzugehen, um die steigenden Konsumbedürfnisse der Arbeiter zu befriedigen. Deren Reallöhne sind schon seit 1970 nicht mehr gestiegen.
Die Afghanistan- und Irak-Kriege hatten bereits über eine Billion Dollar verschlungen, dann trat die Finanzkrise wie eine Lawine auf und begrub Hunderte Banken unter sich und mit ihnen auch die für die Rente angelegten Gelder von mehr als Eine Millionen Rentner, 100tausene Familien-Häuser, das ganze Vermögen des unteren Mittelstandes und das ganze Kredit-System, mit denen der Lebensstandard der Amerikaner aufrecht erhalten wurde.
Seit 2008 geht es damit aber für die Arbeiterklasse und den unteren Mittelstand radikal bergab. Wiederholt mussten 40% der restlichen GM-Kollegeneine Halbierung ihres Lohns auf ungefähr vierzehn Dollar hinnehmen, sobald das vorübergehend still gelegte Werk in Michigan wieder angefahren wird, um einen neuen Kleinwagen zu produzieren.“
Die Kredite aus dem Ausland, besonders aus China, blieben aus und die Rohstoffe wurden immer weniger auf Dollarbasis gehandelt. China benötigte das Geld für seine Afrika-Investitionen und Aberbillionen für die eigenen Konjunkturprogramme, auch um jetzt besonders das Platzen der hausgemachten Immobilienblase zu verhindern.
Weltwirtschaftskrise
Dieses chinesische Konjunkturprogramm über 480 Milliarden Euro in 2010 sorgt momentan für den deutschen „Aufschwung“. Er wird aber bei weitem nicht nachhaltig sein, da China von der deutschen Industrie bei der Lieferung der Waren auch die Baupläne dazu verlangt. Das traf z.B. auf die 150 Airbusflugzeuge und auf die Hochgeschwindigkeitszugteile von Siemens. Teile für den 350 Airbus werden bereits bei CCAC in China gefertigt und die Hochgeschwindigkeitszüge baut die neue Weltwirtschaftslokomotive inzwischen selber. 2015 soll deren Streckennetz bereits doppelt so groß sein wie as europäische.
Lange wird die chinesische Weltwirtschaftslokomotive nicht laufen, weil es einfach versäumt hat, auch das Land zu entwickeln. In Afrika profitiert nur eine ganz kleine Schicht von korrupten Politikern, en paar Bau- und Ölarbeiter von den chinesischen Projekten. Da nun Amerika als Kunde der chinesischen Waren ausfällt, an wen soll China seine Kühlschränke und Laptops dann noch liefern, an wen?
Das Ausbleiben der Auslandskredite hatte in Amerika dazu geführt, dass strengere Kontrollen bei den Kreditkarten und den Häuserkrediten durchgeführt wurden. Das führte zu deren Preisverfall und zu 100.000den Zwangvollstreckungen. Die folgenden Insolvenzen führten wiederum zur Deindustriealisierung der USA, die mit einem Restanteil von 11,4% produktiver Industrie nicht mehr zu den Industrieländern, eher zu den Dienstleistungs- und Finanzmarktländern gezählt werden kann, schließlich umfasst der Finanzmarkt ganze 70%.
Bush und jetzt besonders Obama versuchten, den Prozess der Deindustriealisierung aufzuhalten, indem sie unvorstellbare Gelder in die Konzerne reinpumpten, sich sogar bei GM zu 70% einkauften. Aber besonders die Banken und Versicherungen unterstützte massiv die US-Regierung, dass man gar nicht mehr mit dem mitzählen und -rechnen mitkam und die Banken nach der Finanzkrise irre Gewinne ausweisen konnten. Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für den Bankenrettungsplan TARP Neil Barofsky gibt offiziell 23,7 Billionen Dollar an (LeMondediplomatique, S 50).
Nun kommen die superschlauen Politiker und meinen, dass ja das Geld wieder eingesammelt werden würde, wenn die Banken das zurückzahlen und dann wir es wieder vernichtet.
Das bleiben aber wirklich nur Einschlafmärchen vom Sandmännchen. Die Banken haben dieses Geld den Häuslebauer geliehen, die jetzt in den Zeltstädten wohnen und arbeitslos sind. Das werden die Banken nie mehr bezahlt bekommen. Die Häuser sind verrottet und man kann sie auch nicht mehr für 10 Dollar verkaufen. Inzwischen kommen die Banken gar nicht mehr nach mit den Zwangsversteigerungen, das lohnt auch gar nicht mehr. Wie sollen die Banken das jemals zurückzahlen? Auch, wenn die Tarp-Zahl stimmt, 23,7 Billionen, wer will das jemals einkassieren?
Auch so in Europa. Wird die HRE jemals was zurückzahlen können, die braucht doch eher immer mehr Geld? Wird Griechenland jemals was zurückzahlen können? Ackerman jedenfalls sagte nein. Inzwischen muss Griechenland wieder 8,9% für seine Staatsanleihen zahlen und das Geld bekommen sie nicht mehr von Deutschland, Brüssel oder dem IWF, sondern aus … China. In manchen Städten gibt es schon 70% Arbeitslosigkeit. Nur das ist das Ergebnis der Einsparungen, nur Insolvenzen und Depression, das war doch vorher klar.
Während Amerika mit Blitztempo in die Hyperinflation treibt, versucht Europa sich noch dagegen zu stemmen, aber es wird ihm letztlich nichts nutzen. Daher ist es jetzt auch vollkommen müßig, darüber zu spekulieren, ob die Verdreifachung der Dollar-Geldmenge mit der Hyperinflation nun bewusst herbeigeführt wurde oder nicht. Die Politiker mussten Dollar wie blöde drucken, wollten
David Rockefeller sagte 1994 vor der UN: „Wir stehen kurz vor einer weltweiten Umformung. Alles, was wir benötigen, ist die richtige bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung bejahen." (sinngemäße Übersetzung). Er war Mitbegründer der Trilateralen Kommission. Deren erster Direktor Zbigniew Brzeziński war. Brzeziński entwickelte zusammen mit Carl Joachim Friedrich ein für die Politikwissenschaft noch heute wichtiges Totalitarismus-Modell. Er war Berater von Hubert Humphrey, Jimmy Carter und ist es jetzt von Barack Obama. Ist es ein Zufall, dass das Schoßhündchen der US-Regierung Gordon Brown bei dem letzten Treffen der G20 schon eine Weltwirtschaftsregierung vorgeschlagen hat? Man könnte also schon vermuten, dass die Verdreifachung der Dollargeldbestände absichtlich die Hyperinflation herbeiführen sollte. Aber wie schon oben gesagt, ist es inzwischen müßig, diese Frage zu klären, da es dazu früher oder später sowieso gekommen wäre.
Die Marktwirtschaft in Konkurrenz steht vor ihrem Ende, da der Anteil der Arbeit in den Waren gegen Null geht. Die Arbeit ist aber die einzige Quelle des Mehrwerts, weil nur der Mensch mehr Warenwerte schaffen kann, als er für seine eigene Reproduktion kostet. Der Käufer seiner Arbeitskraft, der Kapitalist, wird also mehr erhalten. Das kann er bei keiner Maschine und keinem Roboter.
Damit der Geldadel seine Privilegien behalten könnte, müsste er eine monopolistische Weltwirtschaft einführen, also eine Weltdiktatur, deshalb die Bestrebungen des amerikanischen Geldadels in der Trilateral-Kommission oder bei den Bilderbergern. Dem würde aber China, Russland, Indien, Iran usw. widersprechen, weshalb das nur über einen Weltkrieg Nato gegen Shanghaibündnis ginge.
Paraleluniversum Finanzmarkt
Da es nun nach China keine neuen Märkte mehr gibt, auch keine inneren mehr, da die Arbeiter kein Geld mehr hätten, um ein neues Produkt wie z.B. das Elektroauto für 40.000 Euro zu kaufen, wurden neue Produkte im Paralleleuniversum Finanzmarktgeschaffen, damit das Kapital seine geklauten Gewinne wieder lukrativ anlegen konnte. Das geschah dann in den Fonds der Banken, die damit untereinander mit den CDS (Credit Default Swap, Kreditausfallversicherungen, meist ohne Kredit) wetten. Das sind nach Le Mode diplomatique immerhin schon 3.700 Billionen Dollar Wenn eine Bank dabei gewinnt, muss aber eine andere verlieren. Da in dem Finanzbereich keine Menschen Wertschöpfungen betreiben und damit Mehrwert schaffen würden, muss man sich diesen Mehrwert aus der Realwirtschaft holen, wenn man nicht will, dass ständig die Hälfte aller Banken pleite gehen. Das wird erstens mit den verstaatlichten Banken oder mit der Erhöhung der Geldmenge durchgeführt. In Deutschland ist das die HRE-Bank. Die Verdreifachung der Geldmenge in Amerika führt aber nicht gleich zu einer Hyperinflation. Die Webseite „Der ökonomische Kollaps“ schreibt dazu „Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat diese Geldmengenausdehnung noch nicht zu höherer Inflation geführt, da der Großteil der Gelder durch Kreditaufnahmen der US-Regierung und US-Banken, welche die Gelder halten um ihre Reserven aufzustocken, aufgesaugt worden ist.“ Solange also die Wetten der Banken weitergehen, ist das Geld ja im Paralleluniversum gebunden. Aber wenn diese Blase wie 2008 platzt, dann ergießt sich das ganze Geld über die ganze Realwirtschaft, wahrscheinlich 2011.
Das wird auch gleich zur Krise im Gewerbeimmobilienmarkt führen, denn jeder Hyperinflation geht eine tiefe Depression voraus und die Immobilienpreise, die jetzt schon oft um 40% gefallen sind, werden in den  Keller purzeln. Eine viel größere Krise als die letzte 2008 wird die USA und damit die ganze Welt überfallen.
Da nun die Staaten keine Aufstände provozieren wollen, verheimlichen sie natürlich möglichst die Notlagen der kapitalistischen Staaten. Deshalb wissen wir in Deutschland nichts von der Geldmenge und von der zentralen Federal Bank der Staaten erfahren wir auch nichts, nur die Fed St. Louis hat die Grafik dann veröffentlicht.
So hatte auch in der Vergangenheit der Nichtinteressierte kaum Notiz von der Wirtschaftskrise genommen, nur bei einer Kürzung, bei der er persönlich betroffen war, gab es eine kurze Aufregung, oder bei der Bekanntgabe der Schulden der Staaten gab es eine kurze Aufmerksamkeit.
Ganz anders jetzt bei der Meldung in den Hauptnachrichten über den Krieg der Währungen. Da wurde die Meldung übe die Verdreifachung der Dollargeldmenge doch ernsthaft diskutiert. Die französischen Arbeiter legen jetzt schon das Land lahm, das wir nicht nur dort verstärkt weitergehen. Auf ein fröhliches 2011.

 

Wird China Europa vor dem Bankrott retten können?

20.1.2011

Mittlerweile wird es schon klarer, dass Europa tief verschuldet ist, dass es um eine Geldentwertung nicht mehr herum kommt. Nach außen gibt man sich zuversichtlich, damit nicht noch mehr gegen den Euro gewettet wird, aber sogar der größte Geldgeber Deutschland musste soviel an seine Konzerne über die Banken bezahlen, dass es selber in 2011 mit über 100% des Bruttoinlandproduktes verschuldet ist. Wenn Schäuble jetzt von nur plus 3,5% Schulden  spricht, dann beschränkt er die Schulden nur auf den Haushalt. Der Bankenfond ist geheim und darüber spricht man nicht, da hat sich nur das Handelsblatt verplappert. Auch die Bundesbank meldet ja schon am 31.6. 1,94 Billionen. Aber die Schuldenuhr gibt nur 1,8 Billionen Schulden an. Dabei muss der Wähler die ganzen öffentlichen Schulden bezahlen, nämlich 2,085 Billionen. Da läuft eine ganz fiese Gangsterklamotte, da ist der Postraub gar nichts dagegen. Deshalb weigert sich die Merkel, den Euro-Rettungsschirm zu erhöhen, weil das Geld ja schon die Banken haben, speziell die HRE.
Aber da kommt ja der Kungfu-Supermann: „Man werde "konkrete Maßnahmen" ergreifen, um einigen EU-Mitgliedstaaten aus ihrer ernsthaften Schuldenkrise zu helfen, sagte der chinesische Vize-Premierminister Wang Qishan bei einem Treffen mit Vertretern der EU-Kommission.“ meldet der Spiegel am 21.12.2010. Inzwischen hat China schon Staatsanleihen von Spanien, Portugal und Griechenland über 12 Mrd. gekauft. (Link 7)
Während die bürgerlichen Gazetten darüber grübeln, ob China damit eine Produktionsspionage bezwecke, ist für die Linke die Frage wichtig, kann China überhaupt ganz Europa retten? Die Schulden Europas betragen über 7 Billionen Euro, wogegen China 2,6 Billionen Euro ausländische Staatsanleihen hält. Aber China hat in Europa schon gut eingekauft, zwar noch nicht so viel wie die USA, aber schon mit einem stabilen Anfang. Ihm gehört bereits Volvo und Rover und viele mittelständische Firmen in ganz Europa und der Hafen von Piräus, baut die Autobahn von Warschau nach Lodz, in Italien baut das weltgrößte Haushaltsgerätehersteller Haier und die Autokonzerne Taihe und Chery Werke. Direkt gegenüber der Londoner Notenbank baut die weltgrößte Bank of China ihre Europazentrale, es steigt ins portugiesischen Rapsölgeschäft ein und ist schon im Bergbau in Rumänien engagiert und und und. (Link 8)
Sicher will China dabei für seine Produktion lernen, aber bitte schön, dass haben sie alle gemacht. England hatte die spanische Armada bezwungen, indem sie mit dem von Geheimagenten über Schleichwege außer Landes gebrachten Gesellen von dem österreichischen Kanonenbauer von ihm den senkrechten Kanonenguss lernten, der sie stabiler machte und dadurch weiter schoss. Der preußische König Friedrich der Große hat den Gesellen von James Watt William Richards abgeworben und damit konnten „die Probleme (die sich an dem preußischen Nachbau ergeben hatten] bis 1787 jedoch beseitigt werden.“ (Link 9, Wikipedia) So konnte Preußen die ursprüngliche Akkumulation aufnehmen und sich zum führenden Industrieland entwickeln. Jetzt hat China die preußische Tugend übernommen und hat in den Städten in Windeseile schon ursprünglich akkumuliert und kann damit der Welt Geld leihen. China hat ja bereits im Geldverleihen die Weltbank (Link 10), also die ganze Welt, überholt, gerade von Amerika 200 Boeings abgekauft, macht 235.000 Arbeitsplätze Wird China dem notleidenden Europa auch genug ausleihen können?
US-Amerika ist als Geldgeber ja schon ausgefallen. Deren Schulden betragen selber bereits über 14 Billionen (14.000.000.000.000) Dollar, fast 100% vom BIP, die Arbeitslosigkeit beträgt nach europäischer Rechnung 17% und der Anteil der Industrieproduktion an der Wertschöpfung beträgt nur noch 11%. Wir können bei den USA also nicht mehr von einem Industrieland sprechen. Europa beeilt sich, wie immer nach 1-2 Jahren, seinem Meister nachzueifern aber China versucht Europa vor dem Untergang zu bewahren.
Bei dem Untergang des Euros dürfte es sich nur noch um ein paar Monate handeln. Griechenland und Irland standen knapp vor dem Staatsbankrott. Portugal und Spanien zahlen schon 5-6% bei den Staatsanleihen und Italien, Belgien und Frankreich sind bei den Ratingagenturen abgestuft worden, und das alles, obwohl die EZB schon massenhaft Schrottstaatspapiere von den PIGS-Ländern aufgekauft hatte. Auch die Zinsen auch für die „starken“ Bonds (Staatsanleihen) steigen. Die „starken“ europäischen Länder um Deutschland haben einen Rettungsschirm über 500 Mrd. € plus 250 Mrd. vom  IWF aufgespannt, wobei schon 85 Mrd. für Irlands Banken bezahlt wurde, blieb 665 Mrd.
Für Spanien alleine schon, das weiter unter Beschuss der Spekulanten steht, würde dieser Betrag bei Weitem nicht ausreichen. Also wollte Europa den Rettungsschirm auf 1.500 Mrd. € verdoppeln, da machte aber Deutschland nicht mehr mit, da man so einen Riesenschirm den Zockern signalisieren würde, dass die europäischen Länder am Stock gehen. Außerdem würden auch 1,5 Billionen nicht langen.
Europa hat bereits weit über 7 Billionen €uro Schulden, und davon alleine auch der Hauptzahler Deutschland 2 Billionen. Jetzt lügt Schäuble und redet nur von 3,5% Schulden im Staatshaushalt und nicht von den 250 Mrd. Schulden im Bankenrettungsfond.
Wir sehen, die chinesischen 12 Mrd. €uro für die europäischen Staatspapiere sind eigentlich nicht mehr als ein Signal für die Zocker. Letztlich hat China auch nur 2,4 Billionen €uro ohne Gold an Staatsvermögen, alleine das kann für die 7 Billionen europäischer Schulden nicht langen. Gut, das Wachstum geht in China mit 10% weiter und der Staat und die Konzerne pressen aus dem Arbeiter auf Grund der Billiglöhne von 0,70 €uro ohne Nebenkosten für Wanderarbeiter und 2-3 €uro für die Städter bis zu 30% Renditen aus. Das chinesische Staatsvermögen wächst also noch weiter.
Nur für Afrika und Südamerika braucht China ja auch für seine Investitionen Geld. Außerdem darf man nicht vergessen, dass das Wachstum auch nach den Anfängen nachlassen wird. Alle Industriegesellschaften haben mit einem Wachstum um die 10% angefangen, Deutschland sogar 1954 mit 12,3% auf Grund des Koreakrieges, und alle sind inzwischen um die Null gelandet. Dabei muss man wissen, dass der Kapitalismus von einem stetigen Wachstum um die 3% abhängig ist, da jedes Jahr um 3% rationalisiert wird und Arbeiter entlassen werden. Also kann nur ein Wachstum die Beschäftigtenzahl halten. Oder anders erklärt, durch die „blinde“ Konkurrenzproduktion wird ständig eine Überproduktion hergestellt. Jeder Konzern plant jedes Jahr eine Marktausweitung in der Hoffnung, die Märkte seiner Konkurrenten zu erobern. Also ergibt sich in jedem Jahr eine entsprechende Überproduktion.
Alle Industrieländer haben die Marktausweitung über die Ausweitung des inneren Marktes (mit neuen Produkten) hinaus auf das Land und dann mit dem Export betrieben, also von Europa und Amerika nach Südamerika, Afrika und Asien. Dabei hat man durch hohe Zölle für Industrieprodukte verhindert, dass Afrika und Südamerika sich ebenfalls industriealisieren und so den Urkapitalisten Konkurrenz machen. Dann wäre auch Afrika nicht davon abhängig geblieben, seine Rohstoffe billig zu verscherbeln und Europa hätte für seine Rohstoffe mehr zu bezahlen. Es würde gleich in den Untergang gehen.
Mit der Ausweitung der Produktion auf das Land haben wir schon das erste Problem Chinas. Der Drachen hat einfach vergessen, das Land zu entwickeln, so dass die Landbevölkerung gar kein Geld hat, um zu konsumieren. Die „Kommunistische Partei Chinas“ hat bei der Verwechslung der Bauern mit den Arbeitern und der Arbeiterdemokratie mit der Diktatur der Bürokraten überhaupt nichts vom Marxismus verstanden und vom Kapitalismus verstehen sie jetzt auch nichts. Sie halten die Wanderarbeiter wie Sklaven, so dass diese über die physischen Bedürfnisse hinaus nicht als Konsumenten auftreten können. Somit stützt sich China allein auf den Export (Link 11) und wird damit recht schnell gegen die Wand fahren, denn wenn das Ausland pleite ist, weil China deren Produktion übernommen hat, sind keine Käufer mehr da. Mit der Verengung der Märkte wird auch die chinesische Rendite ganz schnell auf Null fallen.
Dass die Abhängigkeit vom Export schnell zum Problem werden kann, zeigt sich bereits heute schon mit Amerika. Amerika fordert die abrupte Aufwertung des Yüan um 30%. (Link 12) Die Führung in Peking will aber von einer abrupten Aufwertung des Yüan um 30% zur Wiederbelebung nichts wissen. Sie verteuert mit einer Erhöhung des Leitzinses das Geld, um so eine Inflation zu verhindern.
Der chinesische Mittelstand spekulierte mit Wohnungen, die zum großen Teil leerstehen, da ein Wanderarbeiter gar nicht die Miete bezahlen kann und jeder Mittelständler zwei bis vier Wohnungen gekauft hat. Diese Spekulation trieb die Preise weit über die normale Preissteigerungsrate, dass alle Finanzanalysten 2011 oder 12 mit dem Platzen der Immobilienblase rechnen, aber nur lokal in Peking, Shanghai, Wuhan und Shenzhen (bei Hongkong). (Link 13) Dieser Crash wird daher nicht so stark sein wie bei der US-Suprimemarktkrise, da auch alle faulen Kredite aus den Städten von der weltgrößten staatlichen „Construction Bank China“ aufgefangen werden können. Die chinesische Immobilienkrise wird also nicht zu einem weltweiten Wirtschaftszusammenbruch führen, der wird von den Erhöhungen der Geldmengen des Dollars und des Euros höher als das Wachstum des Bruttoinlandproduktes kommen. Aber für China selber wird das chinesische Wirtschaftswachstum weiter ausgebremst.
Wir halten also fest, der chinesische Staat will 2011 schon die Leitzinsen zur Verhinderung einer ausufernden Preissteigerung hochsetzen, um das Wirtschaftswachstum etwa auf 6% zu begrenzen. Das Platzen der chinesischen Immobilienkrise wird das Wachstum noch einmal auf 4-5% herunter schrauben. Außerdem ist China der letzte Staat der großen Industriestaaten, der von der Krise nicht befallen wurde und daher immer schwieriger exportieren kann. Die Schwierigkeiten mit der chinesischen Immobilienkrise werden schon 2012-3 auftauchen, bis dahin wird das Land des Drachens noch problemlos als Retter auftauchen.
Aber halt, sagt Brüderle, die deutsche Wirtschaft wächst ja im XXL-Format, das werden wir schon meistern. Aber wächst die deutsche Wirtschaft deshalb überproportional, weil der Durchschnittslohn seit 2000 um 4,5% gesunken ist. (Nur Japan und Israel noch im Minus), alle anderen Staaten bis 25% im Plus. (Link 14)
Das Hauptwachstum kam vom Export in die asiatischen Länder und der ist dem chinesischen Konjunkturprogramm über 485 Mrd. Euro zu verdanken. Aber jetzt will Hu das Wachstum bremsen, um die Inflation zu zügeln. Deshalb halten die Wirtschaftsanalysten den Aufschwung schon für fragil. (Link 15)
Das BIP in Europa wuchs nur um 1%. Der kleine Export nach Europa wurde sich damit erkauft, indem die Kunden staatlich unterstütze Kredite erhielten.
Insgesamt sind aber alle Zahlen und Aussagen als sehr kritisch anzusehen, sie wurden geschönt, das BIP nach dem Lustprinzip* errechnet, bei den Schulden direkt betrogen, so dass sich alle Meldungen widersprechen. Gerade dieser Betrug bei den Schulden zeigt, dass sie selbst das Schlimmste befürchten, z.B eine Hyperinflation.
Das Platzen der chinesischen Immobilienkrise wird zu einer Begrenzung der BIP-Steigerung auf 4-5% und einer weiteren Senkung der Rendite führen, so dass das Geldverleihen China nicht mehr so problemlos fallen wird. In Amerika und Europa wird dann mit immer weniger chinesischer Unterstützung die Wirtschaftsleistung immer weiter zurückgehen. Die Inflation, die heute bereits mit einer 40% Verteuerung bei den Rohstoffen angefangen hat, wird in eine galoppierende übergehen.
 Die Hungeraufstände in den armen Ländern nehmen zu (Link 16), aus den Generalstreiks (Link 17) in den reichen Ländern werden sich aus den Streikräten die ersten Arbeiterräte entwickeln, die im Laufe der 2020er Jahre zu den bürgerlichen Regierungen eine Doppelherrschaft errichten werden.
In zehn Jahren anfangs der 30er wird dann der Markt nach China weltweit ganz verengt sein, so dass aus der Doppelherrschaft zur Macht der Arbeiter übergegangen wird. Die Arbeiter werden ganz natürlich zu einem internationalen gleichen Lohn für gleiche Arbeit übergehen und damit die globalen Ungleichgewichte aus der Welt schaffen. Dazu werde sie dann alle Patente und Copyrights innerhalb der Arbeiterstaaten freigeben, die Zölle dort abschaffen und eine nach dem Bedarf der Arbeitermassen geplante Wirtschaft einführen. Deutschlands Arbeitnehmer werden sich sehr spät dem Ganzen anschließen, wie sagte es Trotzki, die deutschen [Kollegen] verstehen es spät, aber dann auch richtig.
* (Das BIP wird seit 2005 wie in Amerika hedonisch errechnet. Es werden dann nicht nur die Preise, sondern auch die Qualitätsmerkmale berücksichtigt, obwohl diese eigentlich Bestandteil der Kultur sind. Wenn der Rasierapparat drei Scherblätter hat, dann gehört das inzwischen zum Alltagsgegenstand unserer Kultur dazu und kann daher nicht die Wirtschaftsleistung verdreifachen.)
2. Teil: Arm und Reich driften auseinander
3. Teil: Das Land ist zu abhängig vom Export
4. Teil: Der Yuan muss aufgewertet werden
5. Teil: Immobilien verteuern sich rasant - droht eine Blase?
6. Teil: Banken und Börse fehlt die Transparenz
7. Teil: Was bedeutet der Wechsel der politischen Führung?

 

Nach dem Wirtschaftscrash: Markt oder Plan?
1. Der Wirtschaftszusammenbruch
16.6.2011
Nun dämmert es jedem so langsam, dass dieses Wirtschaftssystem abgewirtschaftet hat und den Lohnabhängigen und dem unteren Mittelstand gar nichts mehr anzubieten hat, außer dummen Durchhalteparolen und Geduldssprüchen überhaupt nichts mehr.
Die USA haben am 2. August bereits 14,28 Bio. Dollar Schulden und müssen jeden Tag 4 Mrd. Dollar geliehen bekommen, in 2011 schätzt man 1,65 Bio. $. Da kaum ein Land ihre Staatsanleihen kauft, müssen sie die zu 100% über die Federal Bank selber kaufen und die Dollar dafür drucken. Man muss wissen, dass die USA nur 25% ihrer Staatsausgausgaben einnehmen und die wollen sie auch gar nicht einsparen. Obama will lediglich 333.000$ von 1,65 Bio. $ einsparen, mehr nicht. Das BIP beträgt 14 Bio., und davon drucken die vereinigten Staaten jährlich 11,8%, ohne das dem eine Wertschöpfung gegenübersteht.
So ist auch das römische Imperium untergegangen. Rom klaute sich so viel Gold zusammen, dass dem zum Schluss weniger Wertschöpfung gegenüberstand. 300 kam es dann zur Inflation, die man noch mit Höchstpreisen bekämpfen wollte, aber es half nichts und so konnten die Germanen sie einfach überrennen und ausplündern.
Inzwischen musste die Fed, also die USA selber, vom 18.2. bis 19.5.11 sogar 137% ihrer Staatsanleihen kaufen, weil hauptsächlich Russland, aber auch China und Japan sie schon zurück verkauften. Der Trab der Inflation über 10% wird nun in einen Galopp zu der Hyperinflation übergehen. In der letzten Woche ist der Dollar gegenüber dem Euro um 4 Cent gefallen, obwohl doch der Euro jetzt fallen müsste, da Europa jetzt das Griechenland-Problem an der Backe hat.
Hinzu kommt noch, dass die Schuldengrenze bis 2.8. ausgeweitet werden muss, sonst wird die USA einen großen Teil der Staatsbeamten, Feuerwehrleute, Sheriffs und Lehrer bald entlassen müssen. Die dafür notwendigen Republikaner verweigern sich aber einem Ausweitungsantrag um 2 Bio. Dollar und laut Finanzminister Geithner wird es bis zum 2.8. auch zu keiner Einigung kommen. Droht jetzt also neben der Inflation auch die Depression?
Auch jetzt bestehen die Schulklassen schon z.B. in Detroit wie in den Entwicklungsländern aus über 60 Kindern. Die leer stehenden Gebäude werden selten abgerissen und verwahrlosen, die leeren Industrieanlagen verrotten und bis zu 25% der Amerikaner sind wie in New York von den Suppenküchen abhängig. In New York suchen schon so manche in schwarzen Anzügen die Papierkörbe nach Verwertbarem durch.
 Die Leichen werden oft aus Geldmangel nicht beerdigt, sondern einfach auf die Straße gelegt. Sogar 18% der Amerikaner wohnen schon im Wohnwagen, im Zelt, schlafen unter den Brücken oder wie in Kalkutta in den Einkaufspassagen. Amerikanischer Erfindergeist führte dazu, dass der Obdachlose einen Einkaufswagen zu einem Schlafzelt ausklappen kann.
Die USA sind pleite, aber wollen noch schnell neue Atombomben für Europa. Sie werden den Stafettenstab für die Weltherrschaft nicht freiwillig an China weiter geben. Das langsame Sterben des Landes der „unbegrenzten Möglichkeiten“ im Kapitalismus hat bereits begonnen.
In Europa sieht es nicht viel  anders aus. Vorneweg wäre da Großbritannien zu nennen. Einige Gebieten kommen dort dem Endzeitfilm Mad Max schon sehr nahe. Die Gesundheitsvorsorge ist dort schon immer miserabel, die Krankenhauspatienten liegen dort in Zehnbettzimmern oder auf dm Flur. Nach dem 100 Mrd. Kürzungsprogramm 2010 müssen die Studenten 9.000 Euro Studiengebühren bezahlen, also studieren ist nur noch dort etwas für die Upper Class. Wie sich die Sozialkürzungen in Mittelengland ausgewirkt haben, kann man aus dem Mail eines Zeugen im Internet sehen.
„Jede Menge leere Geschaeftslokale, Gebaeude, Infrastruktur am verfallen.. In einigen Gegenden ist man Afrika, Indien oder Pakistan naeher als England, da kaum Englaender… Wenn man doch einmal einen Ur-Englaender sieht, dann meist kahlrasiert mit Tattoos am ganzen Koerper und Kampfhund - Gangster / Hooligan - Style eben. Extreme Kriminalitaet, wie man sie sonst eher in Suedafrika vermuten wuerde, ein Kollege (Ex Special Forces), urspruenglich aus Kapstadt, hatte die staendigen Ueberfaelle satt, nachdem er zuletzt gewaltsam aus dem Auto gepruegelt wurde, dass ihm anschliessend gestohlen wurde, ist wieder nach Suedafrika zurueck. Mord und Totschlag wegen minimalen Geldbetraegen, 15jaehrige Auftragskiller die man bereits fuer 200 Pfund anheuern kann (Zeitung von gester n) bewaffnete Raubueberfaelle in Pizzalaeden … marode Haueser, Strassen, usw. wohin man sieht. Bettler auf den Strassen, in einem derart schlechten gesundheitlichen Zustand, dass man sich eher ins Mittelalter zurueckversetzt fuehlt usw… 20% Arbeitslosigkeit in einigen Staedten, usw“
In Griechenland erinnert das Zentrum von Athen an Beirut. 40.000 sind schon aufs Land gezogen, da hier das Überleben sicherer scheint. Papandrou hat mit CDS (Gegenversicherungen) zu den griechischren Staatsanleihen gegen Griechenland gewettet und damit der Bevölkerung  vielleicht 23 Mrd. geklaut hat. Das bringt schon 100.000 in Athen auf die Straße, so viel wie noch nie. Papandreou erwägte schon Militäreinsätze.
In Spanien gibt es eine Jugendarbeitslosigkeit von 50%. Die Protestcamper in Spanien und Griechenland haben sich schon gegenseitig besucht. Die Lage spitzt sich zu. In Spanien kämpften die sozialdemokratischen Gewerkschaften bisher auf Sparflamme gegen die Sozialkürzungen, da sie den sozialdemokratischen Regierungschef Zapatero nicht in Schwierigkeiten bringen wollten. Genau wie in Deutschland. Hier hat der DGB wegen seiner Kapitallogik sogar seinen Frieden mit Merkel geschlossen.
Die Facebook/Jugendbewegung in Tunesien, Ägypten, Spanien und Griechenland wird die starren kleinbürgerlichen Fronten der europäischen Großgewerkschaften aufweichen und auch die älteren Lohnabhängigen inspirieren.
Sogar das „Boom“land Deutschland hat am 1.5.11 2.125 Mrd. Euro Schulden, das sind 85% vom BIP. Viele haben auch hier schon drei Jobs, um überhaupt überleben zu können. In Italien, auch hier haben 30% der Jugendlichen keinen Volljob. Generation Praktikum.
64 Millionen Wohnungen stehen in China leer. Um dem Platzen der Immobilienblase zu entgehen, plant Peking eine neue Stadt mit 44 Millionen Einwohnern. Die Wirtschaft von Japan wird wegen der 3 Kernschmelzen nach unten durchgereicht. Aus Dankbarkeit hat der japanische Staat Tepco 43 Mrd. vermacht. Heute wieder eine Explosion.
Die Idiotie dieses Wirtschaftssystems hat alle Lebensbereiche durchdrungen. In der DDR wurden die Arbeiter ab 1970 immer wieder vertröstet, bald ginge es wieder aufwärts. Darüber hat sich das Kapital hier lustig gemacht, um die Staatskapitalisten zu diskreditieren. Nun beschwören die Privatkapitalisten ständig selber seit 2001 den Aufschwung für die Lohnabhängigen und mogeln gar ständig bei allen Statistiken, dabei ist Deutschland seit 2000 bis 2009 gar Lohnminus-Meister, die Löhne gingen in diesem Zeitraum um 4,5% zurück.
Warum entwickelt sich die Weltwirtschaft so katastrophal zurück? Es wurde doch immer betont, dass diese Marktwirtschaft das beste System sei und es ein besseres nicht mehr gebe. Stimmt das?
2. Der Markt
Seit Jahren beobachten wir, dass in der Produktion kein Profit mehr erwirtschaftet wird. Wenn dennoch die großen Konzerne 5% Gewinne ausweisen oder mehr, so ist das ihrem Aktienpaket geschuldet, 90% der Profite kommen aus dem Finanzmarkt. Das sind Rohstoffe von Öl bis Coltan, Teakhölzer, AKW-Geschäfte, fernöstliche Aktien, Hedgefonds, Derivate, CDS, Waffenproduktion und -handel Weißwäsche von Rauschgift und Frauenhandel usw.
Die Nullprofitproduktion ist das Ergebnis des tendenziellen Falles der Profitrate, wie ihn Karl Marx im 3. Band, ab dem 13. Kapitel beschrieben hatte: Die Konzerne rationalisieren ihren Maschinenpark durch und können Arbeiter „freisetzen“. Somit sparen sie mehr ein als die Abschreibung der neuen Maschinen kostet. Sie können nun die Preise senken und somit die Konkurrenz unterbieten.
Das führt erst einmal dazu, dass bei dem Konzern die Rate und der absolute Wert des Profits steigen.
Dies resultiert nicht aus den Maschinen, was die Betriebswirtschaft annimmt, da den Profit aus dieser Maschine ja schon der Vorkapitalist erzielt und einbehalten hat und ohne Maschinenbedienung, mindestens den Knopf zu drücken, funktioniert kein Automat.
Es sei denn, der Konzern kann seinem Lieferanten den Preis diktieren, dann macht er einen Sonderprofit und sein Lieferant einen Sonderverlust, was sich aber in der Addition der nationalen Werte ausgleicht. Das führt zur „Konzentration und Zentralisation“ des Kapitals, der Stärkste überlebt immer.
Die höhere Produktivität resultiert auch nicht aus allen anderen Fremdrechnungen wie Strom, Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe, Halbfertigmaterialien, Miete, Verwaltungs- und Vertriebskosten, da hier das gleiche wie bei den Maschinen, ein Vorkapitalist ha schon den Gewinn erzielt.
Damit hat sich aber die Arbeit der Betriebswirtschaft schon erledigt. Verschlanken, Optimieren, Rationalisieren – Fertig!
Bei Marx fängt aber hier die Rechnung erst richtig an. Auch die Praktiker in der Wirtschaft machen gegensätzliche Erfahrungen. Ein Direktor von Bayer Leverkusen drückte seine Frage zur betriebswirtschaftlichen Optimierungsthese so aus: „Ich verstehe das nicht. Wir rationalisieren ständig und dennoch fällt unsere Profitrate laufend?“
Die Geschäftsführung müsste eigentlich wissen, dass bei den Fremdrechnungen die Konkurrenz den gleichen Preis bezahlen muss, also die Quelle des Profites nur die Arbeit sein kann, und die kürzt sie halt weg. Nur der Arbeiter kann für den Direktor einen höheren Gebrauchswert erarbeiten, als er für den Vorstand kostet, nicht die Maschine.
Das ganze Geheimnis der fallenden Profitrate liegt darin, dass nun mal der Konkurrent auch rationalisiert, danach oder sogar gleichzeitig. Und nun setzen sich die von beiden ausgerechneten niedrigeren Kosten als neuer Durchschnittswert durch.
Alle haben jetzt bei den Fremdrechungen oder wie wir Marxisten sagen, dem konstanten Kapital, höhere Kosten aber dafür mehr niedrigere bei den Lohnkosten.
Bliebe das Verhältnis von Mehrwert zu Lohn, die Mehrwert- oder Ausbeutungsrate gleich, dann würde mit dem Lohn auch die Mehrwertrate sinken. Sinn hatte es für beide nur gemacht, dass jeder dachte, sein Betrieb wäre der einzige mit geringeren Kosten und einem höheren Mehrwert. Er konnte somit mit einem etwas geringerem Preis kalkulieren und davon ausgehen, dass er von den Märkten seines Konkurrenten einen Teil erobern konnte.
Aber nachdem er festgestellt hatte, dass sein Konkurrent auch rationalisiert hat, müssen beide den Preis drücken bis knapp über die neuen Kosten. Der Mehrwert sinkt wie der Lohn, aber das vorgeschossene Kapital wird neben den sinkenden Lohn weniger sinken da jetzt auch die teurere Maschine vorgeschossen werden muss. Da nun der Mehrwert  m mehr gesunken ist als das vorgeschossene Kapital (c+v), der Zähler mehr als der Nenner bei m/(c+v), wird das Resultat, die Profitrate p’ auch sinken.
Sehr übersichtlich mit der Beschreibung jeden Schrittes und graphisch habe ich das auf S.14 bis 16 in der Schrift Marxistische Wirtschaftstheorie, leicht gemacht dargestellt.
Den Aktionären gegenüber muss jeder Konzernvorstand aber eine möglichst hohe Dividende ausschütten, sonst gehen diese mit ihrem Kapital zur Konkurrenz oder gar ins Ausland. Dies erreicht er trotz der Tendenz zum Fall der Profitrate, indem er immer produktiver und größer wird und den Lohn kürzt, bzw. weniger ansteigen lässt als die Produktivitätserhöhung.
Die ständige Produktion von Mehrwert verlangt auch die ständige Ausweitung des Marktes. Dies geschieht mit dem inneren Markt durch Erhöhung der Produktivität, Ausweitung in das Dorf und Ausweitung durch den Export. Immer, wenn es hier zu Stockungen gekommen ist, ergab sich eine Überproduktion von Kapital und in dem Zusammenhang auch von Waren.
Der Kapitalist wollte ja nach Rationalisierungen „von den Märkten seines Konkurrenten einen Teil erobern“ und stellt dann fest, dass sein Konkurrent auch rationalisiert hat. Somit bleibt er bei Stockungen auf seiner Ware sitzen und es kommt dann zu Überproduktionen und z.B. 1986 zu Butterverschenkaktionen an Arbeitslose oder 2010 zu Abwrackprämien.
„Wodurch überwindet die Bourgeoisie die [Überproduktions]-Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte."fragenKarl Marx und Friedrich Engels im „Manifest der Kommunistischen Partei“ (S. 9)
Nach der Eroberung Chinas durch den Privatkapitalismus gibt es keine weiteren kapitalistischen Räume, keine neuen Märkte mehr. Nun muss der Kapitalist von seinem Stanpunkt aus sogar die Reallöhne senken, will er den tendenziellen Fall der Profitrate kompensieren.
In Deutschland ist dies auch nach dem massiven Auftreten Chinas auf dem globalisierten Weltmarkt geschehen. Von 2000 bis 2009 sind die Reallöhne um 4,5% gefallen, soviel wie in keinem anderen Land. Darin war Deutschland Weltmeister. Musste es aber vom kapitalistischen Stanpunkt auch sein. Gerade, weil Deutschland eines der produktivsten Länder ist, der Anteil des Lohnes an der Ware mit am geringsten ist, musste entsprechend der Lohn als Augleich zum höheren konstanten Kapitals, mit am meisten vom geringeren Lohn v gekürzt werden, um eine möglichst hohe Profitrate zu erhalten.
Der Mensch muss ziemlich arm sein, damit die Marktwirtschaft gerade noch funktioniert. Er baut Schlösser und wohnt in Nissenhütten, sagt Marx und, hat sich daran nach 150 Jahren kapitalistischer Entwicklung etwas geändert? Nichts, gut, heute sagen wir, er baut Wolkenkratzer und wohnt wie in Amerika im Zelt oder der Kanalisation oder wie der Tagelöhner in China im Rohbau des Wolkenkraters.
Es gibt mehrere Milliarden Menschen, die keinen sicheren Arbeitsplatz haben und ebenso viele Menschen, die noch ausreichend Bedarf haben und viele, die an Hunger sterben. Aber der Kapitalismus kriegt die Arbeitlosen und Bedürftigen nicht zusammen. Will er auch gar nicht. Für ihn ist es wichtiger, dass die für ihn systemrelevanten Zockerbanken Hunderte von Milliarden in den Arsch geschoben bekommen. Dieses System ist nicht mehr auszuhalten.
Und jetzt kommt auch noch die Grenze des Marktes hinzu, die sich für die Lohnabhängigen erst als Staatsschulden, dann als Kürzungen und zum Schluss als Arbeitslosigkeit und Hyperinflation ausdrückt. Nein, der Kapitalismus entspricht nicht der Natur des Menschen. Erst hatte er gewaltig die Produktivkräfte entwickelt, gut, aber seit den 70er Jahren sind die Reallöhne in Amerika und Europa nicht mehr gestiegen, in Deutschland seit 2000 gar geschrumpft. Jetzt ist es an der Zeit, dass die nächsthöhere Stufe der Wirtschaftsgesellschaften erklommen wird.
3. Der Plan
Hier gibt es natürlich zu Recht Proteste: „Plangesellschaft? Haben wir alles schon gehabt. Die in der DDR ist doch auch an den Schulden zerbrochen. Danach haben 70.000 Menschen einen gemeinsamen Spaziergang durch Leipzig unternommen, und schon landete eine übermächtige Diktatur auf dem Müllhaufen der Geschichte.“
Genau richtig. Der Ostblock hatte zwar auch geplant, aber nicht den Bedarf der Arbeiter, sondernden Rüstungswettlauf mit dem Westen, einfach weil das Politbüro stellvertretend  für die Arbeiter gedacht hatte. Somit konnte die Parteiführung nicht die Arbeiter des Feindeslandes zur internationalen Solidarität aufrufen, die hätte den Diktaturen was gepfiffen. Nein, Angriffe der Imperialisten hätten die Diktaturen nur mit Panzern und Raketen abwehren können. Zum Schluss betrug der Militärhaushalt 50% vom Etat der UdSSR.
Internationale Solidarität geht nur zwischen den Kollegen, allein deshalb schon muss ein Plan demokratisch festgestellt werden. Wir haben ein Beispiel dafür mit der Roten Armee nach 1917 mit Trotzki in der Armeeleitung. Als nach der Oktoberrevolution 1917, die Räte waren noch frei gewählt, der Arbeiterstaat in Russland von 16 imperialistischen Staaten angegriffen wurde, verweigerten 60.000 französische Matrosen und 36.000 englische Soldaten ihren Dienst. Nur mit deren Verweigerungshaltung konnten die russischen Arbeiter im Bürgerkrieg gewinnen und die "Meuterei" konnte nur durchgeführt werden, weil diese Armeen von Arbeitern durchsetzt waren, die zum Kriegsdienst eingezogen worden sind.
(Das ist übrigens der Grund, weshalb in Deutschland jetzt die Wehrpflicht abgeschafft wurde, damit die Soldaten sich mit den Revolutionären im eigenen und im feindlichen Land nicht solidarisieren.)
Das Wichtigste für einen demokratischen Plan ist natürlich, dass der Bedarf der Kollegen nur von diesen selber, nicht von Stellvertretern festgestellt werden kann. Die Stellvertreter würden immer wieder auf den Rüstungswettlauf kommen und dabei immer unterliegen.
Damit hätten wir schon die wichtigste Bedingung für einen marxistischen Plan: Demokratie, und zwar eine wirkliche, nicht nur eine alle vier Jahre, sondern permanent, das geht in den Betrieben und damit haben wir auch schon die Lösung für die 2. Bedingung, nämlich der Plan muss international sein, er darf keine Ungleichgewichte haben, das heißt weltweit gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
Was haben die VW-Kollegen davon, wenn der südafrikanische Kollege nur 5 Euro verdient? Nur Mist, denn dann nimmt ein Dumpingauto seinen Arbeitsplatz weg. Deshalb ist das objektive Interesse der Lohnabhängigen international und deshalb muss das Zentrum dieser Basis-Demokratie in den Betrieben liegen.
Und wie kommen wir dahin? Ganz einfach. Wir haben heute schon Streikräte in Griechenland und in Ägypten, Helden der Revolution. Diese Streikräte sind heute schon
1. an die Beschlüsse ihrer Basis gebunden
2. jederzeit abwählbar und
3. verdienen sie natürlich nicht mehr als ihre Kollegen.
Sie haben sich national zusammengeschlossen und so, wie sie Preiskontrollen fordern, auch diese als erste staatliche Aufgaben übernehmen. Die spanische „Facebook“-Bewegung wird sich in ganz Europa ausbreiten und die Gewerkschaftsbewegungen, die noch an die sozialdemokratische „Standort-Deutschland“-Theorie gekettet sind, inspirieren. Immerhin liegt in 19 von 27 EU-Staaten die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 20 Prozent.
In Spanie hat sich die „Yes we Camp“-Bewegung in schon über 50 Städte ausgeweitet. Dabei wird es nur wichtig sein, dass die Jugendlichen nicht vor Ungeduld vorpreschen, bevor die älteren Arbeiter bereit sind. In Ägypten läuft das schon sehr gut, aber da gab es auch keine kleinbürgerlichen ausgebufften Gewerkschaften.
In Paris gab es schon einen Versuch von 3.000 Jugendlichen auf dem „Place de la Bastille“, die „Yes we Camp“-Bewegung zu übertragen. Nur, das geht leider nicht so abstrakt voluntaristisch, es gab in diesem Moment leider gerade keine Oppositionsbewegung in Frankreich.
Die Streikräte werden sich festigen, international nicht nur in Europa und Nordafrika ausbreiten und über die Preiskontrollen hinaus immer mehr staatliche Aufgaben übernehmen, besonders in den Regionen natürlich, in denen  der kapitalistische Staat wie in Griechenland Strukturen verliert und auseinander bricht.
Das wird bis hin zu revolutionären Gerichten gehen. Sollte das jetzt einem empfindlichen Leser zu weit gehen, so muss er heute sich schon entscheiden zwischen den revolutionären Gewerkschaften oder der ägyptischen Militärdiktatur, zwischen dem griechischen Kollegen, der abgekämpft mit 3 Jobs versucht, seine Familie satt zubekommen oder dem deutschen Konzernen, die mit ihrer Dumpinglohnpolitik die griechische Wirtschaft kaputt konkurriert hat und dem Jugendlichen in Europa oder Amerika ohne Zukunft oder den Vorständen der großen Banken.
Alle kapitalistischen Länder sind überschuldet bis geht nicht mehr, so dass Amerika sich als „Weltpolizist“ abmeldet und lassen die Völker mit ihren Existenzängsten allein. Da ist es doch klar, sie müssen jetzt ihre Sache in die eigene Hand nehmen.
Die in diesem Jahrzehnt überall entstehenden Streikräte werden sich umbenennen in Arbeiterräte oder Arbeiter- und Soldatenräte und die Doppelherrschaft derart ausbauen, dass auch andere Arbeiterabteilungen und Schichten mit ihren Delegierten dort dann vertreten sind, z.B. die Hausfrauen und -Männer, die Rentner, Bauern, Ärzte, Rechtsanwälte, kleine Ladenbesitzer usw., wichtig ist nur, wie oben schon erwähnt, dass das Zentrum in den Betrieben bleibt, aber das ist gerade in Europa kein Problem, da hier 85% der Bevölkerung zur Arbeiterklasse und deren Familie zählt.
Das Rätesystem wird wirklich demokratisch sein, denn hier kann jeder jede Woche in Abeilungs-. Betriebsversammlungen oder Verbandstreffen mitdiskutieren und beschließen, die Räte des Betriebes und die Delegierten zum Arbeiterstadtrat sind an die Beschlüsse der Basis gebunden und wenn sie sich nicht daran halten, sind sie jederzeit wieder abwählbar. Sollten neue wichtige Argumente beim Rat zu einer anderen Haltung führen, kann man das ja noch einmal diskutieren und den Kollegen aus dem anderen Betrieb seine Bedenken vortragen lassen.
Der Wirtschaftsplan selber ist viel einfacher als ein Business-Plan in den Konzernen. Jede Hausfrau hat das im Kleinen schon tausendmal durchexerziert. Sie plant, wie viele Gäste kommen am Sonntag? 4 + wir sind 9. Also kauf ich für 9 Personen plus einen mehr ein (Zur Sicherheit), fertig.
Da können die Kollegen übers Internet ihren Bedarf anmelden und so lässt sich die Planproduktion ermitteln und auch auf die Benutzerwünsche eingehen.
Quatsch, denkst Du, dass ist doch nicht so banal. Die Wirtschaft muss alleine in jedem Jahr um 2 bis 3% wachsen, dass muss doch auch eingerechnet werden!
Nein, eben nicht. Das macht eben den größten Unterschied zwischen Markt- und Planwirtschaft.
Wenn eine Maschine, die 20% schneller ist, angeschafft wird aber der Bedarf bliebe z.B. gleich. Dann können wir alle in der Plangesellschaft 10 Minuten früher nach Hause gehen und Kaffee trinken oder länger an der Geige üben, fertig.
Der Kapitalist geht ganz anders vor. Die Maschine muss sich für ihn auch bezahlt machen. Deshalb entlässt er 20% von den Fertigungsarbeitern oder er exportiert 20% mehr. Also hier muss die Wirtschaft ständig wachsen oder es gibt mehr Arbeitslose oder unser Kapitalist muss zum Insolvenzrichter.
„Nein“, meldet sich der Gewerkschaftsfürst, „es gibt noch eine vierte Möglichkeit, damit sich die Maschine amortisiert, wir verzichten alle auf 20% unserer Löhne.“ So läuft es ja in Deutschland und damit steigt der Export und der Gewinn der Bosse. In unserem Geldbeutel herrscht Ebbe, er wird immer früher leer. Das nennt man das Pferdeäppel-Theorem. Wir geben den Pferden ordentlich zu fressen, und wir Spatzen kriegen dann auch ein Bonbon und dürfen dann an den Pferdeäppeln naschen.
Die Gewerkschaftsfürsten vertrösten uns ja immer nach einer Kürzung, dass es danach wieder aufwärts ginge. Die Sozialdemokraten verspielen unser Geld in wenigen Jahren, das wir uns in Jahrzehnten erkämpft haben. 50% der Jugendlichen haben schon einen prekären Arbeitsplatz und können damit keine Familie mehr gründen.
Auch nach den Kürzungen werden die Konzernbosse weiter rationalisieren, weil der globale Markt mit Dumpinglöhnen sie dazu zwingen wird. Die Sozialkürzungen werden also weitergehen, obwohl die Produktivität steigt oder besser gesagt: Gerade weil die Produktivität steigt, wird der Sozialabbau weiter gehen.
Hast Du verstanden? Das ist kapitalistisch. Da gibt’s auch nix zu verstehen. Hauptsache, die Börsenkurse steigen und der Gewinn, denkt der Vorstand. Den Gewinn kriegt er von unseren Steuergeldern über die Bankenfonds bezahlt.
Da wird also wochenlang der Haushalt und über unsere Renten diskutiert, und heimlich wird noch mal das gleiche Geld ohne parlamentarische Kontrolle den Banken hintergeschmissen. Das ist kapitalistische „Demokratie“
Die griechische Wirtschaft machen sie kaputt, indem sie unsere Löhne kürzen, und dann sagen sie, die Griechen hätten nicht ihre Hausaufgaben gemacht. Aber da sind sie an den Falschen geraten.
Die griechischen Kollegen führen heute den 15. Generalstreik seit der Finanzkrise durch, den 3. in diesem Jahr. Die Wut über ihre 3 Jobs, die sie schon machen müssen, um Überleben zu können, wenn sie die Jobs überhaupt noch kriegen, wird sie bald zu einem unbefristeten Streik führen. Das wird die anderen Länder inspirieren, Spanien, Frankreich, Italien, Belgien usw.
Der Vorteil an der globalen ist nämlich auch, dass auch weltweit die Abwehrkämpfe sich entwickeln. Große Unruhen in China, obwohl dort Streiks verboten sind. Kämpfe in Ägypten, freie Gewerkschaften gegründet. Die USA kann nicht mehr den Weltpolizist spielen, ihre Kasse ist einfach leer. Die Länder werden immer weniger kontrolliert, China würde noch einige Zeitbenötigen, um die Weltherrschaft zu errichten, und die geknechteten Massen lösen sich langsam von ihren Ketten.
Große Umbrüche bahnen sich noch in diesem Jahrzehnt an. Die dramatischen Entwicklungen lassen dann Doppelherrschaften von basiskontrollierten Räten der Arbeiterklasse zu den repräsentativen bürgerlichen Demokratien vermuten. Jedenfalls werden die Massen sich diese starken Entwürdigungen nicht mehr lange hinnehmen. Im nächsten Jahrzehnt werden die Räte dann die bürgerlichen Scheindemokraten dann zum Teufel jagen. Die kriegen doch außer Schulden, Verelendung und Wirtschaftszusammenbrüche nichts mehr auf die Reihe.
Wir erleben gerade den Anfang vom Ende der Klassengesellschaften. Die Helden der Arbeit erwachen.

 

USA: Zur vorprogrammierten Inflation nun auch noch die Depression?
20.7.2011
Die Inflation in den USA ist vorprogrammiert, da die 1,5 Billionen Dollar, die sie sich derzeit pro Jahr leihen, sie zu 100% von ihrer eigenen Staatsbank FED bekommen, also von der eigenen Druckmaschine. Man muss dabei wissen, dass die USA nur 25% ihrer Ausgaben einnehmen.
Zu den derzeitig geliehenen 1,5 Bio. Dollar kommt noch, dass sie bis 2014 60% ihrer bisher geliehenen 14,2 Bio. zurückzahlen müssen, also gesamt 8,52 Bio. oder pro Jahr 2,84 Bio. Das wären die Neuschulden und die Rückzahlungen zusammen 4,34 Billionen Dollar pro Jahr oder 31% vom BIP, ohne dass dem eine Wertschöpfung gegenübersteht. 10% Inflation haben wir schon und wenn zu den 14 Billionen einfach noch 4,34 Billionen Dollar pro Jahr ohne Wertschöpfung zusätzlich gedruckt werden, dann wird der Dollarwertverfall exponentiell beschleunigt.
Hinzu kommt jetzt noch die Gefahr einer Depression, weil es zum Regierungsstillstand kommen kann.
Wie der Regierungsstillstand aussehen kann bekommen wir gerade in Minnesota vorgeführt: Seit dem 1. Juli ist die Regierung in Saint Paul nicht mehr zahlungsfähig, im Haushalt klafft akut ein Loch von 1,4 Mrd. Dollar. Zahlreiche Behörden sind seitdem geschlossen, zwei Drittel aller Beamten wurden in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Alkohollizenzen und Führerscheine werden nicht mehr ausgestellt, Lotterielose nicht mehr verkauft, Baustellen nicht mehr bebaut. Selbst die Nationalparks und die Rennstrecke sind geschlossen. „(aus Financial Times Deutschland)
Der chinesische Rundfunk meldet, dass Obama nach dem Ablauf des Ultimatums an die Republikaner den Notstand ausrufen will, dann könnte er alleine die Schuldengrenze ausweiten, sonst hätte das in Amerika keine weiteren, größeren Auswirkungen mehr.
Aber auch, wenn Obama die Schuldenerweiterung über 2,5 Bio. durchsetzt, werden diese schnell ausgegeben sein, da schon im August eine Rückzahlung über 500 Mrd. ansteht und bis zum Jahresende dann der Rest. Dann fällt Anfang nächsten Jahres gleich die nächste Tranche an.
Auch in Brüssel richten sie jetzt bald eine Dauersitzung zum EU-Retungsschirm ein. Das Depressionsgespenst wird im Kapitalismus nicht mehr verschwinden. Nur die vereinigte Kraft der Lohnabhängigen kann die dunklen Geister davon jagen.

 

Burt, der Schwertkämpfer aus der Unterstadt. In den Katakomben von Las Vegas (Reale Fiction)
30.7.2011
Vollkommen außer Atem hatte sich Burt zu seinem Nachtlager unten in der Kanalisation von Las Vegas geflüchtet. In der Unterstadt hausten hunderte der überflüssigen Entlassenen und aus ihren Häusern Geworfenen. Hier flüchtete er immer wieder hin. Es gab hier schon längst keine Sheriffs mehr, die gab es nur in der Oberstadt um sie immer wieder wie die Ratten hier runter zu treiben, damit die Touristen nur das Glitzer-Vegas zu sehen bekommen. Aber lassen wir ihn selber sprechen.
„Ich wischte das Blut vom Schwert an meinem Schlafsack ab, und kontrollierte das Putzergebnis, ich wusste ja nicht, ob einer über den Jordan gegangen ist und die Bullen hier auftauchen, aber die wagen sich nicht mehr hier rein. Der Gast von den Nachbarjungen leuchtete mir bei der Inspizierung des Schwerts mit seiner Taschenlampe.
Ich war von Kampf eben noch ganz geschockt und in dem Moment filmte mich gerade ein Reporterin aus Germany und stellte komische Fragen, so mit, wie nannte die das noch mal, „Arbeitslosengeld“, Jobgarantie, Mindestlohn und so was, ich weiß nicht, wovon die spricht, auch wenn sie guten, alten Texas-Slang redet. Ich habe auch schon die meisten Wörter vergessen. Hier unten reden wir auch nur Telegrammstil, da braucht es nicht viele Wörter, Okay?
Ich wollte mir gerade von meinem Kartoffelbeet neue Kartoffeln holen, da kamen zwei Jungs die Straße aus Phoenix runter und sahen mich meine Erdäpfel rauspulen, man, da fragt mich doch der Größere, ob sie auch ein paar haben könnten sie hätten schon seit Tagen außer Regenwürmer und Ameisen nichts mehr gegessen. „Das letzte anständige Dinner war eine Ratte, die uns in unserem Tunnelblock in Phönix nachts über die Bäuche lief“.
Sorry, erwiderte ich, die langen leider gerade mal für mich. Die Wohlfahrtsorganisationen kommen ja nicht zu uns in die Katakomben und zu ihnen rauf dürfen wir nicht mehr. Mein Kartoffelbeet liegt zwischen dem Bahndamm und dem Highway, müsst Ihr wissen. Ich hatte extra Büsche um das Kartoffelbeet gepflanzt, damit man das nicht so einsehen kann aber gerade heute war eine Schneise eingegangen und so konnten die Burschen mich sehen.
Verdammt, kaum habe ich mein Sprüchlein aufgesagt, da haben die sich mit gezückten Messern vor mich aufgebaut. Ich habe, seitdem ich in der Unterwelt lebe, immer mein Schwert griffbereit neben mir liegen und hielt sie damit auf Abstand, aber gleichzeitig griff ich mit der linken Hand mein Messer. Der Kleine umkreiste mich, um mich von hinten zu überwältigen.
Da stach ich schnell zu, nach vorne und nach hinten, doch nicht mit Sword-Burt, aber, Tatsache, das war nur Notwehr.
In diesem Augenblick kamen die Kumpels von denen und riefen, was los sei. Einer röchelte noch was von abgestochen, da fingen die an, scharf zu schießen. Ganz fix verdrückte ich mich über den Bahndamm und bin jetzt hier, Shit, ich muss ein neues Kartoffelanbaufeld finden, mmh, vielleicht hier in der Nähe, bei den Pueblos im Canyon? Ja genau, da könnte ich ja auch wohnen und da lassen einem die blöden Banken mit ihren Zwangsräumungen in Ruhe.
Ich war nämlich früher Frisörmeister mit Frau, Kindern, Ford und Haus und allem. Plötzlich waren da lauter Bauruinen, Casinos wurden geschlossen, die Bauarbeiter, Croupiers, Küchenleute und Hotelangestellten entlassen und plötzlich blieben meine Kunden weg, Job weg, Ford weg, Frau und Kinder weg und jetzt habe ich nur noch mein Schwert, das ist alles, was von 30 Jahren Plackerei übrig geblieben ist.
12 Millionen Familien sind schon aus ihren Häusern geworfen worden, wohnen in ihren Autos, im Zelt in den Tent-Citys oder im Wald, unter der Brücke, in der U-Bahn, in Fußgängerzonen oder wie wir, in der Kanalisation, das ist fast schon Luxus gegenüber allen anderen.
Ich unterhalte mich noch mit den jungen Leute links neben mir, mein Großvater wanderte 1926 aus Irland ein, wir hatten doch irgendeinen Grund gehabt, dass wir in diesem fucking Amerika blieben, frage ich, ich habe as vergessen. Yes, ihre Väter schwärmten immer von dem amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär, aber jetzt sind sie auch von der Deutschen Bank aus ihrem Doppelhaus rausgeschmissen worden und die ganze Familie wurde in alle Winde zerstreut.
Da meldet sich Donald, der mit dem Star & Stripes über seiner Luftmatratze rechts von mir zu Wort, nein, „natürlich denke ich positiv, es wird in Amerika wieder aufwärts gehen, daran glaube ich“. Der war früher Präsident der Abwicklungsgesellschaft NCL, da muss er ja so eine gequirlte Scheiße reden [Entschuldigt bitte Burts Fäkalsprache, aber die sprechen in der Unterstadt alle so, egal ob früher Rechtsanwalt oder von der Müllabfuhr. NN]
Plötzlich hatte keiner mehr Geld, auch für die Auflösungen der Pleitefirmen nicht mehr und dann lief es bei ihm wie bei mir: Job weg, Cadillac weg, Haus weg, Frau und Kinder weg und jetzt hat er nur noch seine Stars & Stripes und seine Luftmatratze.
„Aber ich bitte Dich, Don, wer glaubt denn noch daran, wenn man ganz unten ist. Jetzt haben die in Minnesota pleite gemacht und vorgemacht, wie es demnächst in ganz Amerika aussieht, hier, ich hab den Schnipsel extra aufgehoben:“
„Seit dem 1. Juli ist die Regierung in Saint Paul nicht mehr zahlungsfähig, im Haushalt klafft akut ein Loch von 1,4 Mrd. Dollar. Zahlreiche Behörden sind seitdem geschlossen, zwei Drittel aller Beamten wurden in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Alkohollizenzen und Führerscheine werden nicht mehr ausgestellt, Lotterielose nicht mehr verkauft, Baustellen nicht mehr bebaut. Selbst die Nationalparks und die Rennstrecke sind geschlossen.
"Den Finanzminister kommt dieser Stillstand teuer zu stehen", rechnet Thomas Stinson, Ökonom an der Universität von Minnesota, vor. "Die Lotterie spielt rund 10 Mio. Dollar im Monat ein, weitere 4 Mio. kommen aus den Parks." Dass auch die Beamten, die das Geld säumiger Steuerzahler eintreiben, nicht mehr arbeiten, koste sogar 50 Mio. Dollar. "Außerdem geht das Aufkommen aus Einkommensteuer und Mehrwertsteuer spürbar zurück."
Und jetzt das gleiche in Washington, man, 4,34 Billionen machen die jetzt Schulden jedes Jahr, 1,5 neue und 2,84 alte, und da sind die Zinsen noch gar nicht eingerechnet. Im August fallen schon wieder Kreditausläufe von 500 Mrd. an, da sind die 2,5 Billionen Schuldenausweitungen zum Jahreswechsel wieder weg. Wir haben derzeit schon 103% Schulden vom BIP und in ein paar Jahren, wenn die 2. Kreditcharge ausläuft, kommt die 3., und dann muss Amerika schon 7 Billionen jährlich zahlen und niemand leiht uns dann noch was. Heute schon kauft nur noch die FED die US-Staatsanleihen und garantiert das mit unseren den Pensionsfonds. Die sind auch schon bald alle und dann garantieren sie die Dollardruckerei mit unserem Basketball national Team, so wie die Spanier jetzt Ronaldo als Garantie eingesetzt haben, aber dann gibt’s hier auch ne Revolte, wenn unsere Stars alle nach China verkauft werden.
In diesem Punkt gab er mir Recht, wobei er aber sonst immer an die „tea party“ glaubte, aber woher ich dann das alles wüsste? wollte Donald wissen.
Na ja, ich treffe mich öfters mit meinem alten Kollegen Ronald an der Grenze zur Oberstadt, der hat einen Cousin mit einem Altmetallhandel und da hat er noch einen Job bekommen. Die kriegen das Alteisen von denen die die Leitplanken, Schilder oder Gleise abschrauben und schicken das Containerweise nach China. Der Ronald liest immer im Internet, spricht auch German und liest dort die Linke Zeitung, daher weiß er das alles und erzählt mir das immer. Morgen treffe ich ihn wieder, mal schauen, was er von meinem Plan mit den Pueblos hält.
Also, fuhr ich fort, werden letztlich wie in Minnesota Millionen Beamte, Sheriffs, Feuerwehrleute, Lehrer, Zootierpfleger, Museumswärter und und und auf der Straße und bei uns in der Unterstadt landen, In den Staaten läuft bis jetzt wenig dagegen Nur in Wisconsin gab es mal ne gute Sache.
Die Europäer machen das richtig. Ist Dir schon mal aufgefallen, lieber Donald, dass die Länder, bei denen es schon permanente Aufstände gibt, genau identisch sind mit den antiken Hochkulturen? Karthago, heute Tunesien, Leptis Magna, Tripolitanien, Kyrenaika, heute Libyen, Ägypten, der Fruchtbarer Halbmond mit Israel, Jordanien, Syrien und Mesopotamien, heute Irak, die verarbeiten erst mal den Krieg, dann die Königin von Saba, heute Jemen, kennst Du das Girl, die musste beim Salomon über den Spiegel laufen und dann ging er mit ihr.
Gut, dann weiter mit Griechenland, Spanien, da kommt Hannibal her und zum Schluss Italien da gab es schon viele Besetzungen, da wird es auch demnächst abgehen. Mit den Hochkulturen rein in die Klassengesellschaften und mit den 3 bis.5000 Jahre alten Ex-Hochkulturen wieder raus aus den Klassengesellschaften. Das liegt vielleicht am milden mediterranem Klima?
Wir hatten ja auch die Majas als antike Hochkultur gehabt und die haben ja auch schon in Oaxaca eine Revolte ausprobiert“
„Ach, Du bist so’ne Hochkultur“, wandte Don ein, „Du träumst vielleicht vom fruchtbaren Halbmond“
„Ja, Du denkst nur an Feuchtgebiete, aber das ist ein Begriff aus der Archäologie und ein klimatisches Gebiet. Hier, die Jungens haben zufällig ihren Laptop dabei. Wiki-Zitat: „Das Gebiet gilt als eine der Ursprungsregionen der Neolithischen Revolution, des Übergangs von der nomadischen Lebensweise zu Ackerbau und Viehzucht sowie später als Gebiet mit einigen der ältesten Stadtkulturen der Welt.“ Da liegt z. B. Aleppo, die älteste Stadt der Welt oder Damaskus, auch schon wie Kairo 3000 Jahre alt.
Bei Dir fing ja alles erst vor 5000 Jahren mit der Schöpfungslehre an. Nach Deinen christlichen Fundis hat der Mensch zusammen mit den Sauriern gelebt, danach würde ja doch die Geschichte mit Fred Feuerstein mit seinem Saurier-Taxi stimmen.“
„Ach“, sagt da Donald, „Die 11.000 Jahre alte Neolithische Revolution ist doch nur eine Erfindung von Wikipedia.“
„Nein“, versuchte ich ihn aufzuklären, „Der Mensch ist schon 2,5 Millionen Jahre alt und die Saurier sind vor 60 Millionen Jahren ausgestorben. Warum erzählt denn Dein Noah Mythos nur was von Tauben und Raben, aber nichts von einem Flugsaurier, hä? Weil die Raptoren schon längst ausgestorben sind. Du mit Deiner „Tea Partie“. Die reißen uns morgen am 2.8.11 erst richtig in die Krise rein. Bei denen endet das so wie in Oslo, Alle gegen Alle.
Komm jetzt schlafen wir. Ich wollte mich morgen um 7 Uhr früh vor seiner Arbeit mit Ron treffen, da will ich noch ne Runde pennen.“
Don murmelte noch „Träum noch von Deinem Halbmond“, aber so, wie man sich Burts Gesichtszuckerei erklären konnte, träumte er eher von der Schießerei wegen seiner Kartoffeln heute Nachmittag. Nur noch ein leises Schnarchen drang durch die Katakomben und die Geister des Verfalls und des Aufbaus eroberten die Nacht.
Vielleicht kann man sich Burts Beobachtung der Identität der antiken Hochkulturen mit den Ländern mit Aufständen auch so erklären, dass man sich zwar das Entstehen der Klassengesellschaften mit dem milden Mittelmeerklima im Zusammenhang mit den Kupfervorkommen erklären kann, aber die Aufstände rühren doch eher daher, dass mit China das Ende des Marktes erreicht ist und die Zusammensetzung des Kapitals annähernd seinen Höhepunkt erreicht und somit eine parasitäre Klasse keinen Raum und keine Berechtigung mehr hat, sie sind die wirklichen Überflüssigen und sollten sich bei uns Hand- und Kopfarbeitern einreihen. Sie sind nichts Besonderes.
Die alten herrschenden Klassen um das Mittelmeer sind bereits so verkommen, dass sie angesichts ihres Endes die Korruption auf die Spitze getrieben haben. Die einfachen Völker dort jedenfalls haben die Klassenunterdrückerei vollkommen satt. Aber wir wollen einer künftigen Untersuchung die Beantwortung der sicher hochinteressanten Frage überlassen.
Was aus dem Umzug von Burt in den Canyon geworden ist, erzählt er uns das nächste Mal, vielleicht hat er ja auch eins andere Lösung für seine Kartoffeln gefunden.

Halbzeitbilanz der Todeskämpfe des Kapitalismus!
27.8.2011


Rosa Luxemburg hat in ihrem Buch „Die Akkumulation des Kapitals“ auf der Grundlage des Wertgesetzes von Marx sehr schlüssig nachgewiesen, dass der Kapitalismus an die Grenzen des Marktes recht unsanft stoßen wird. Karl Marx dagegen ging in der Frage der erweiterten Reproduktion von einem ausgeglichen Markt aus und sah das Ende des Kapitalismus mit dem tendenziellen Fall der Profitrate nur als ein langsames Einschlummern.

Die marxistische Wissenschaft hat Rosas Thesen bisher - außer Tony Cliff - nicht ernsthaft untersucht, weil ihr einige unbedeutenden rechnerischen Fehler unterlaufen sind. Der wesentliche Hinderungsgrund ist aber ihre Behauptung, dass der Überschuss im Konsumsektor nicht in den Produktionsmittelsektor übertragen werden könne und damit suggeriert, dass der Kapitalismus von Anfang an nicht lebensfähig hätte sein können.

Jeder hat aber gesehen, dass das Kapital 100 Jahre lang mun muter prosperierte. Damit verlor man auch ihren grundsätzlichen Gedankengang von der Verengung der Märkte aus dem Auge. In der Tat führt diese Verengung auch zu einem schnelleren Fall der Profitrate. Lange vor dem Ende des Kapitalismus wird es zu den von ihr beschriebenen Katastrophen kommen, wir stehen schon mitten drin und sie stehen uns bis zu den Fußknöchel.

Der Überschuss vom Konsumsektor kann sehr wohl in den Produktionsmittelsektor übertragen werden. Strom des Privatkunden kann auch in der Industrie eingesetzt werden. Aber genau diese Überlegung zeigt auf, wenn es dann nicht mehr so läuft, wenn sich doch die ganze Sache umkehren würde, fährt die ganze Sache gegen die Wand.

Wenn der Investitionsgütersektor weltweit schneller sinken wird als die Löhne, ergibt sich ein Überschuss im Produktionsmittelsektor I, der nicht mehr in den Konsumsektor II übertragen werden kann, Frau Müller kann in der Küche eben keine Stanzmaschine gebrauchen. Mit der Überschreitung dieses „Points of no Return“ der Produktion würde es ziemlich schnell zu einer Erodierung der Weltwirtschaft kommen. »Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei« stellt Rosa Luxemburg fest. Zu dem ganzen Unheil kommt jetzt auch noch hinzu, dass China bereits angefangen hat, den Weltwirtschaftsmotor USA in der Weltherrschaftsrolle abzulösen. Der Wirtschaftstätigkeit im Kapitalismus würde nach dem Point of no Return schlagartig zum Erliegen kommen.

Genau das ist auch im Frühjhr 2009 auch eingetreten und prompt krachte das Bruttoinlandsprodkt det Wirtschaft in der BRD, dem Vorzeigeland des Kapitalismus, trotz Abwrackprämie und Kurzarbeitergeld um 6,9% ein. Hier hat sich die geniale Einschätzung vor 100 Jahren als genau richtig erwiesen. Ihre prognostierten „Todeszuckungen des Kapitalismus“ sind nun in die 2. Runde getreten und drücken sich mit der massiven Verschldung aller Staaten aus.

Die durchschnittliche Profitrate im verarbeitenden Gewerbe ist nach Robert Brenner, „Boom & Bubble“, S. 53, 1993 auf 3,5% gefallen, weit unter dem Finanzmarktzins. Das Kapital fand immer weniger profitable Anlagemöglichkeiten um den Mehrwert zu kapitalisieren. Seit 1982 hat das Kapital die Kaufkraft der Löhne wegen der fallenden Profitabilität nicht mehr erhöht. Ab 2000 sanken die Reallöhne gar bis 2009 in Dutschland um 4,5%. Von den massiven Sozialkürzungen war im Wesetlichen die 1. Runde des Todeskampfes des Kapitalimus geprägt, begleitet von den Veteilungskriegen des Imperialismus für ihren Endkampf.
Die sozialen Kürzungen hatten 1. in den USA die Subprimemarktkrise ausgelöst, was  wiederum zu der weltweiten Finanzkrise führte und 2 die Investitionen zurückgedrängt, was dann zu dem Produktions-“Point of no Return“ im Frühjahr 2009 gefürt hat. Der Rubikon, der Punkt ohne Wiederkehr war nun überschritten.

Dieser Produktions-“ Point of no Return“ eröffnete nun die 2. Runde, die von den Staatsschulden geprägt war.
Allen voran dabei geht der bisherige Wirtschaftsmotor, die Vereinigten Staaten, sie sind mit 14,28 Billionen Dollar Schulde bzw. 103,0% vom BIP in 2011 mit dabei. Ihre Verschuldung wächst in jedem Jahr um 1,6 Bill. Dollar neue und 2,84 alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere, zusammen also 4,64 Bill. Dollar. Alleine im August 2011 wurden ½ Billiom alte Staatsanleihen fällig. Die Rückkehr zur Schuldenfreiheit wird nicht mehr möglich sein. Der Flug in die Überschuldung kann nicht mehr abgebrochen werden. Das wird ihnen niemand mehr leihen wollen, das werden sie nur noch über die Duckmaschine hereinholen können und das heißt Hyperinflation.

Dazu kommt jetzt noch, dass wegen des Auslaufens des Kojunkturprgrammes der USA die Verkäufe zurückgingen und die Arbeitslosigkeit steigt. Ein Betrieb nach dem anderen, eine Bank nach der anderen, werden in de Insolvenz gehen werden. Die ganz großen Betriebe, Banken und Versicherungen wird der Staat nicht pleite gehen lassen wollen, also wird er von dem Turbo-Gang in den Super-Turbo-Gang-Extra schalten.

Die Inflation beträgt jetzt schon real 13%, wenn man die Boskin-Betrügereien und hedonischen Taschensielertricks wieder rausrechnet. Die Geldbörsen der Lohnabhängigen werden immer früher schon leer sein, während der Staat bekannt geben wird, dass die Inflation zurückgehen würde.

Ab 2013 oder 2014 wird das in Amerika in die Hyperinflation über 50% übergehen und in die 3 und letzte Runde führen. Das würde bedeuten: Notgeld, Hunger, Suppenküchen, Diktatur, Auflösung des Staates, Privatisierung der Armee, Warlords, Vandalismus usw.

In Europa standen die Schulden bei 9.5 Billionen Euro bzw. 85% vom BIP. Davon ist Griechenland zu nennen mit 157,7%, Italien mit 120%, Irland mit 112%, Portugal mit 102%, Belgien 97%, Deutschland mit 86,0% und Frankreich mtt 86%. Bei allen diesen Ländern ist der Tilgungs-„Point of No Return“ auch überschritten,

 Spanien steht zwar nur mit 60% und Großbritannen mit 80,0% in den Schuldbüchern, aber dort sind die Hyothekenprobleme derart hoch und in England steht noch dazu ein Sozialkürzungsprogramm über 90 Mrd. an, so dass die Wirtschaftsanalysten mit größeren Unruhen rechnen werden, einen Vorgeschmack haben wir in Spaneien mit der Jugendbewegung und auch in England mit den verzweifelten Jugendvandalisten geshen. Da steckt noch ein Riesenpotenzial drin und in Spanien geht es nun auch in die richtige Richtung.

Auch in Europa stehen in Griechenland, Italien, Irland, Porugal und Belgien alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere an, so dass durch die Sozialkürzungen gar nichts mehr erreicht werden könnte. Das gleiche gilt im besonderen Maße für England, ab 2012 auch für Frankreich und Deutschland.
Auch hier wird man, wie in den USA, nur ein Jahr später, von einer Hyperinflation reden müssn, denn die weiteren Staatsanleihen für die überschudeten Länder, kauft die EZB, und das heißt Euro drucken, drucken, drucken.

Japan hat 229.1% Schulden, Brasilien 65,7% und Kanada 84,2. China hat zwar nur in den Regionen 78% Schulden, das sind gesamt nur 17,1%, aber in Asien spielt wie auch in Indien mit 68,2% Schulden und 9,5% Inflation auch mehr die Inflation eine Rolle, 22,4% in Vietnam und 6,5% in China. Um die Inflation zu dämpfen, hat China die Privatkreditvergabe gezügelt, die Autokäufe von Mercedes, BMW, Audi und Porsche gingen zurück und prompt sank das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 0,1%, in Europa 0,2%. In Amerika und in Europa stagniert die Wirtschaft.

In Deutschland halten nur noch die Inestiionende Wirtschaft gerade so im Gleichgewicht. Wenn die Konzernherren auch das mitgekriegt haben, dass im Binnenkonsum und im Export egal wohin, nichts mehr läuft, dann geht es weiterabwärts. China hat jetzt erst einmal mit seiner Inflation und mit seinem Wohnungsleerstand zu tun.
In einem Report mit dem Titel „Worst-Case-Debt-Szenario“ warnt die Anlageabteilung der Société Générale [der größten Bank Fankreichs, vom 23.9.09] vor einem totalen Kollaps der Weltwirtschaft innerhalb der nächsten zwei Jahre. Grund: Wirtschaften brechen unter der globalen Schuldenlast zusammen. Der Ausblick wurde vom Leiter der Anlagestrategie der Société Générale, Daniel Fermon, verfasst.

In dem Report wird darauf hingewiesen, dass die Rettungsmaßnahmen der letzten Zeit lediglich private Verpflichtungen in Staatsschulden transferierten. Da fast alle Staaten der westlichen Industrienationen aber bereits jetzt schon unter einer hohen Schuldenlast litten, drohe schon in naher Zukunft neues Ungemach.
Die generelle Schuldenlast in fast allen reichen Staaten sei viel zu hoch, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, so die Analyse der Bank. So würden private und öffentliche Schulden in den USA 350% des BIP ausmachen. Die Experten sprechen von einem harten Weg des „Deleveraging“ in den kommenden Jahren.

„Bis jetzt könne niemand mit Sicherheit sagen, ob wir einem globalen wirtschaftlichen Zusammenbruch entkommen sind“, heisst es in dem 68-seitigen Report.

Staaten und Regierungen hätten ihr fiskalisches Pulver bereits verschossen. Aber auch ohne neue Konjunkturprogramme würden öffentliche Schulden in den nächsten zwei Jahren explodieren. So sieht die Studie den Schuldenstand von Großbritannien auf 105%, in der Eurozone auf 125% und in Japan auf 270% des BIP steigen.“

Die Börsen krachen in der ganzen Welt ein, die Wirtschaftsanalytiker verlieren immer mehr den Glauben an ihr eigenes Kartenhaus. "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“, schreibt der erzkonservative Charles Moore im „Daily Telegraph“, der offizielle Biograph von Margaret Thatcher und der FAZ-Redakteur Frank Schirrmacher fügt dem in seinem Bericht darüber hinzu: „Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.“
Nun gut, die ersten Kapitalverfechter beginnen zu zweifeln, aber die Wirtschaftsbosse und deren Politiker lassen sich von den ganzen Fakten nicht erschüttern, weil sie ja bei einer linken Politik alle ihre schönen Privilegien verlieren würden. „Der derzeitige Marktzustand wird sich wieder umkehren“, sagt Viktor Shvets von Samsung Securities. Nach einem Ab käme auch wieder ein Auf, ist die herrschende Meinung.

Vollkommen falsch. In Deutschland fingen wir nach dem Krieg 1955 mit einem Wirtschaftswachstum des BIP mit 11,8% an, so hoch wegen des Korea-Krieges, mehr wie in China heute. Der kleine Trend ging immer auf und ab, aber die große Tendenz ging stetig seit den 50er Jahren abwärts bis jetzt auf 0,1. Den gleichen Kurvenverlauf von 10% Richtung 0 konnte man in der ganzen Welt beobachten auf jetzt Europa 0.2, Amerika 0, Japan 0.

Nur Japan fing mit dem Hochindustriesektor erst in den 60er Jahren an wie jetzt China. In China wird die Kurve sogar schneller fallen, weil immer mehr Länder als Impoteure ausfallen werden.

Mit einem Nullwachstum könntest zwar Du persönlich leben, aber nicht so der Kapitalismus. Jeder Kapitalist rationalisiert und produziert blind etwas mehr wie im letzten Jahr in der Hoffnung, von seinem Konkurrenten einen Marktanteil erobern zu können, nur jedes Jahr the same proceduure, der Konkurrent rationalisiert auch, der Durchschnitt der kalkulierten niedrigeren Kosten beider Konkurrenten setzt sich als neuer Wert durch, die Profitrate fällt und da der Markt gleich bleibt, gibt es mehr Arbeitslose, Überprodukton und Betriebsschließungen

Ebenso läuft der tendenzielle Fall der Profitrate gegen Null und es wird immer schwieriger für das Kapital, für den Profit noch profitable Anlagemöglichkeiten zu finden. Die Profitrate in der Produktion liegt bereits unterhalb der des Finanzmarktes, und das heißt Profiteckerei von der Substanz bei den Heuschecken, Weißwäsche von Waffen-, Rauschgift- oder Frauenhandel, Zocken mit Derivatenschwindel mit CDS-Gaunereien oder mit Leerverkäufentricks.

Die Grenzen des Marktes sind nach China erreicht, da die Erde nun mal eine begrenzte Kugel ist, und keine unendliche Fläche.
Die zweite Hälfte in der 2. Runde wird weiter geprägt sein von grenzenlosen Staatsschulden die in den USA schon sich selber eingeholt haben. Die mehr als doppelte Zahlung der Schulden treibt die Druckmaschine in den Turbo-Gang. China und Indien sind schon auf Gold von  den US-Staatsanleihen umgestiegen. Amerika kann nur noch unwesentliche Käufe seiner Staatsanleien erwarten. Drucken ohne Wertschöpfung heißt Inflation. So schnell, wie jetzt der Goldpreis steigt, kann man gar nicht mehr schauen, die Unze stieg in 3Wochen von 1.483 Dollar um 365 Dollar, das ist eine Verzinsung von ca 430%. Da muss die Inflation schon in den USA bei 13% liegen, auch wenn jetzt die Nachfrage aus Asien noch gestiegen ist, und in Europa ist sie auch angezogen.

Die Inflation und die Auflösung der kapitalstischen Gaunerstaaten wird dann auch die 3. Runde Ende der 10er Jahre prägen. Aber auch nicht überall, denn es passiert jetzt schon etwas Gegenläufiges, Aufstände mit Forderungen nach Demokratie, mehr Geld, Arbeit und Brot.

Gleichzeitig läufen die Aufstände in 6 Ländern: Griechenland, Spanien, Tunesien, Ägypten, Israel und Lybien. Syrien und Jemen kann man da noch nicht einbeziehen, da die Bewegungen dort zu sehr von ausländischen Machthabern gesteuert sind, aber weiter in eine Basisrichtung wird auch das laufen.

Die Länder, bei denen es schon permanente Aufstände gibt, sind genau identisch mit den antiken Hochkulturen: Karthago, heute Tunesien, Leptis Magna, Tripolitanien, Kyrenaika, heute Libyen, Ägypten, der Fruchtbarer Halbmond mit Israel, Jordanien, Syrien und Mesopotamien, heute Irak, die verarbeiten erst mal den Krieg, dann die Königin von Saba, heute Jemen

Gut, dann weiter mit Griechenland, Spanien und zum Schluss Italien, das ist der nächste Kandidat.

Die alten herrschenden Klassen der Hochkulturen hatten sich bei der Weiterentwichklung zm Feudalisms nicht mehr mitentwickelt und sind bereits so verkommen, dass sie angesichts ihres Endes die Korruption auf die Spitze getrieben haben.
In Griechenland und Ägypten wurden schon basisdmokratisch Streikräte gewählt, d.h. dass sie keine besondere Vergütung bekommen, dass sie an die Beschlüsse der Basis gebunden und jederzeit wieder abwählbar sind. Das ist Istzustand, zwar nur vereinzelt erst, aber keine Science Fiction. Die Aufstände werden auf Grund des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit immer umfangreicher und erobern immer Länder. Als nächstes ist Italien dran. Deren Zinsen für Staatsanleihen fielen nur von 6 auf 5%, nachdem die EZB u.a. italienische Staatsanleihen gekauft hat.

Dass das schnell verpuffen wird, sehen wir schon an den griechischen Anleihen, für die Griechrenland trotz EZB-Kauf 44% Zinsen zahlen muss, heute 47%. Die Streikräte werden natürlich mit den Aufständen immer mehr zunehmen und statliche Aufgaben übernehmen. In Spanien sorgt heute schon ein Komitee dafür, dass die Menschen nicht aus ihren Wohungen geschmissen werden.

Ab einem bestimmten Umfang verwandelt sich die Quantität in Qualität. Die Streikräte nennen sich in Arbeiterräte um (oder so ähnlich) mit gleichen drei Satzungspunkten, vernetzen sich national und errichten zu der bürgerlichen Herrschaft eine nicht anerkannte Doppelherrschaft. Die Doppelherrschaften der Arbeiterräte werden die Staatspleiten und die Inflation in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre begleiten.
Die Bourgeoisie wird wie das alte Rom die Inflation mit Notgeld und Festpreisen versuchen, in den Griff zu bekommen. Hier und da wird das auch zeitweise gelingen. Das Kapital wird aber nicht freiwillig aufgben und immer wieder ihren geraubten Teil dem Wirtschafskreislauf  entziehen, das es immer weniger für sie profitable Anlagemöglichkeiten gibt Letztlich werden die Arbeiterräte genug von dem bürgerlichen Gezaudere bekommen und in den 2020er Jahren in einem Land nach dem anderen die ganze Macht erobern.

Es wird sich dann sehr schnell zeigen, dass eine demokratische basisorientierte planvolle Wirtschaft viel produktiver ist als der menschenverachtende Kapitalismus, weil im Kapitalismus die Erfindungen und Entwicklungen von vornherein auf den Profit ausgerichtet werden und die Menschen nicht frei für ein wirkliches Brainstorming sind.

Alle Menschen sind in einem Sozialismus von unten gleichermaßen wertvoll und werden, da die Produktivitätssteigerungen auch allen Menschen zugute kommen (durch entweder mehr Reichtum oder mehr Freizeit) sich an den Entwicklungen oder Verbesserungsvorschlägen beteiligen.

Insgesamt wird es sich zeigen, dass wir an der Schwelle zur freien Gesellschaft stehen, die Aussichten stehen wirklich nicht schlecht. Einige Opfer wird es sicher noch geben, aber dann werden wir ein Land erreichen, in dem wir jede notwendige Veränderung mit der Vernunft erreichen können, eine herrschende Klasse wird dem nichts mehr entgegenstellen, weil es sie gar nicht mehr gibt, sie hat sich einfach integriert. Norbert Nelte

 

Der „Ökonomische Dschihad“-Schwindel des Spiegels
5.9.2011
10 Jahre nach dem 11.9. haben die USA sich in Afghanistan festgesetzt. Damit ist nun China von dort sowie Japan, Korea und Taiwan aus eingekreist und in die Zange genommen worden. Die Politiker des Weltkapitals konnten den Neokolonialismus inzwischen zum Normalfall werden lassen und die Bevölkerungen aller Länder sehen entsetzt, ohnmächtig und paralysiert auf die Mordlust ihrer Repräs- entanten.

Nun kann man einen Schritt weiter gehen, denken die Kapitalvertreter und senden ihre Propagandisten an die Front.

Die Zusammensetzung des Kapitals hat schon mit 93% Kapitalanteil in den Warenwerten der Industrie nahezu ihren Höhepunkt erreicht. Da die Arbeit die wesentliche Quelle des Mehrwertes ist, ist die Profitrate in der Produktion schon weit unter den Finanzmarktzinssatz gefallen, sie tendiert praktisch gegen Null. Wir wissen, Autos kaufen keine Autos. Die Konzerne können ihre Gewinne nur mit ihren Finanzpapieren aufbessern, die schon 90% ihrer Renditen ausmachen. Gleichzeitig ist nicht zufällig der Markt nach China derart verengt, dass er kaum noch nach außen ausgeweitet werden kann.

„Wodurch überwindet die Bourgeoisie die[Überproduktions]-Krisen?“fragen Karl Marx und Friedrich Engels im Kommunistisches Manifest„Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte."
Aber was macht das Kapital? Es ist nicht die fallende Rendite oder der verengte Markt an der Absatzstockung schuld, nein, nein, neue Märkte hätte man auch gar nicht mehr; Dafür hat das Kapital doch einen Feind [geschaffen], den man bei Bedarf wie eine Buhmann-Marionette aus der Kiste holen kann: die El Kaida.
Ulrich Schäfer, Ressortleiter bei der Süddeutschen Zeitung, vorher Spiegel  und Autor des Propaganda-Buches: „Der Angriff. Wie der islamistische Terror unseren Wohlstand sprengt“ entwickelt in seinem Essay im Print-Spiegel Nr 32/2011 S. 74 „Ökonomische Dschihad. Wie der islamistische Terror die westliche Wirtschaft sprengt“ die Propaganda, dass Al Kaida in Amerika und in Europa die Wirtschaft mit ihrem Terror empfindlich traf,  dass sie sogar die Hauptschuld an der ganzen Finanzkrise tragen würde. Der Spiegel hat auch diesen Print-Artikel in das Internet gesetzt, das macht er nur selten. Wahrscheinlich hat er damit etwas Besonderes vor.

Der Artikel fängt schon sehr seltsam an: „Was der junge Mann“ aus Hamburg natürlich den Ermittlern erzählt, „klingt bedrohlich“ Also, diesmal ist es ein junger Mann, kein Mohammed, Ismael oder Ata, nein, einfach ein junger Mann, der „mehrere Monate in einem Ausbildungslager von al-Qaida in Pakistan verbracht hat“. Nun, dann wird normal schon ein Riesenwirbel gemacht, Gerichtsverfahren, mehrere Jahre Gefängnis und Vor- und Zuname hier nichts, keine Festsetzung, kein Name, kein Staatsanwalt, kein Garnichts, eben nur ein junger Mann oder war das vielleicht ein Undercover, bei dem macht man auch kein Gerichtsverfahren? Das klingt schon ziemlich toll.

Dieser „junge Mann“ jedenfalls soll gesagt haben: "Das, was wir im Kopf haben, da kommt nicht einmal der Teufel drauf", soll er gesagt haben.“ Schäfer zitiert also nicht vom Protokoll, es gibt gar kein Protokoll, er zitiert vom Hörensagen, vom Weitersagen, von wem hat er das gehört, kein Wort

„Durch die Attacken von New York und Washington haben die Terroristen einen Prozess mit in Gang gesetzt, an dessen Ende die heutige Krise steht. Sie haben die Industriestaaten dazu gebracht, ihre Wirtschaft durch eine Flut von Sicherheitsauflagen und Kontrollen zu lähmen. Sie haben die USA, aber auch den Rest der westlichen Welt zu einer waghalsigen Politik genötigt, die den Keim für die Wirtschafts- und Finanzkrise barg. Zwischen dem 11. September 2001 und der Lehman-Pleite am 15. September 2008 lassen sich dabei drei Verbindungslinien ausmachen - drei Ketten von Ereignissen, die fundamental waren für die Entwicklung der Weltwirtschaft und den Zusammenbruch der Finanzmärkte.“

Diese drei Verbindungslinien wären nach Schäfer
1. Das ist die Politik des leichten Geldes,
2. Das ist das teure Öl.
3. Politik der hemmungslosen Verschuldung
Also die Amerikaner haben wegen der Anschläge am 11.9. dann auf Pump gelebt, vorher nicht. Schwups, hatten sie ab 11.9. praktisch 15 Kreditkarten in ihrem Portemonnaie gehabt.
„Nach den Attacken von New York und Washington nahm sie Kredite ohne Unterlass auf, um den Krieg gegen den Terror bezahlen zu können:“ dichtet sich Schäfer zusammen. Aber Amerika hat 14,6 Billionen Dollar Schulden und 1,2 verschlangen „nur“ die Kriege im Irak und Afghanistan. Es steht noch der Bankenrettungsplan TARP der US-Regierung mit 23,7 Billionen Dollar aus. (LeMondediplomatique, S 50). Das sind nur die Bankenrettungen. Was wird davon von den Banken überhaupt zurück bezahlt. Das meiste Geld muss sowieso der Staat noch zahlen. Da haben also die Banken Millionen Hypotheken-Kredite an Kunden gegeben, die das gar nicht zurückzahlen können, nur wegen der El Kaida, oje, und vor dem 11.9. habe die Banken doch auch ihre Kredite doch auch leichtsinnig vergeben, auch wegen El Kaida?
In Deutschland schreibt das Statistische Bundesamt Deutschland:
„Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben die im Jahr 2010 neu gegründeten (beziehungsweise in Geschäftsbetrieb gegangenen) „Bad Banks“. Die Übertragung von Risikopapieren der Hypo Real Estate in die FMS Wertmanagement sowie die Stützungsmaßnahmen der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB erhöhten den Schuldenstand zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro.“
Aber der Schäfer weiß das besser, die 232 Mrd. haben die HRE und WestLB nur aufgenommen wegen der Buben, genannt Kölner Kofferbomber und der Sauerland Bande. Das ist absolut absurd. Hat der Schäfer das ganze vielleicht mit dem Kölner Karneval verwechselt?
Die weiteren größten Schuldner außer den USA und Deutschland sind Japan mit 9,8 Bio. Euro, Italien mit 1,8 Bio. Euro, Brasilien mit 1,8 Bio. Euro und Frankreich mit 1,6 und in allen diesen Ländern gab es so schrecklich viele El-Kaida Überfälle, dass die armen Politiker sich nicht anders zu helfen wussten, als sch in überdimensionale Schulden zu stürzen. Hilfe, in all diesen Ländern gab es noch keinen so genannten El-Kaida Überfall, dass mancher von deren Bevölkerung dort gar nicht weiß, was El-Kaida ist, das hört sich so orientalisch an, ist das ein Bauchtanz oder was zu Essen?
Das alles ist so abstrus, an den Haaren herbeigezogen, dass niemand sich vorstellen kann, wie ein Wirtschaftsjournalist, der doch die Faktenlage etwas mehr kennt, der schon mehrere Bücher über die Wirtschaft geschrieben hat, noch dazu Ressortleiter bei der SZ ist, wie der so einen Unsinn zusammen schreiben kann.
Vielmehr kommt die Vermutung hoch, dass der Staat sich auf seinen unumstößlichen Untergang vorbereitet, dafür einen schwarzen Peter aufbaut und einen Schreiberling dafür gesucht hat. Vielleicht hat ja auch Ulrich Schäfer den Auftrag für das Buch von der Bertelsmann-Stiftung oder direkt vom BND bekommen, er wäre ja nicht der erste Auftragsschreiber.
Schäfer weiß sehr wohl, wovon er spricht. In dem Artikel der SZ Bundesbank Schützenfest geht er schon kritisch mit Sarrazin um: „Eigentlich darf sich über Thilo Sarrazin und sein unsägliches Interview, in dem er die in Berlin lebenden Ausländer beschimpft und beleidigt hat, niemand wundern.“ Schäfer ist sicher kein Rassist.
Aber als Öffentlichkeitsarbeiter weiß er auch, welche Wirkung sein Buch in der Öffentlichkeit haben wird. Von Kleinbürgern fällt schon öfters die Äußerung, dass die Moslems schuld an der Finanzkrise wären. Es wird gar nicht mehr unterschieden zwischen „moslemischer Terroristen“, Fundamentalisten oder liberaler Moslems. Sarrazin hatte in der Öffentlichkeit eine Zustimmung von 80%, da wurde alles durcheinander gerührt, aber die Mehrheit durchschaute das nicht.
Nach dem 11.9. urteilten manche Menschen in meinem Umfeld, die Moslems seien doch aggressiver als die Christen. Ich konnte das mit Saladin, der alle Christen bei der Eroberung Jerusalems hat leben lassen und König Löwenherz, der alle 3.000 Moslems hat umbringen lassen oder anderer Beispiele nicht wieder aus ihren Köpfen raus bringen. Die Hetze gegen die Moslems lief vom Staat immer weiter. In einer Diskussionssendung im Bayrischen Rundfunk ein Jahr nach dem 11.9. behauptete ein Pressesprecher eines evangelischen Gremiums sogar, dass alle Kopftuchträgerinnen für den Dschihad wären. Es wurde kein Unterschied mehr gemacht zwischen traditionellen Moslems und Gewalttätern. Sarrazin war nur der Zauberlehrling, den der Staat gerufen hat und jetzt nicht mehr los wurde.
Schäfer kennt die Gefahr sehr wohl, die von seinen gewagten unrealistischen Behauptungen ausgehen und gerade, weil er kein Rassist ist, muss wahrscheinlich der Anstoß für sein Buch von außen gekommen sein.
Wenn die Finanzkrise noch weiter voran geschritten ist, wird die Spaltung in Christen und Moslems noch tiefer werden. Wenn die Hyperinflation und der Vandalismus ausbrechen und die Aufstände dagegen sich noch nicht übertragen haben, dann braucht die Bourgeoisie einen Schuldigen, einen schwarzen Peter, gegen den sie die Wut der Massen von sich ablenken kann.
Gut, die ganz große Mehrheit, auch die meisten Linken und wahrscheinlich auch Schäfer mögen selber denken, dass der ganz große Crash schon nicht kommen wird. Man muss aber bedenken, dass heute schon die Inflation in den USA bei 13% steht, nur die offizielle steht erst bei 7%, weil jeder Präsident aus der Inflation wie ein Hütchenspieler etwas herausgerechnet hat, so Nixon z.B. die Nahrungsmittel und den Treibstoff oder Bill Clinton die überproportional steigenden Waren und hedonisch die Qualitätsverbesserungen, die später noch ausgeweitet wurden und die inzwischen Europa übernommen hat. John Williams von shadowstats.com hat die ganzen Tricks genau wieder heraus gerechnet, und kommt dadurch auf die 13%.
Die Arbeitslosigkeit beträgt 22,6%. Die Schulden sind seit dem 2.8. in einem Monat wieder um eine halbe Billion Dollar gestiegen = 107% vom BIP. Das hochgerechnet, wären die 2,5 Billionen Schuldenerweiterungen am Jahresende wieder weg und bei 125,3%, wie beim Berlusconi. Die Abwertung durch die Ratingagenturen und das Hickhack zwischen den Demokraten und Republikanern begänne von neuem, auf einer höheren Stufenleiter.
So, wie die Dollardruckmaschine jetzt druckt, werden wir wohl spätestens 2013 über die Hyperinflationsgrenze von 50% in den USA kommen, eher schon in 2012. in Europa dann entsprechend ein Jahr später. So wie die die Inflationsdaten fälschen, fälschen sie alle Daten, Arbeitslose, BIP, Lohn und Gewinn. Wenn man dann die Schulden, die Hypothekenblasen, den ganzen Finanzschwindel mit Derivaten und CDS, Die Grenze des Marktes und die mit 93% Maschinenanteil an ihre Grenze gestoßene Höhe der Zusammensetzung des Kapitals berücksichtigt, dann sieht man, dass es mit dem Kapitalismus zu Ende geht. In der Hyperinflation werden Vandalismus, Plünderungen und Raubüberfälle die Regel sein. Die lokalen Behörden werden mit Notgeld und Zwangsarbeit versuchen, dem vorzubeugen.
Wenn dann die Propaganda wie nach dem 11.9 hochgefahren wird, die El-Kaida sei schuld an der Finanzkrise und Stimmung gegen alle Moslems gemacht wird, dann dürfen sich die Moslems mit Rundbart, Kopftuch und Mekkakappe nicht mehr auf der Straße sehen lassen, dann werden die Mosches brennen und jede türkische Hochzeit überfallen.
Das Buch „Der Angriff“ vom 8.8.11 ist auf der Bestsellerliste bei Amazon unter Heiliger Krieg & Islamismus erst auf Platz 10, unter Terrorismus aber schon auf  4. Für die Propagandaplaner bereitet es den Boden für diese Stimmung vor. Dann wird bei der Zuspitzung der Krise ein Anschlag inszeniert mit einem neuen Video von Aiman al-Sawahiri über den wirtschaftlichen Zermürbungskrieg, dann möchte ich kein Moslem sein.
Wir können nur hoffen, dass bis dahin die Bewegungen gegen die Teuerungen sich ausgeweitet haben und damit die Massen gegen jegliche Spaltungsversuche immun sind. Die Spalter dürfen nicht durchkommen - No pasaran.

 

Griechische Staatsanleihen kaufen oder Griechenland raus aus dem Euro?
14.9.2011
Diese Frage bewegt momentan ganz Europa. Deswegen ist schon der Chefvolkswirt der EZB Jürgen Stark zurückgetreten. Er hatte bei der Europäischen Zentralbank intern gegen den unbeschränkten Kauf von Staatsanleihen zur Stützung hoch verschuldeter Länder wie Griechenland oder Italien gesprochen, da dies ein Fass ohne Boden wäre und nur die Inflation antreiben würde.
Dies sind auch im Wesentlichen die Argumente der Kritiker des Kaufs von Staatsanleihen durch die EZB. Dieser Kauf ist im Grunde nichts anderes als der künftige Kauf durch den EFSF oder auch nur die Euro-Bonds. Damit wird die M3-Geldmenge nur massenhaft erhöht, ohne dass dem eine Wertschöpfung gegenübersteht. In die M3-Geldmenge fließt einerseits das Bargeld als auch die Kreditverträge mit ein, und Staatsanleihen sind nichts anderes als ein Kreditvertrag zwischen dem Staat als Schuldner und dem Käufer als Gläubiger über einen Zinssatz und über die Höhe und die Dauer des ausgeliehenen Geldes.
Der Wortführer der Kritiker in der CDU Gerd Bosbach sagte der dpa: „Das wäre eine wirklich politische Sensation, wenn wir mit der Verabschiedung von EFSF und ESM (Euro-Rettungsschirm) Ruhe hätten.“ Er befürchte, dass schon in den kommenden Monaten immer neue Hilfsanforderungen gestellt würden - "weil die wirklich entscheidenden Rahmenbedingungen immer noch nicht geschaffen worden sind". Er meint damit u. a. dass ohne eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik das ein Fass ohne Boden werden würde und legte Griechenland den Austritt aus der Euro-Zone nahe.
Demgegenüber steht die große Mehrheit der SPD und der Grünen. Sie plädieren für Euro-Bonds. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Bundestag, Thomas Oppermann, fordert „Eurobonds, bei denen die Gemeinschaft für einen Teil der Schulden eines Eurolandes unter strengen Auflagen einsteht“. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel argumentiert genau anders herum als Bobach: „aber wenn wir es nicht tun, wird die Krise irgendwann uns auch erreichen, weil wir in Europa voneinander abhängen“. Er gibt  den Kritikern der Euro-Bonds Recht in der Annahme, dass die Bonds eine sehr teure Angelegenheit werden wenn wir es aber nicht tun, würde es noch teurer werden Die volkswirtschaftliche Abteilung der Schweizer Bank UBS beziffert bei einer Verkleinerung der Euro-Zone um die überschuldeten Länder die Verluste sehr viel höher wären. Griechenland z.B. müsste die Drachme mit einer Abwertung von 60% auflegen und könnten dann nur die Hälfte weniger einführen. Deutschlands Exporte gehen zu 80% nach Europa und wenn z B. die Hälfte des Euro-Raumes austreten würde, würde Deutschland möglicherweise auf ¼ davon verzichten, bei einem Exportanteil von 40% wären das alleine 8% vom BIP oder 200 Mrd. Euro. Zu dem Einbruch des BIP um 8% kämen dann noch die ganzen Bankenrettungen. Die Ratingagenturen würden sich dann dermaßen auf die restlichen Euroländer einschießen, gegen sie wetten, dass diese auch ganz schnell gefährdet sind. Der gleiche Dominoeffekt würde mit Griechenland geschehen
So, jetzt eine genaue Aufrechnung durchzuführen hieße, den Arzt am Krankenbett des dahinsiechenden Kapitalismus durchzuführen und es macht auch gar keinen Sinn, denn sowohl Gerd Bosbach als auch Sigmar Gabriel haben recht, die Eurobonds oder der Kauf der Staatsanleihen wären ein Fass ohne Boden und würde ganz schnell in die Inflation führen als auch der der Austritt aus dem Euro-Raum würde zu nicht überschaubaren Verlusten führen und auch ein Fass ohne Boden.
Die CDU-Haltung braucht man erst gar nicht diskutieren. Diese Zwischenposition versucht von jedem das Negative zu übernehmen. Erst haftet sie für mehrere Milliarden und wenn alles zu spät ist zögert sie immer noch und zum Schluss wird der Schäuble zum Vorsitzenden der Euro-Gruppe nach Brüssel befördert. Kürzen, kürzen, kürzen, fordert Europa und der IWF aber dadurch werden die Einnahmen noch niedriger und die Schulden noch größer. Das BIP schrumpft schon wieder um 5%, wie sollen da die Schulden abgebaut werden?
Wir sehen, ob ein linkes Fass oder ein rechtes Fass, es wäre immer ohne Boden und wird beides Mal in die Inflation führen.
Deutschland hatte am 31.12.2010 schon 2 Billionen Schulden, für 2011 meldet die FAZ, plante die Regierung 302 Milliarden Euro weitere aufnehmen, wieder 12%, macht 2,3 Bill. gleich 92%, 2012 wird wieder 429 Milliarden aufgenommen, macht 2,729 Billionen Euro oder 110%. Schäuble spricht zwar nur von 27 Milliarden, aber er spricht auch nur vom Haushaltsetat. In der Tat, bei den Rentnern und bei den Arbeitslosen hatte er gut gespart. Aber eben bei den Schattenhaushalten der Banken gibt es keine Schuldenbremse und ein Parlament und da kann er in die Vollen greifen.
Ende nächsten Jahres hat Deutschland also 110% Schulden vom BIP, bald so viele wie Italien. Es müssen außerdem auch schon für die alten auslaufenden Staatsanleihen wieder neue gekauft werden. Auch allein deshalb und für weitere künftige Bankenrettungen werden die Schulden in der Zukunft dreistellige Milliardenbeträge ausmachen.
2010 schon hatten wir 304 Mrd. Schulden, das waren 12,0% in einem Jahr. Das Statistische Bundesamt schrieb: „Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben die im Jahr 2010 neu gegründeten (beziehungsweise in Geschäftsbetrieb gegangenen) „Bad Banks“. Die Übertragung von Risikopapieren der Hypo Real Estate in die FMS Wertmanagement sowie die Stützungsmaßnahmen der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB erhöhten den Schuldenstand zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro.“
Mit ihren 12,0% Schulden ist die Regierung weit über den Maastrichter Höchstsatz von 3% hinausgeschossen. Schäuble hat auch immer nur von den Haushaltsschulden von 5% gesprochen, nicht von den gesamten öffentlichen Schulden. In der gleichen Zeit sprach man aber in allen Medien über Irlands Schulden in 2010 von 32%, das war aber mit der Bankenrettung und war auch nur hauptsächlich diese. Alle etablierten Parteien aber sprechen von Deutschland trotz seiner 12% von einem Niedrigschuldnerland.
Es liegt also nahe, dass die Politik gar nichts dagegen hat, wenn Europa viele Schulden macht, Deutschland selber hat ja so hohe gemacht. Die Rumzackerei mit Griechenland, Italien usw. macht das deutsche Kapital nur, um später sagen zu können, Deutschland hätte nur so hohe Schulden wegen Griechenland und allen wenig effizienten Südländern.
In Wirklichkeit gehen alle wie die USA auch schnurstracks auf eine Hyperinflation zu, wie es von den Bilderbergern angedacht wurde, um schnell in die von dem Bilderberg-Gründer David Rockefeller vor der UNO vorgeschlagene schwere Wirtschaftskrise, um eine neue Weltordnung begründen zu können, wahrscheinlich ein Weltmonopol statt die sich auflösende Wettbewerbsgesellschaft mit oligarcher Diktatur (Oligokratie), wie es ja bereits auch mit dem europäischen Wirtschaftsministerium ohne Parlamentsbeteiligung angedacht ist.
Die Entwicklung zur Deflation wird auch ohne Bilderberger kommen. Es hat ja schon mit einer Inflation in Amerikavon 13%, der weltweiten Schuldenkrise und den Konjunktureinbrüchen angefangen. Aber es würde schleppender kommen und somit einer Gegenwehr von unten eine längere Reaktionszeit geben. Die Bilderberger beschleunigen nur mit ihrer Turbogelddruckpolitik nur diesen Prozess.
1011 war Peter Steinbrück bei dem Bilderberg-Treffen in St. Moritz und es ist deshalb auch wahrscheinlich, weil viele, die auf dem jährlichen Treffen waren, danach Staatschef wurden, dass er der nächste Bundeskanzler wird. Er sagte danach in einer "hr1-Talk-Sendung" des Hessischen: "Der Zeitpunkt wird kommen, wo ich mich in Absprache mit zwei oder drei Führungspersönlichkeiten der SPD darüber zusammensetze."Na ja, und er wird ja seither als aussichtsreicher Kandidat gehandelt.
 Die Teilnehmerliste vom Bilderberg-Treffen ist nicht geheim, auch nicht die Tagesordnungspunkte, aber die besprochenen Inhalte. Steinbrück hier mit Airbus-Chef Thomas Enders in St. Moritz bei einem Pausen-Spaziergang. Bei der ARD-Sendung am Sonntag danach sagte er dann: Ich glaube, dass wir nicht mehr über das Ob, sondern nur noch über das Wie eines richtigen Schuldenschnitts für Griechenland reden müssen". Dieser schmerzhafte Schritt werde aber nicht ohne Folgen bleiben, sagte er. Man müsse "Kollateral-Effekte" im Blick haben.“
Diese "Kollateral-Effekte" werden dann neben den Bankenbailouts auch das Fass „ohne Boden“ bei dem Euro Rettungsschirm sein, die Euro-Turbodruckerei und die kommende Euro Inflation, darauf wird die Scheiße im Euro mit oder ohne Griechenland hinauslaufen. Nur ein weltweiter Marxi im Gleichgewicht kann die globalen Ungleichgewichte der Wettbewerbsgesellschaft von Alle gegen Alle noch stoppen. Deshalb gilt es, nicht über die Aufstandsbewegungen mit ihren Unzulänglichkeiten rumzumähren, sondern sie und besonders die griechische in ihren Anfängen zu unterstützen und weiter zutreiben.

Staatsschuldenkrise, Bankenkrise, Platzen der Immobilienkrisen, Staatspleiten, ägyptisch lernen.
20.10.11
Genau wie nach der Subprimemarktkrise erleben wir jetzt nach der Staatsschuldenkrise eine Bankenkrise! Und das ist auch logisch, dass nach jeder eine Bankenkrise steht, denn bei jeder Krise werden Vermögenswerte zerstört, die das Eigenkapital der Banken zusammenschrumpfen lässt.
Am 10.10. hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel schon auf die Griechen-Pleite gedrängt und einen Tag später hatte der Euro-Gruppenchef  Jean-Claude Juncker einen Schuldenschnitt für Griechenland von 60 Prozent angedeutet. Wir können also von einer beschlossenen Griechenland-Pleite ausgehen, nachdem 2 wichtige Köpfe klar dazu Stellung bezogen hatten.
Aber für solche Pleiteregierungen (dazu später) ist doch bitte schön der Euro-Rettungsschirm EFSF über 790 Mrd. Euro da. Vollkommen falsch. Man zielt schon die Griechenland Pleite an, dafür hat Merkel bei Sarkozy Druck gemacht. Aber der sträubt sich, müssen doch die französischen Banken auf die von Juncker angedachten Schuldenschnitte von 50% verzichten. Und die französischen Banken haben bekanntermaßen am meisten von den Schrottpapieren in ihren Aktiva in der Bilanz stehen, in der Hoffnung, die Euro-Gruppe zahlt schon alles.
Die Banken sollen ihr Eigenkapital in den Passiva bei 10% halten, aber die französischen Banken sind wie alle Banken der Welt sowieso unterkapitalisiert, und dann noch die Griechenland Pleite, oh je, da hat Sarkozy gleich noch bei der Merkel Euronen aus dem Rettungsschirm beantragt.
Nun sind die beiden flink  durchgegangen, welche europäischen Banken noch daraus bräuchten. Nun, da wären zuerst mal die Griechenland Banken, die natürlich bei der Pleite alle mitgerissen werden. Die portugiesischen Banken sind auch schon zusammen mit den britischen Banken von Moody's herabgestuft worden., natürlich auch die italienischen Banken. Ratingagentur stuft 24 italienische Banken herab.  Die spanischen Banken leiden ach unter Liquiditätsengpässen. Gerade hat Belgien die Dexia Banktochter versaatlicht und die französischen Banken stehen natürlich alle im Visier, Siemens hat kürzlich eine halbe Milliarde von einer französischen Großbank abgezogen, auch China, der ganze Staat soll auch abgestuft werden. Ungarn ist auch in Zahlungsshwierigkeiten, der Zloty taumelt und S&P senkt den Ausblick für Slowenien auf "negativ". Haben wir einen vergessen? Ach ja, Deutschland. Richtig, Deutschland geht mit Trick 17. Auch Zockerverlustpapiere in den Aktiva der deutschen Banken wurden reihenweise abgeschrieben. Damit die Banken  nicht so viel Müll in der Bilanz rumschleppen mussten und die Bank nicht beim Gericht die Zahlungsunfähigkeit erklären musste, zahlte die Regierung den amen Banken die Zockerverlustpapiere von dem eingesparten Geld bei den Arbeitslosen und Rentnern. Vorher beschimpfte man diese aber noch als faule Säcke und reiche Alte. Und nachdem der Staat aus Dankbarkeit den Banken ihre Wettverluste ausglich, durften dann diese ihre Müllpapiere in eine „Bad Bank“ ausgliedern.
2010 alleine hat der Staat 240 Mrd. für die HRE und für die WestLB ausgeben. So geraten die Banken nicht mehr in den Focus der Ratingagenturen. Aber ein viel größerer  Hammer ist der Betrug bei den Staatsschulden. Griechenland soll seine Jahresschulden auf 7,8% senken. Es folgte ein Riesenwirbel, nachdem die Hochrechnung eine Zahl von 8,5% ergab. Deutschland hat aber gegenüber dem 31. Dezember 2009 den Schuldenstand um 18,0% beziehungsweise 304,4 Milliarden Euro erhöht, das sind von einem Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Billionen in 2010 lt. Statistischen Bundesamt 12%, alles nur selbst gemachte, noch nichts mit dem Rettungsschirm, darunter sind auch 232,2 Mr. Euro für die Bad Banks der Hypo Real Estate und der WestLB.
2011 plant die Regierung wieder 300 Mrd. aufzunehmen, wieder 12%. nur wird die Prozentzahl von keiner Zeitung wahrgenommen. Das ist schon ein Hammer, dass Deutschland mehr Schulden zum BIP hat als Griechenland, spielt sich als Retter auf und niemand spricht darüber. Ende 2011, also in 2 ½ Monaten wären das dann 92%. Brüssel sagt nix und druckt Geld und Schäuble wird dann Jean-Claude Junckers Nachfolger. 2012 wird Deutschland dann wieder 300 Mrd. aufnehmen müssen, mindestens, denn dann werden spätestens auch die ersten alten erneuert werden müssen, dann wären wir am 31.12.02 bei 2,600 Bio. Schulden zu 2,5 Bio. BIP gleich 104% vom BIP.
Deutschland hat trotz der Bad Bank Unterstützung immer noch ein Problem mit seinen Banken. Für 25%. der Commerzbank und der Dresdner Bank mit einem Börsenwert von zusammen 3,9 Mrd., also für 0,975 Mrd. hat die Bundesregierung 18 Mrd. (3:16) beim Kauf bezahlt. Dennoch droht der Commerzbank Abwertung bei den Ratings, und auch der Deutschen Bank.
Am Ende der Staatsschuldenkrise wird wieder wie nach der Immobilienkrise des Subprimemarktes eine Bankenkrise stehen, die noch viel stärker ausfallen wird als das Lehman Brothers Wehwehchen.
Wir müssen realisieren, dass die organische Zusammensetzung des Kapitals kurz vor seinem Höhepunkt steht. Der Anteil der Löhne in den Waren beträgt in der deutschen Industrie weniger als 7%, und da der Lohn die einzige Quelle des Mehrwerts ist, ist die Profitrate in der deutschen Produktion schon weit unter dem Zinssatz des Finanzmarktes. Schon Ford wusste, Autos kaufen keine Autos und deshalb haben alle internationalen Produktionsbetriebe in Deutschland ein großes Aktienpaket, das ihnen schon 90% der Gewinne beschert. Man sagt zu Mercedes deshalb auch: Bank mit angeschlossener Autowerkstatt. Finanzmarktaktien heißt Rohstoffe, Asienaktien, Teakholz, Hedgefonds, Leerverkäufe, Weißwäsche von Waffen-, Frauenhandel und Rauschgift, private equity Häuser, CDS-Zockerei (Kreditversicherung ohne Kredit) usw.
Die Bankenkrise 2011/12 wird dann aber mehr als nur eine Bank wie 2008 Lehman Brothers mitreißen. Danach werden mehre Staaten in die Insolvenz gehen. Kaum eine Bank wird noch Staatsanleihen kaufen. Das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland wird dann wieder wie nach der ersten  Bankenkrise um 5% und mehr runterkrachen. Die Politik wird das wieder mit Kurzarbeitergeld und Abwrackprämie zu retten versuchen, aber in Wirklichkeit war es 2009 das Konjunkturprogramm Chinas über 480 Md. Euro, das die deutsche Industrie gerettet hatte, weil die Chinesen gerne deutsche Autos kaufen, die schnell von 0 auf Furz beschleunigen.
Diesmal will China aber die Inflation von 6,4% dämpfen und wird daher kein neues Konjunkturprogramm auflegen. Im Gegenteil, Chinas Schattenbanken brechen gerade zusammen und drohen die Geschäftsbanken mitzureißen. „China taumelt dem großen Finanz-Crash entgegen“, titelt die Welt-online. Das BIP mit 9,5% kommt durch den Bau von leeren Städten zustande, die Wohnungen werden nicht bewohnt, weil die Arbeiter die Miete gar nicht bezahlen könnten. Nein, die Wohnungen sind Spekulationsobjekte für Chinas Kleinbürger, 60 Millionen Wohnungen stehen dadurch schon leer. „In 16 von 70 Städten fielen die Preise für neue Wohnungen im August gegenüber Juli.“ Also, mit dem Bankenkrach in Amerika und Europa kommt dann noch der Bankenkrach in China. Die Frage ist nur, kommt der Bankenkrach noch in diesem Jahr oder Anfang 2012. Wer wird dann das ganze retten? Vielleicht Burkina Faro?
Nicht nur die Profitrate strebt gegen Null. Auch der Markt ist nach der Kapitalisierung Chinas derart verengt, dass der Kapitalismus jetzt voll gegen die Wand fährt. „Wodurch überwindet die Bourgeoisie die [Überproduktions]-Krisen? fragen Karl Marx und Friedrich Engels im Manifest der Kommunistischen Partei (S. 9), ihr Antwort: „Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte.“
Und diese neuen Märkte gibt es nicht mehr. Bisher ist der Überschuss immer im Konsumsektor aufgetreten. Sind keine neuen Märkte dann sofort entstanden, konnte eine Krise gedämpft werden, indem dieser Überschuss in den Produktionsmittelsektor übertragen wurde.
Wenn die Investitionen aber weltweit schneller fallen als die Löhne, tritt der Überschuss im Produktionsmittelsektor auf, der nicht mehr in den Konsumsektor übertragen werden kann. Genau das ist im Frühjahr 2009 mit dem „Point of no Return“ der Produktion auch geschehen und wir erleben seitdem in der 2. Runde die von Rosa Luxemburg prognostizierten Todeskämpfe des Kapitalismus in einer viel dramatischen Form als in der 1. Runde: »Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei« Paul Frölich; "Rosa Luxemburg, Gedanke und Tat", Frankfurt 1967, S. 198

Nach dem Bankenkrach der 2. Runde wird es dann in die 3. und letzte Runde des kapitalistischen Todesskampfes gehen. Diese Runde wird dann geprägt sein von Staatspleiten, einer Inflation mit gleichzeitiger Depression, also einer weltweiten Deflation und einer Selbstversorgung. Der internationale Handel wird gegen Null fahren, nur lokal wird man letztlich mit Notgeld und lokalem Monopol die Wirtschaft aufrecht erhalten.

Ab der zweiten Hälfte der Zehner Jahre werden sich aufgrund des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit die bis dahin nicht nur in Ägypten und Griechenland,  sondern überall entstandenen Streikräte in Arbeiterräte der Kopf- und Andarbeiter, Rentner, Hausleute, Bauern und kleinen Gewerbe betreiben umbenennen, vernetzen und sie als Doppelherrschaft zu den bürgerlichen Versagerparlamenten durchsetzen. In den 20er dann werden alle von dem Komödientheater der Bürgerlichen wahrlich genug haben und dafür sorgen, dass die Arbeiterräte eine planvolle Wirtschaft nach den Bedürfmissen der kleinen Leutedurchführen. Wir sind ja alle in allen Ländern rechtzeitig dabei, ägyptisch zu lernen, das kriegen wir schon hin.

Europa und USA von den Bilderbergern erobert, aber die Aufstände entwickeln sich schneller.
30.11.2009

Inzwischen sind alle wichtigen Posten in Europa und USA von den Bilderbergern erobert. Den letzten Job als italienischer Ministerpräsident hat der Banker Supermario Monti, sogar mit Josef Ackermann zusammen im Vorstand der Bilderberger, ohne Wahl von den dunklen Eurokraten zugeschustert bekommen und die Kapitalpresse jubelte und alle jubelten mit. Warum denn nur?

Ausgerechnet ein Banker vom „Board of International Advisors“ von Goldman & Sachs will uns von dem Schlamassel der Banker retten? Nur er war eben ehemaliger EU-Kommissar für Wettbewerbsfragen, deshalb der Pressejubel. Auch die Griechen sollen ausgerechnet von einem Banker gerettet werden? Auch nicht gewählt.

Der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, auch nicht gewählt, ist der ranghöchste Bilderberger. Zusammen mit seiner Außenministerin, auch nicht gewählt, trafen sich sich im Londoner Restaurant mit den beiden Bilderberger Cheftheoretikern Henry Kissinger und Zbigniew Brzeziński, die ihr OK gaben, und schon hatten sie Europas höchste  Ämter, da brauchtest Du Dich noch nicht einmal zur Wahlurne bemühen.
Brzeziński ist auch Direktor seit 1973 der von David Rockefeller betriebenen Trilateralen Kommission, zu der ebenfalls Mario Monti gehört und die aus der Bilderberg Gruppe hervorging. Brzeziński entwickelte zusammen mit Carl Joachim Friedrich ein für die kapitalistische Politikwissenschaft ein wichtiges Totalitarismus-Modell. Er war Berater von Hubert Humphrey, Jimmy Carter und ist es jetzt von Barack Obama. Damit kontrollieren die Bilderberger auch die USA. Drei Chinesen waren dieses Jahr auch bei dem Treffen.

Ist es ein Zufall, dass das Schoßhündchen der US-Regierung Gordon Brown bei dem Treffen der G20 schon eine Weltwirtschaftsregierung vorgeschlagen hat und verschiedene Regierungen u. a. der Herr Schäuble ein nicht gewähltes europäisches Wirtschafts- und Finanzministerium, also die wichtigsten Ministerien, vorgeschlagen haben? Man könnte also schon vermuten, dass die Zentralisierungs- und Totalitarismusbestrebungen abgesprochen sind.
Der wichtigste Job in Europa, der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, ist natürlich auch ein Bilderberger und die Chefin des IWF, Christine Legarde, natürlich auch eine Bilderbergerin, damit wird der westliche Teil der Welt von den Bilderbergern kontrolliert, fehlt nur noch einer, Peer Steinbrück, der dieses Jahr in der Schweiz bei der Bilderberg-Konferenz teilnahm, und der wahrscheinlich 2013 gewählt werden wird. Die Teilnehmerliste ist öffentlich, auch die Tagungsordnung, nur die Inhalte nicht.

Was bedeutet das nun aus der Sicht von Marxisten und was bezweckt der Club damit? David Rockefeller, der Gründer, sagte 1994 vor der UN: „Wir stehen kurz vor einer weltweiten Umformung. Alles, was wir benötigen, ist die richtige bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung bejahen." (sinngemäße Übersetzung).

In der bedeutsamen Krise stecken wir mitten drin. Die Verschwörungstheoretiker schließen nun daraus, dass diese Krise durch die „bösen“ Bilderberger verursacht wurde und man nur „gute“ Menschen zu wählen bräuchte, die z.B. das Geld- oder Zinssystem ändern würden, dann ginge es wieder aufwärts. Als Beispiel wird oft Ron Paul genannt, Kandidat der Republikaner. Gerade ein Republikaner, die wollen die festlichen Sozialausgaben der USA auch noch wegkürzen. Daran können wir erkennen, dass die Verschwörungstheoretiker, auch wenn sie keine Nazis sind, mit der sozialen Frage wenn sie Ron Paul empfehlen nichts zu tun haben und begütert oft sind. Es sind eher verzweifelte Wertkonserative.

Nein, die Krise ist das Ergebnis des Endes des Kapitalismus, dass die Durchschnittsrendite schon unter den Finanzmarktzinssatz gefallen ist und die Grenzen des Marktes schon erreicht sind. Jetzt kommen natürlich die ganz Schlauen, und schlagen wie jeder gute Betriebswirt einfach vor, die Rendite wieder zu erhöhen, optimieren und rationalisieren. Nur, die Waren bestehen schon zu 93% aus Maschinenfertigung und wenn der Boss die Maschinengeschwindigkeit noch erhöhen kann, dann kann die Konkurrenz das auch, die Preise sinken und damit auch weiter die Durchschnittsprofitrate.

Nein, es steuert unweigerlich auf den nicht mehr lösbaren ultimativen Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit zu und damit auf die Revolution oder die Bilderberg’sche Barbarei, auf ein solidarisches Weltwirtschaftssystem ohne Ungleichgewichte oder auf ein Monopol der Eliten. Allein in 4 Staaten von Europa werden 2012 über 1 Billionen Euro Staatsanleihen fällig: in Deutschland ca. 267, in Frankreich ca. 225, in Italien ca. 307 und in Spanien ca. 136 Milliarden. Das Handelsblatt sieht vielleicht schon in 10 Tagen Frankreich von Standard und Poor’s abgerated.

Dann sind nur noch Deutschland und 4 kleine Länder als Geberländer da und dann wird es den Euro nicht mehr lange geben, Moody's warnt schon vor Zerfall der Euro-Zone und das britische Außenministerium hat nach Telegraph seine Diplomaten angewiesen, Pläne zur Hilfe ihrer Staatsbürger im Ausland auszuarbeiten, für den Fall eines Banken-Crash und sogar wenn daraus Aufstände und Plünderungen entstehen. Die USA wurde von Fitch auf negativ gesetzt. Es knirscht schon ganz gewaltig im Kapitalismus und wir wissen aus der Geschichte, wenn die oben kein Geld mehr haben, werden untern die Massen mutig.
Lenin sagt in "Der Zusammenbruch der II. Internationale", (LW 21, S. 206) „Damit es zur Revolution kommt, genügt es in der Regel nicht, dass die "unteren Schichten" in der alten Weise "nicht leben wollen", es ist noch erforderlich, dass die "oberen Schichten in der alten Weise "nicht leben können"

Wir sehen die Zuspitzung zur Revolution schon ganz bequem vom Ohrensessel aus jeden Tag im Fernsehen. Die Klassenkämpfe in Ägypten nehmen kein Ende, in Griechenland ein Generalstreik nach dem anderen und so langsam breiten die Generalstreiks sich über Italien, Spanien, Portugal nach ganz Europa und die USA aus, während ein Land nach dem andren abgerated wird. In China stehen 60 Millionen Wohnungen leer und Europa, die USA, Kanada, Japan, Indien, Brasilien und Argentinien sind
hoffnungslos überschuldet. Die Occupy-Bewegung dehnte sich in Windeile in 1.400 Städten über die ganze Welt aus. In Griechenland und Portugal fürchtet man eine Militärdiktatur und in Frankreich fürchtet sich die Finanzelite vor einer Revolution.

Nein, was die Bilderberger betreiben wollen, ist nur eine Beschleunigung dessen, was sowieso passiert. In Amerika fährt der bilderbergkontrollierte Obama von Anfang an einen Inflationskurs und verlangt das auch von Europa, Deutschland sperrte sich aber noch lange dagegen, deshalb muss Steinbrück her. Der muss aber erst sein Schachspiel mit Helmut Schmidt zu Ende spielen. Na ja, so wie es ausschaut, soll die Merkel sich mit Sarkozy geeinigt haben, dass die EZB die Staatsanleihen der überschuldeten Länder kaufen darf, dann hätten sich die Bilderbeger nicht nur in Amerika, auch in Europa sich durchgesetzt und das fröhliche Gelddrucken für die Enteignung der Kleinsparer, die Inflation und die Schuldenzahlung aus der Portokasse, kann losgegen.

Aber sie haben sich getäuscht, weil die Arbeiterklasse schon viel weiter ist. Das wird wie die Geschichte mit dem Hasen und dem Igel ausgehen. Die Bilderberger Geldelite hetzt jetzt wie der Hase von Land zu Land, um ihr Monopol und ihre Diktatur durchsetzen zu können, aber die Arbeiterklasse steht schon jeweils als Igel da und hindert den Hase an einem Durchmarsch. Sie müssen nämlich eins wissen, wir Arbeiter haben heute auch Internet und Facebook und wir sind Millionen und kennen die internationale Solidarität, da werden sie immer zu spät kommen, da helfen auch ihre ganzen Bilderberg Konferenzen und ihre Zentner Goldbarren nichts.

 

Fiskaldiktatur Brüssel
24.12.2011


Der neue Vertrag über die „Fiskalunion“, der auf dem Brüsseler Gipfel vom 9.10. Dezember 2011 beschlossen wurde, sieht eine Entmachtung der nationalen Parlamente vor. Diese dürfen dann nur noch über die Farbe ihres Toilettenpapieres entscheiden dürfen, mehr nicht.
Die Brüsseler Behörde bekommt mehr Rechte bei der Aufstellung der nationalen Haushalte. Die Kommission kann einen veränderten Haushaltsentwurf verlangen, wenn das Budget dem Stabilitätspakt zuwider läuft.'

 Das so genannte Hoheitsprinzip der nationalen Parlamente, mit dem sich die Diktatur der Bourgeoisie immer getarnt hatte, gilt dann nicht mehr. Bisher hat das große Kapital ja auch in der Form geherrscht, indem die Kapitalisten die Politik immer erpresst haben, indem sie weniger einstellten oder ganz mit der Kapitalauswanderung drohten. Sie sicherten sich den Gehorsam ihrer Richter, Politiker, Generäle und Pfaffen zu, indem diese höhere Gehälter bekommen. Aber es war auch immer bei den Informierten bekannt, dass eigentlich die Wirtschaft über die Politik herrsche. Aber es gab eben noch das Versteckspiel und der Markt herrschte nur wie der unsichtbare heilige Geist, dem die Politiker in mehr oder weniger vorauseilendem Gehorsam ihre Folgsamkeit kundtaten.

Mit dem neuen Vertrag aber wird das Versteckspiel aufgegeben und offen den Gehorsam vor dem Markt gezeigt, die Maske wird fallen gelassen. Der Kapitalismus zeigt seine Grimasse. Der Europäische Gerichtshof soll jetzt über die Umsetzung der neuen 0,5%-Grenze in nationales Recht wachen. Die nationalen Parlamente dürfen dann nur noch über die Verteilung des Verbleibenden Restes entscheiden. Bei der Überschreitung dieser Grenze müsse ein "automatischer Korrekturmechanismus" in Gang gesetzt werden, fremde Kommissare, die dann den Haushalt bestimmen. Wie sich das auswirken wird, können wir jetzt schon in Griechenland sehen. Löhne und Renten werden um 15% gekürzt, die Arbeitslosigkeit steigt um 33%, um 75 Euro wird die Sozialhilfe gekürzt. Das wäre nur der Anfang, denn dann sinkt der Konsum, der Binnenmarkt würde weiter einbrechen, die Steuereinnahmen würden weiter zurückgehen und damit die Schulden weiter steigen. Wir wollen uns überhaupt nicht daran beteiligen, Arzt am Krankenbett des Kapitalismus zu spielen, denn er ist nicht mehr zu retten, der Euro nicht, eine neue DMark nicht, der Dollar nicht und gar nichts mehr vom Markt.

Alle Welt denkt, na ja, das beträfe nur die Südländer und mit dieser Diktatur können wir sie zum Sparen zwingen und bräuchten dann denen weniger zu geben. Alles vollkommen falsch. Deutschland hat mit 12%  bzw. 304,4 Euro 2010 nach Irland mit 32% die zweit meisten Schulden in Europa gemacht, und das waren alles noch selbst gemachte. Von diesen 12% entfielen allein nur 232,2 auf die Banken, hauptsächlich auf die Hypo Real Estate. Hier sehen wir schon, dass es nicht die Renten oder HartzIV-Geld waren, welches die hohen Schulden verursacht haben, sondern die Banken.

Bei Irland hat die Regierung das selber als Entschuldigung gesagt, dass die 32% Schulden hauptsächlich für die Banken waren. Hier stellt sich eine wichtige Frage. Zählen auch zu der 0,5%-Grenze die Banken-Rettungen dazu? Wenn ja, dann sähe es für Deutschland sehr düster aus, denn 2010 gab es nicht die einzigen, Für 2012 wurden von der schwarz-gelben Koalition schon neue beantragt, „Bankenrettungsfonds wird wiederbelebt“, klar, das ist eine unendliche Geschichte im Kapitalismus, denn hier braucht es ja keine Schuldenbremse, die brauchen wir nur bei den Lohnabhängigen, Arbeitslosen und Rentnern, vollkommen logisch, der Kapitalismus ist ja nicht für die Beschäftigten da, nein, für die Konzerne und Banken.Es ist kaum zu erwarten, dass die Bankenrettungen mit eingerechnet werden. Aber dann müssen sie auch bei Irland, Frankreich, Spanien und allen anderen gutgeschrieben werden.

Mit den Bankenrettungen wäre die 0,5-Grenze auf alle Fälle nicht zu erreichen, auch wenn man die ganzen Kriegshaushalte, Abgeordneten und Regierungen sich einsparen würde. Warum werden eigentlich die Banken, die sich wüst verzockt haben gerettet? Warum  werden gerade diese wie die Northern Rock oder die HSL verstaatlicht und  nicht die Gewinnerbanken wie Goldman Sachs oder die Deutsche Bank? Dazu habe ich eine Vermutung, die ich nicht beweisen kann. Da aber die Regierung selber das nicht begründet, sondern einfach stillschweigend diese Verlustzocker weiter mit Steuerzahlergeldern unterstützt, sind wir auf Vermutungen angewiesen.Seit Mitte der 90er Jahre fiel die Profitrate im produzierenden Gewebe unter den Kapitalmarktzinssatz. Seither erzielen die Großkonzerne 90% ihrer Gewinne von ihrem Aktienpaket, aus der Finanzwirtschaft. Im ersten Jahrzehnt war ein großer Teil davon Hedgefonds. Seit diese ab 2008 immer schwieriger Kredite bei den Banken bekommen, wird der Anteil bei den Portfolios von Bankenfonds immer größer.

Weil der Anteil der Gewinne bei Mercedes aus den Finanzpapieren immer größer wird, sagt man auch Bank mit angeschlossener Autowerkstatt. Nur so kommen Mercedes oder Siemens für ihre Aktionäre noch auf einigermaßen lukrative Renditen von 5 – 110%. Dafür müssen sie aber auch ihre Fondspapiere haben bei guten erfolgreichen Zockerbanken wie z. b. die Deutsche Bank.

Im Paralleluniversum der CDS-Wetten (Gegenversicherung ohne Versicherung) werden aber keine Werte geschaffen. Zum Tangotanzen gehören aber immer Zwei, eine Bank, die gewinnt, wie die Deutsche Bank (für Mercedes z.B.) und eine Bank, die verliert, wie die HRE. Jetzt die Vermutung: Genau aus diesem Grunde behält die Regierung die HRE, um somit den Steuerzahler immer belasten zu können mit den Wettverlusten und wahrscheinlich so bekommt Mercedes dann noch seine einigermaßen Rendite zusammen. Oder kann mir jemand einen andern Grund nennen, warum die Regierung der Staatsbank HRE nicht einfach die CDS-Wetterei verbietet?

Die zweite Frage zur 0,5-Grenze betrifft die Refinanzierung. –Da fallen 2012 allein in Europa 1,8 Billionen €uro an, bei den größten Euro-Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien allein über eine Billionen. Auch wenn die EZB jetzt den BankenNur da werden schon nicht mehr alle Rettungsschirme EFSF mit 400 Mrd., EMS mit 270 und IWF mit 200 langen. Daher denke ich, dass die Refinanzierung ebenfalls nicht dazu addiert wird. Aber das zeigt, auch wenn jetzt alle Länder mit einem rigiden Sparkurs die 0,5 Grenze bei der Verschuldung erreichen sollten, werden die Schulden aller Länder ins Unermessliche steigen, die Ratings und die Zinsen werden auch ins Unermessliche folgen, Ende 2012 ist dann ganz Europa fast auf Ramschniveau. Glaub jetzt ja nicht, Deutschland nicht.

Wir stehen mit 2,3 Billionen kurz vor 92% und werden mit 276 Refinanzierung, 32 Haushaltsschulden und noch einigen Bankenrettungen Mitte 2012 die 100-Marke knacken.Trotz des Spatkurses wird man trotzt Mario Draghis Versprechungen, keine Staatspapiere mehr zu kaufen, dazu übergehen müssen, dass die EZB massenhaft die Bonds einkauen muss, weil niemand mehr den Schrott haben will, auch wenn die Banken noch so billige Kredite dafür bekommen haben. Das ist dann das  gleiche wie Geld drucken. Wir folgen dann der USA in die Inflation trotzt 0,5-Grenze und trotz Brüsseler Diktatur. Amerika wird schon bei 15% (Offizieelle Werte x 2,3) stehen und Ende 2012 dann bei 30%, während Europa 1 Jahr hinterher hinkt und erst jetzt 5% bei Arbeitnehmeraushalten ist, die Ende 2012 bei vielleicht 15% sein werden.

Die USA ist schon in der Stagflation und wir werden ihnen Anfang 2012 dahin folgen.Es heißt ja immer so schön, dass der Binnenmarkt in Deutschland brummen würde. Nur, das ist alles mit Tricks dargestellt worden. Die Autoindustrie hat schon 851.000 selber angemeldet, sie wurden gar nicht verkauft stehen aber im BIP, das sind 27% aller Autos, meldet die t-online Zeitung, das ist ja kein linksradikales Blatt, was den Kapitalismus in einem schlechten Licht darstellen will. Aber der durchschnittliche Anstieg in den ersten 3 Quartalen von 0,7% ist ja auch schon kein Boom und dann noch diese Hütchenspielerei.

Italiens Wirtschaft schmiert jetzt schon um 0,2% ab, im Rest Europa sieht es nicht viel besser aus und in den USA herrscht bereits Stagflation. Alle europäischen Staaten haben schon oder werden noch wegen der 0,5%-Grenze der Fiskal Union massiv kürzen müssen. Also egal, ob alle Länder zu ihren alten Währungen zurückkehren oder ob sie im Euro drin bleiben, es wird nächstes Jahr im Januar schon schwere Schlagseite geben. S&P, mit 70% das größte Rating-Haus, hat schon angekündigt, dass es im Januar 2012 die Euro-Länder im abwerten wird. Die Linke Zeitung hat schon auf die Euro-Probleme im neuen Jahr hingewiesen.

Wir denken aber nicht, dass man die Brüsseler Fiskal-Diktatur und die künftigen Sozialkürzungen, die sich daraus, aus dem Abrating Europas und aus den folgenden Export- und Wirtschaftsrückgang ergeben, wie eine nicht beeinflussbare Naturkatastrophe hinnehmen sollte, sonder ganz im Gegenteil.

Wir müssen die Illusion aufgeben, dass es nach diesen Kürzungen wieder grundsätzlich aufwärts ginge, sondern spätestens muss mit der Brüsseler Diktatur klar sein, dass der Kapitalismus nicht mehr heilbar ist, sondern auf den  Schrotthaufen der Geschichte gehört. Es gibt eine Alternative dazu, nämlich die Plangesellschaft von unten. Der Kampf gegen den Sozialklau wird zu der Emanzipation der Massen führen und das ist das A und O der künftigen Basisdemokratischen Alternative.

Griechenland  steht kurz davor, dass bei den nächsten Sozialkürzungen sich so etwas ergibt wie eine Februarrevolution., denn die Arbeiterklasse kann so nicht mal mehr überleben.

Als im November 1989 das Politkomitee der DDR gemerkt hatte, da langte es, das eine Woche später 70.000 Leute durch Leipzig zogen und die ganze mächtige Diktatur war weg. Da steht Griechenland heute. Das konnte man auch mit der Februarrevolution vgleichen, die noch spontan entsteht. 1989 gab es aber noch die alternativen Kapitalismus. Bei Griechenland gibt es aber keine kapitalistische Alternative mehr.

Lenin beschreibt den Punkt in "Der Zusammenbruch der II. Internationale", dass wenn die oben nicht mehr so leben können, ihre Kasse leer ist:

»Für den Marxisten unterliegt es keinem Zweifel, dass eine Revolution ohne revolutionäre Situation unmöglich ist, wobei nicht jede revolutionäre Situation zur Revolution führt. Welches sind, allgemein gesprochen, die Merkmale einer revolutionären Situation? Wir gehen sicherlich nicht fehl, wenn wir folgende drei Hauptmerkmale anführen: 1. Für die herrschenden Klassen ist es unmöglich, ihre Herrschaft unverändert aufrechtzuerhalten; die eine oder andere Krise der "oberen Schichten" eine Krise der Politik der herrschenden Klasse, die einen Riss entstehen lässt, durch den sich die Unzufriedenheit und Empörung der unterdrückten Klassen Bahn bricht. Damit es zur Revolution kommt, genügt es in der Regel nicht, dass die "unteren Schichten" in der alten Weise "nicht leben wollen", es ist noch erforderlich, dass die "oberen Schichten in der alten Weise "nicht leben können"2. Die Not und das Elend der unterdrückten Klassen verschärfen sich über das gewöhnliche Maß hinaus. 3. Infolge der erwähnten Ursachen steigen sich erheblich die Aktivität der Massen, die sich in der "friedlichen" Epoche ruhig ausplündern lassen, in stürmischen Zeiten dagegen sowohl durch die ganze Krisensituation als auch durch die "oberen Schichten" selbst zu selbständigem historischem Handeln gedrängt werden.«

Es muss der 2. Schritt, die Oktoberrevolution, bewusst geführt werden. Dafür ist die Partei da, die dann zwischen der Februar- und Oktoberrevolution aus den Keimen der „Internationalen Sozialisten“-Gruppen aufgebaut wird. Die sind sowohl in Griechenland, als auch in Ägypten vorhanden. Hier stehen wir schon nach dem 8. Generalstreik bzw. den großen Kämpfen in Kairo auf dem Tahirplatz mitten in der Luxemburgischen Analyse zum Massenstreik:

„Allein die Bewegung im Ganzen geht nicht bloß nach der Richtung vom ökonomischen zum politischen Kampf, sondern auch umgekehrt. Jede von den großen politischen Mas­senaktionen schlägt, nachdem sie ihren politischen Höhepunkt erreicht hat, in einen ganzen Wust ökonomischer Streiks um. Und dies bezieht sich wieder nicht bloß auf jeden einzelnen von den großen Massenstreiks, sondern auch auf die Revolu­tion im Ganzen. Mit der Verbreitung, Klärung und Potenzie­rung des politischen Kampfes tritt nicht bloß der ökonomische Kampf nicht zurück, sondern er verbreitert sich, organisiert sich und potenziert sich seinerseits im gleichen Schritt. Es besteht zwischen beiden eine völlige Wechselwirkung.

 

USA: Die Horror-Zukunft kommt über die FEMA-Konzentrationslager.
19.1.2012

Am 12.1.2008 schrieben wir über die Gefängnis- Sklavenhaltergesellschaft (Absatz --- GEHEIMAKTE ---), die der Geldadel durchführen müsse, wollte er seine Privilegien behalten. Im Wesentlichen waren das
Monopoldiktatur
Von oben beschlossener Lohn
Gefängnisdiktatur
Tötung eines großen Teils der Menschheit

Auf halbem Wege sind jetzt diese Einschätzung Wirklichkeit geworden. Das Ermächtigungsgesetz für Obama ist am 1.1.2012 erlassen worden, was diesmal auch zwar in verkümmerter Form von den Nachrichten registriert wurde.

„Mit der Verabschiedung von Abschnitt 1867 des National Defense Authorization Act wurden die US-Bürger all ihrer Rechte beraubt und können nun vom US-Militär ohne Anklage und Gerichtsverfahren auf unbestimmte Zeit weggesperrt werden.“ meldet die International Bussines Times, die vereinigten Staaten werden zum Polizeistaat.
Gerade Obama, in dem die halbe Welt soviel Hoffnungen gesetzt hatte, erließ dieses Horror-Gesetz.
 „Ich habe ernsthafte Bedenken gegen gewisse Bestimmungen, welche die Inhaftierung, Vernehmung und Strafverfolgung von Terrorverdächtigen regeln." (Zitat aus der Obama Erklärung) 
Die Friedenspolitischen Mitteilungen schreiben weiter

„Obama hat "den Polizeistaat USA" errichtet, obwohl er zugegeben hat, dass er gewisse Bestimmungen des NDAA für inakzeptabel hält. Wenn das zutrifft, hätte er gegen den NDAA [H.R. 1540] doch sein Veto einlegen oder ihn mit seinen Einwänden an den Kongress zurückverweisen können.

Der National Defense Authorization Act [H.R. 1540] ist Obamas "Neujahrsgeschenk" für das Volk der USA.

Er rechtfertigt die Unterzeichnung des NDAA damit, dass er die Bekämpfung des Terrorismus ermögliche und Teil seiner "Anti-Terror-Strategie" sei. Nach den ("gewissen") Bestimmungen des NDAA kann jetzt aber jeder US-Amerikaner, der mit der Politik der US-Regierung nicht einverstanden ist, als "Terrorverdächtiger" etikettiert und vom US-Militär inhaftiert werden. (Hervorhebung durch den Übersetzer)


„Außerdem möchte ich betonen, dass meine Regierung die Inhaftierung von US-Bürgern durch das Militär auf unbestimmte Zeit und ohne Gerichtsverhandlung nicht autorisieren wird. Ich bin der Meinung, dass damit gegen unsere wichtigsten staatlichen Traditionen und Werte verstoßen würde.“ Mit diesem Zynismus geht es weiter.

Die USA ist ab dem 1.1.2012 kein Rechtsstaat mehr, das ist sein Werk. Ob Du wegen Terror oder wegen einer unerlaubten Megaphondurchsage angezeigt wirst, ist reine Willkür des Vollstreckungsbeamten und er entscheidet dann, ob Du mit 20 $ Ordnungswidrigkeit belangt wirst oder mit Folter und Genickschuss bestraft wirst, Ruhestörung oder Terrorismus.
Was aber trotz der Ungeheuerlichkeit dieses Gesetzes und des  schockierenden Stillschweigens der „Weltgemeinschaft“ noch viel dramatischer ist, ist der forcierte Ausbau von 60 bis 80 Internierungslagern verteilt über die ganzen Staaten mit einer Kapazität für 16 Millionen Insassen, die aber jederzeit verdoppelt werden können.

Die  USA behaupten, die Lager seien dafür da, falls es einmal zu eine Masseneinwanderung kommen sollte würden sie die illegalen Einwanderer zusammentreiben und in diese Lager bringen! Aber warum sind dann die Lager in alle Staaten verteilt, das ist doch unglaubwürdig. Auffällig ist jetzt die Eile, mit der diese Lager errichtet werden, da muss doch die Politik mit einem nahen Krieg oder einer sozialen Katastrophe rechnen, die Widerstand herausfordern wird. In diesen Fällen, bei Katastrophen und Kriegen wird der nationale Notstand ausgerufen, der dann so viele Massenlager für den Geldadel notwendig machen würde.

In der Tat müssen die Herrschenden der USA in naher Zukunft mit Aufständen rechnen. Die Schulden betragen schon 15 Billionen Dollar, die ausländischen Kreditgeber (China, Hongkong und Russland) ziehen ihre Anleihen ab, die Fed verzeichnete allein in den  „vergangenen sechs Wochen einen Rückgang von 2,750 Billionen“. Immer mehr muss die USA sich selber das Geld leihen, das heißt die Inflation wird immer schneller angetrieben und steht jetzt schon bei 15%. Die Occupy-Bewegung wird genauso, wie sie gegen die Bankenbailouts protestierte, auch gegen die kalte Enteignung der kleinen Sparkonten vehement protestieren und sie wird immer mehr Unterstützung seitens der Arbeiterklasse erfahren und das Kapital in Bedrängnis bringen.
Das amerikanische Kapital aber hat sich für den Fall zwei Gegenschläge ausgedacht. Erst mal zur Ablenkung einen massiven Krieg, den sie sowieso führen muss, um das Weltmonopol von oben errichten zu können. Zweitens für die, die sich immer noch nicht ablenken lassen, die Verfrachtung in ein Internierungslager.

Das könnte schon Ende 2012 passieren, denn die Schulden machen Obamas Haushaltspolitik immer schwieriger und die Inflation ist schon bei 15%, wird also wahrscheinlich in 2013 die Hyperinflationsgrenze von 50% überschreiten. Die Kriegsdrohung gegen den Iran ist schon sehr weit vorangeschritten: Obama schickt direkte Warnung an Chamenei.
Also die USA möchten gerne vom Iran angegriffen werden, wie 1870 der preußischen Ministerpräsident Otto von Bismarck. Dieser wollte die Vereinigung Deutschlands  und brauchte dafür einen Krieg. Er nutze den Streit der Hohenzollern mit Frankreich über die Thronfolge Spaniens und provozierte mit der Emser Depesche den Deutsch-Französischen Krieg von 1870.
Nun, 2012 wollen die Amerikaner eine Monopol-Weltvereinigung der ganzen Welt unter ihrer Führung und provozieren mit ihrem Flugzeugträger die Iraner, die die Amerikaner auffordern, ihren „Flugzeugträger USS John C. Stennis nicht in den Persischen Golf zurückkehren zu lassen“. Gleichzeitig können sie dann mit dem Krieg sehr schön von ihrem wirtschaftlichen Problem ablenken, da brauchen das Marine Corps nur einige Kinder, Mütter und Väter zu massakrieren.

Der Krieg ernährt sich selber, der ist also auch noch gratis für die verschuldeten Staaten. Im Irakkrieg z.B. stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2% und schaffte viele Killerarbeitsplätze. Nebenher besorgt man sich noch das Öl, das man für das militärische Equipment benötigt. „Amerikas Verteidigungsindustrie ist deshalb schon in Alarmbereitschaft  eine Million Stellen in der Gesamtwirtschaft seien gefährdet, wenn der Krieg nicht durchgeführt wird.

Deshalb hat die USA weitere Flugzeugträger in den Golf verlegt. Marc Faber der Herausgeber des vielgelesenen „Gloom, Boom and Doom Report“, meint: "Der Dritte Weltkrieg wird in den nächsten fünf Jahren auftreten", aber es sieht so aus, dass das schon schneller passieren wird, denn in fünf Jahren haben die Chinesen die Amerikaner schon längst eingeholt.
Wie Russland und China bei einem Angriff gegen den Iran reagieren werden, weiß Washington nicht. Russland und China drohen aber offen mit drittem Weltkrieg. Die USA wird sich daher beeilen müssen, denken Amerikas Mächtige, denn China wird zunehmend stärker.

Wer dann gegen den Krieg protestiert kann auch gleich wegen Terrorismus mit der occpy-Bewegung im Massen-Evakuierungszug ins Internierungslager verschleppt werden. Auch gleich alle Iraner und Chinesen gleich mit, wie die Japaner im 2. Weltkrieg, das sind schon 10 Millionen, allein in Los Angeles 1 Millionen Iraner. Damit der Widerstand schon im Ansatz erstickt wird, werden die oppositionellen Internetseiten wegen Terrorismus mit der Sopa und Pipa Gesetzgebung abgestellt. Wenn Du z.B. „Fema-Camps“ bei Google eingibst, sind auf jeder Seite viele Links entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter shillingEffects.org. 1984 lässt grüßen.

Um sich von der Krisen- und Kriegspoltik des ausgehenden Imperiums ein Überblick zu verschaffen, dem sei das Studium der amerikanischen Notstandsgesetze empfohlen. Es bedarf dazu wte bei der Evakuierung im Kriegs-, Aufstands- oder Katastrophenfall nur der Unterschrift des Präsidenten:

Exekutive Anordnungen vereinigt mit der FEMA

Hier sind nur ein paar Exekutive Anordnungen die mit der FEMA verbunden sind, welche die Verfassung und die Bill of Rights außer Kraft setzten würden. Diese Exekutiven Anordnungen („Executive Orders“) sind seit fast 30 Jahren in den Akten und können durch die Unterschrift des Präsidenten erlassen werden:

EXECUTIVE ORDER 10990 ermöglicht der Regierung die Kontrolle über alle Highways, Schnellstraßen, Häfen und Verkehrsträgern.
EXECUTIVE ORDER 10995 erlaubt der Regierung, alle Medien zu beschlagnahmen und mit ihrer Hilfe zum Volk zu kommunizieren.
EXECUTIVE ORDER 10997 ermöglicht es der Regierung Strom, Gas, Erdöl, Brennstoffe und Mineralien zu beschlagnahmen. Damit sind alle Kraftwerke staatlich kontrolliert.
EXECUTIVE ORDER 10998 erlaubt der Regierung alle Lebensmittelvorräte zu beschlagnahmen und alle Betriebe zu schließen.
EXECUTIVE ORDER 11000 Zwangsarbeit.
EXECUTIVE ORDER 11001 Alle Gesundheits- und Heilungszentren, sowie Bildungs- und Sozialsysteme können ausgeschaltet werden.
EXECUTIVE ORDER 11002 Hiermit kann eine Volkszählung verhängt werden und die Zwangsregistrierung bestimmter persönlicher Daten.
EXECUTIVE ORDER 11003 Alle Flughäfen und Flugzeuge können beschlagnahmt werden (inkl. kleinen Privatfliegern)
EXECUTIVE ORDER 11004 Hiermit dürfen Häuser beschlagnahmt und abgerissen werden. Außerdem dürfen neue Wohnungen mit Hilfe von öffentlichen Mitteln gebaut werden .
EXECUTIVE ORDER 11005 Lagerplätze, Eisenbahnen und Binnenwasserstraßen werden beschlagnahmt.
EXECUTIVE ORDER 11051 verweist auf die Zuständigkeit des Amtes für Notfallplanung und räumt ihnen ein, alle Exekutiven Anordnungen in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen und bei wirtschaftlichen oder finanziellen Krisen in Kraft zu setzen .
EXECUTIVE ORDER 11310 bewilligt der Justizbehörde die Vollmacht, um den Plänen, Exekutiv-Befehle anzuordnen, Geltung  zu verschaffen, um industrielle Unterstützung zu schaffen, juristische und legislative Zusammenarbeit einzuführen, alle Ausländer zu kontrollieren, in Straf und Berechtigunginstitutionen zu agieren und den Präsidenten zu beraten und zu unterstützen.
EXECUTIVE ORDER 11049 ordnet die Notfallvorsorge Abläufe an Bundesministerien und -behörden an, die Konsolidierung 21 rechtswirksamer Exekutiv Anordnungen, veröffentlicht über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren. Endrtimes.blogspo.com
EXECUTIVE ORDER 11921 erlaubt der Federal Emergency Preparedness Agency (FEMA) Pläne zu entwerfen, um die Kontrolle von Produktions- und Distributionsabläufe, von Energieerzeugern, Löhne, Gehälter, den Kredit- und den Geldfluss in den US-Finanzinstituten in jeder unbestimmten nationalen Notlage einzuführen. Desweiteren bestimmt es, dass wenn ein Ausnahmezustand durch den Präsidenten ausgerufen wird, der Kongress sechs Monate lang die Handlungen nicht überprüfen kann. Dmc.members.sonic.net“

„Die Federal Emergency Management Agency (FEMA) ist die nationale Koordinationsstelle der Vereinigten Staaten für Katastrophenhilfe und ist dem Heimatschutzministerium unterstellt.

Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten das Kriegsrecht ausruft oder den nationalen Notzustand, dann hat FEMA die völlige Kontrolle über die Bürger und Land! Die Menschen haben nach der Ausrufung des Kriegsrechtes allem folge zu leisten und haben keine Rechte mehr!

Wenn die FEMA in Aktion tritt wird folgendes sich ändern!

# 10995 - Beschlagnahme aller Kommunikationsmedien in den USA.
# 10997 - Abschaltung der Elektrizität und Beschlagnahme aller Brennstoffe und Mineralien, öffentlicher und privater Herkunft.
# 10998 - Beschlagnahme aller Lebensmittel und Vorräte, öffentlicher und privater Herkunft, sowie alle Farmen und deren Gerätschaften.
# 10999 - Beschlagnahme aller Transportmöglichkeiten. Dies schließt persönliche Autos, Lastwagen oder andere Fahrzeuge und auch totale Kontrolle über die Autobahnen, Häfen und Wasserwege mit ein.
# 11000 - Einzug der ganzen amerikanischen Bevölkerung in Arbeitsgruppen unter der Bundesaufsichtsbehörde. Hinzu kommt noch, sollte es nötig sein, die Teilung der Familien, gemäß der Pläne der Regierung.
# 11001 - Beschlagnahme aller Gesundheits-, Erziehungs- und Fürsorgemittel, öffentlicher als auch privater Herkunft.
# 11002 - Ermächtigung des Poststellenleiters zur Registrierung aller Männer, Frauen und Kinder in den USA.
# 11003 - Beschlagnahme aller Flughäfen und Flugzeuge.
# 11004 - Beschlagnahme aller Häuser und Finanzvollmachten, um Zwangsumsiedlungen zu errichten. Bestimmte Gebiete, die verlassen sind, weil sie nicht als sicher gelten, dort errichtet man neue Wohngebiete für die Bevölkerung, verlegt Kommunikationen und baut Häuser von Bevölkerungsspenden (Steuergelder).
# 11005 - Inbesitznahme aller Eisenbahnlinien, Inland Wasserwege und Vorratseinrichtungen, öffentlicher oder privater Herkunft.
# 11051 - Sorgt dafür, dass das Büro der Notfallplanung, die totale Genehmigung bekommt, um in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen oder ökonomischer und finanzieller Krisen, die oben aufgeführten Befehle in Kraft zu setzen.
# 11490 - Fasst die Exekutive Anordungen #11001 bis #11005 und #11051 zusammen, in einer einzelnen Exekutiven Anordnung.
# 11921 - Bei einem nationalen Notstand ist die FEMA ermächtigt, Pläne zu entwerfen, um Energie, Preise und Löhne, Kredite und die Geldzufuhr zu US­Banken zu kontrollieren. Dem Kongress ist es nicht erlaubt, erneut darüber zu entscheiden, wenn der Präsident beschließt, aus "erzwungenen Gründen", dass ein nationaler Notstand für die nächsten 6 Monate zu gelten hat.
# 12656 - Der nationale Sicherheitsrat hat das Recht, über die notwendigen Notstandsvollmachten zu entscheiden.

(Zunehmende innere Überwachung, das Trennen der Gemeinden, Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Gruppen und Einzelpersonen in den USA, Kontrolle des Luftraumes, Benutzung der National Garde, um Gesetze und das Abriegeln der Grenzen mit Gewalt durchzusetzen.

Fakt ist es gibt diese Lager und wer will, kann sie sogar besuchen! Diese Lager werden nicht umsont gebaut!
Es wird behauptet die Lager seien dafür da, falls es einmal zu eine Masseneinwanderung kommen sollte würden sie die Illegaleneinwanderer zusammentreiben und in diese Lager bringen!

Nach US Regierungsstatistiken beläuft sich die Zahl der Illegalen Einwanderer auf 1,2 Millionen und es gibt 800 Lager und die Kapazitäten der Lager reichen aus um locker 20.000 Gefangene unterzubringen. Das hieße, insgesamt würden sie 16 Millionen Gefangene festhalten können! Also, es würden doch schon 60 Lager für die 1,2 Millionen reichen, aber wozu sind die anderen? Um den Rest der Lager voll zu bekommen müssten also noch 14,8 Millionen Illegale Einwanderer dazu kommen! Es wurde aber auch schon berichtet das ein Lager imstande ist, 2,2 Millionen Menschen gefangen zu halten!

Ein Geschäftsmann entdeckte auf einer Geschäftsreise zufällig ein Feld mit einer halben Million Plastiksärgen in Madison, Georgia. Der Besitzer des Feldes, den er zufällig traf, erzählte ihm, die CDC ( _ "Center for Desease Control", in etwa Gesundheitsamt) habe sein Grundstück geleast, um darauf die sogenannten Wegwerf-Särge zu lagern. Sein Bruder, der bei der CDC arbeite, habe den Auftrag, während der nächsten drei Jahre über das ganze Land verteilt, Leichenschauhäuser aufzubauen.
Mit Hilfe einer Katastrophe bekommt die FEMA alle erdenklichen Rechte und Menschen werden ihre angeborenen Rechte verlieren. Wer sich weigert. Mit den Interessen der FEMA zu kooperieren kann zwangsinterniert werden, in einem KZ der USA. All diese Voraussetzungen, von Drogenmissbrauch über Unruhen bis hin zu Terror und Umweltkatastrophen existierten schon.“

Nach FEMA CAMPS (German)

Das ist Kapitalismus ohne Marktwirtschaft. Da die Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage nicht mehr funktioniert, kann nur noch mit festen Absatzgebieten und Preisen die Wirtschaft funktionieren, sprich einem Monopol.
Das Kapital wird alles daran setzen, dann dieses Monopol von oben mit horrenden Profiten und niedrigsten Löhnen mit weltweit gleicher Kaufkraft durchzusetzen. Dazu ist sie schon auf dem besten Wege und das Kapital wird dann jedes Verbrechen zur Durchsetzung ihrer Weltherrschaft durchsetzen.

 Wir Arbeiter wollen zu Abschaffung der Ungleichgewichte auch ein Monopol, aber mit hohen Löhnen wie die Schweizer und basisdemokratisch, gleiche Löhne für gleiche Arbeit, weltweit, nur so  schaffen wir die Ungleichgewichte weg. Dazu geben wir die Lizenzen in allen Arbeiterstaaten frei.

Wir kommen bald in die Situation, wo wir nicht mehr die Alternative haben, ob wir eine Revolution machen, sonst fällt uns die Atombombe in Köln auf den Kopf. Aber die Ägypter und die Griechen haben schon mal mit den Aufständen angefangen und in der Fortführung in Permanenz werden  auch wir mitgerissen.
Sozialismus oder Barbarei!

  1. Lenin: "Der Zusammenbruch der II. Internationale", LW 21, S. 206

Rosa Luxemburg:. Massenstreik, Partei und Gewerkschaft aus Ausgewählte Re­den und Schriften, Berlin 1955, Band 1, S, 201/202