Titel

Palästina

Palästina und die nationale Befreiung - 05.04.2009

Stellungnahme des Anti-Kriegs-Komitees Kein Blut für Öl zum Angriff auf Gaza - 27.12.2008

Dokumentation:

Ein Aufschrei

Israel, raus aus Palästina

Krieg im Nahen Osten: Ein Szenario

Palästina und die nationale Befreiung

Norbert Nelte - 05.04.2009
Im Rahmen des Gaza-Krieges stellte sich auch die Frage nach der nationalen Befreiung und sie wird immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Auch im Irak- und Afghanistan-Krieg und bei den drohenden im Iran und Pakistan spielt die Frage nach dem Recht auf nationale Unabhängigkeit eine maßgebliche Bedeutung. Welche Antwort geben die Marxisten?
Eigentlich sollte die nationale Unabhängigkeit und Souveränität eines jedenn Volkes selbstverständlich sein.   Es ist letztlich die Forderung auch der UNO. Jedes Land hat das Recht auf eine eigene Entwicklung, auch, wenn das für manche schwer zu ertragen ist. Zu jedem Land gehört aber auch ein Oben und Unten und das Recht auf die eigene Entwicklungsmöglichkeit betrifft natürlich auch das Recht auf Revolution oder nicht.

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Stellungnahme des Anti-Kriegs-Komitees Kein Blut für Öl zum Angriff auf Gaza

27.12.2008

Schluss mit dem Massaker in Gaza!
Keine Ausweitung der Kriege
Intifada weltweit gegen Krieg und kapitalistische Krise!

Schluss mit dem Massaker: Seit Tagen wird Gaza von israelischen Kampfbombern bombardiert. Ein Angriff mit Bodentruppen steht bevor.
Der blutige Angriff Israels hat bereits hunderte Todesopfer gefordert. Israels Herrschende haben angekündigt, die von den Massen demokratisch gewählte Hamas-Regierung mit brutalster Gewalt zu vertreiben.
Die Kinder Gazas sind durch die ständigen Angriffe zutiefst traumatisiert. Berichten zufolge sind manche Menschen verzweifelt hungrig und sind darauf angewiesen das zu essen, was am Wegesrand wächst.

Recht auf Widerstand: Hunderttausende palästinensische Familien wurden vertrieben; jahrzehntelang sind die Palästinenser Entrechtet worden und müssen unter einem Apartheidsystem leben; wiederholt wurden palästinensische Politiker Opfer gezielter Ermordungen seitens Israels.
Die Palästinenser haben nicht nur das Recht, sondern wir haben auch die Pflicht, gegen diese brutale Unterdrückung aktiv Widerstand zu leisten.

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Dokumentation:

Dringende Warnung: Die israelische Regierung könnte Verbrechen gegen die Menschheit erwägen!
KBFÖ-Zeitung 4 – April 2003
1Wir, israelische Wissenschaftler und Forscher, sind entsetzt über den Truppenaufbau der USA zu einem Angriff gegen den Irak und über die begeisterte Unterstützung durch die israelische politische Führung.
Wir sind tief besorgt, dass der „Rauchvorhang des Krieges" durch die israelische Regierung ausgenutzt werden könnte, um weitere Verbrechen gegen das palästinensische Volk zu begehen, bis hin zu einer umfassenden ethnischen Vertreibung.
Die israelische Regierungskoalition schließt Parteien ein, die einen „Transfer" der palästinensischen Bevölkerung befürworten als Lösung dessen, was sie „das demographische Problem" nennen. Politiker werden regelmäßig in den Medien mit Empfehlungen für eine gewaltsame Vertreibung zitiert, zuletzt die Knesset-Mitglieder Michael Kleiner und Benny Elon, wie auf der Webseite von Yediot Ahronot vom 19. September 2002 berichtet. In einem Interview in Ha'aretz bezeichnete kürzlich der Generalstabschef Moshe Ya'alon die Palästinenser als ein „Krebsgeschwür" und sprach von den Militäraktionen in den besetzten Gebieten als „Chemotherapie", wobei er andeutete, dass eine noch radikalere „Behandlung" erforderlich sein könnte. Premierminister Sharon pflichtete dieser „Einschätzung der Realität" bei. Das Anschwellen rassistischer Demagogie im Bezug auf die palästinensischen Staatsbürger Israels dürfte den Umfang der Verbrechen anzeigen, die möglicherweise erwogen werden.
Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, die Vorkommnisse in Israel und den besetzten Gebieten genau zu beobachten, um absolut klar zu machen, dass Verbrechen gegen die Menschheit nicht geduldet werden, sowie konkrete Maßnahmen zu ergreifen, am zu verhindern, dass solche Verbrechen stattfinden.
143 Forscher und Wissenschaftler unterzeichneten diese Warnung

http://www.kein-blut-fuer-oel.de/Zeitungsarchiv/4/Zeitung%2004.html#Vertreibung

Ein Aufschrei                                                                                                               
KBFÖ-Zeitung 2 – Juni 2002
2Seit zehn Tagen und länger unterstehen alle palästinensischen Städte, Dörfer und Lager einer Ausgangssperre. Letztens gesellte Hebron sich zum Rest der palästinensischen Gemeinden und wurde die letzten vier Tage unter Ausgangssperre gestellt. Die israelischen Streitkräfte besetzten erneut die palästinensischen Gebiete oder dringen wieder in sie ein, wobei sie unterschiedlichste Munition verwenden - von Panzern über Soldatenpatrouillen bis zu Hubschraubern.
Hinsichtlich Strom-, Wasser- und Telefonleitungen ist die Infrastruktur komplett zerstört worden. Die israelischen Besatzer haben viele Straßen unbrauchbar gemacht und sie mit Sandbarrieren blockiert. Häuser, zivile Einrichtungen und Läden sind zerstört und demoliert worden, was Tausende verletzt hat, von den zig Märtyrern ganz zu schweigen. Die Israelis brachen in Häuser ein und durchsuchten sie unter dem Vorwand, es befinde sich Munition in ihnen; viele Hausarreste wurden über Zivilisten verhängt.
Eine weitere beschämende Tat der israelischen Streitkräfte war der ziellose Beschuss von Häusern und Bürgern. Viele Bombenexplosionen und Gewehrschüsse werden bloß abgefeuert, um die Bürger zu erschrecken und zu schikanieren. Die schändlichen Handlungen der Israelis und ihr Verhalten von Schließungen, Blockaden, Ausgangssperren, der Vorenthaltung ärztlicher Versorgung, der Verhaftung unbewaffneter Zivilisten bis hin zu den Massakern werden täglich begangen. Vor kurzem wurden sechs Kinder im Kreis Jenin getötet, von denen das älteste 13 Jahre alt war.
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http://www.kein-blut-fuer-oel.de/Zeitungsarchiv/2/Zeitung%2002.html#Aufschrei

KBFÖ-Zeitung 2 – Juni 2002


In diesen Tagen wird das palästinensische Volk vor den Augen der Weltöffentlichkeit von den USA und seiner Polizeiwache Israel hingemetzelt. Der amerikanische Außenminister Powell fand sogar die Frechheit, mit Israels Premier Sharon zu konferieren, während dieser Hunderte ermorden ließ. Gleichzeitig weigerte er sich, sich mit Arafat zu treffen, weil der die verzweifelten, ihrer Zukunft beraubten  Selbstmordattentäter nicht stoppen kann. Wir halten das für einen Zynismus sonder Gleichen. Schließlich fordert die Weltgemeinschaft in der UNO, dass kein Land ein anderes besetzen darf.
Palästina aber ist bereits seit 50 Jahren besetzt. In diesem Land wohnten vor der zionistischen Einwanderungsbewegung 95% Palästinenser und nur 5% Juden. Dennoch erhielten die Juden von der UNO 78% des Landes, die 95% Palästinenser nur 22%. Scheinbar ist dies der ,Achse des Guten‘ USA-Israel aber immer noch nicht genug. Sie kann den Hals nicht voll kriegen und ermordet die im Land gebliebenen Palästinenser oder beraubt sie ihrer Freiheit, damit die übrig Gebliebenen eingeschüchtert sind und jeder Funke Widerstand im Keim erstickt ist. Israel hält sich nicht an die UNO-Resolution von 1967, nach der die restlichen 22% inklusive Ostjerusalem den Palästinensern zusteht. Statt dessen baut es seine - der Resolution nach illegalen - Siedlungen immer weiter aus.
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http://www.kein-blut-fuer-oel.de/Zeitungsarchiv/2/Zeitung%2002.html#Israel

Krieg im Nahen Osten: Ein Szenario
Was passiert, wenn Ariel Scharon wirklich die Palästinenser vertreiben will?
KBFÖ-Zeitung 2 – Juni 2002
Debatte aus dem Internet
Von Prof. Martin van Creveld
6Während beide Seiten den Kampf um die Zukunft der Westbank eskalieren, verzeichnet die politische Landschaft Israels einen Rechtsdrift. Vor zwei Jahren befürworteten gerade mal sieben bis acht Prozent der Israelis jene Maßnahme, die euphemistisch als „Transfer“ bezeichnet wird: Die Vertreibung von Millionen Palästinensern über den Jordan. Im März dieses Jahres waren es 33, im April 44 Prozent.
Als er neulich gefragt wurde, ob er eine solche Maßnahme erwäge, antwortete Premierminister Ariel Scharon, er denke nicht in solchen Kategorien. Ein Blick in seine vor kurzem neu herausgegebenen Memoiren zeigt, dass er nicht immer so zimperlich war. Vor 32 Jahren massakrierte König Hussein von Jordanien die Palästinenser in seinem Königreich. Damals argumentierte Scharon, der als Kommandant der Südfront diente, Israels Politik der Unterstützung Husseins sei ein Fehler; es sollte das Haschemitenregime lieber stürzen. Jordanien, dessen Bevölkerung nach Meinung Scharons mehrheitlich palästinensisch ist, hat er seitdem immer wieder als Palästinenserstaat bezeichnet. Die Implikationen sind klar: Die Palästinenser gehören dorthin.
1948 vertrieb Israel 650.000 Palästinenser. Sollte es heute etwas Ähnliches versuchen, könnte das zu einem großen Krieg führen. Nehmen wir an, dass Scharon genau das vorhat, wie immer mehr Menschen glauben. Wie würde dieser Krieg aussehen?
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http://www.kein-blut-fuer-oel.de/Zeitungsarchiv/2/Zeitung%2002.html#EinSzenario