Afrika
Von den Bailouts zum Kriegskeynesianismus, Pulverfass Horn von Afrika! 26.12.2008
Somalia: Stellvertreterkrieg zwischen USA und China 1.1.2007
Somalia: Stellvertreterkrieg zwischen USA und China
Norbert Nelte
1.1.2007
„Im September 1991 hatte in London eine internationale Konferenz über die Öl- und Gasvorkommen unter anderem in Somalia stattgefunden. Somalia, so das Urteil der dort vortragenden Experten, befinde sich innerhalb des "Ölfensters", und deshalb »sei die Wahrscheinlichkeit von Erdgas- und Erdölvorkommen sehr hoch«.“ (1)
Noch unter dem Diktator Siad Barre hatten die Ölkonzerne Conoco, Amoco, Chevron für zwei drittel des Landes Bohrrechte von Somalia erworben, weil große Erdölvorkommen vermutet wurden und schon große Investitionen in Millionenhöhe getätigt hatten. Die Aktivitäten der Ölkonzerne wurden aber nach seinem Sturz 1991 jäh unterbrochen.
US-Präsident Bush sen., selbst Ölmann aus Texas, wurde 1993 von den Ölkonzernen zu einem Eingreifen in Somalia gedrängt, welche unter tatkräftiger Hilfe der deutschen Bundeswehr durchgeführt wurde. Die amerikanische Armee verließ damals fluchtartig das Land, nachdem die Leiche eines abgeschossenen amerikanischen Hubschrauberpilotes von der von der aufgebrachten Menge durch die Hauptstadt Mogadischu geschleift wurde. Diese Leichenschändung wurde von dem Vater des jahrelangen Watlords von Mogadischu organisiert. Da er jetzt Geschäfte mit den USA macht, ist es ab sofort ein guter Schurke und taucht jetzt als Innenminister der Übergangsregierung auf.
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Von den Bailouts zum Kriegskeynesianismus, Pulverfass Horn von Afrika!
Norbert Nelte
Von China bis zu den USA haben di e Regierungen den Banken schon weit über 3 Billionen an Bailouts (Freikäufe vom Schuldturm) nachgeschmissen. Viele Analysten vergleichen diese Krise schon mit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre und manche sehen diese schon „sicher noch größer als in den 30er Jahren." Die 30er-Jahre-Weltwirtschaftskrise war auch verursacht durch eine Überschuldungskrise, die ebenfalls eine Überproduktionskrise auslöste, als man die Schuldenkrise eindämmen musste. Nun gab es auch überall Konjunkturprogramme. In den USA sind die heute ebenfalls durchgeführten staatlichen Eingriffe von 1930 unter Präsident Hoover und später unter Roosevelt unter dem Namen „New Deal“ bekannt.
Die Berner Zeitung schreibt dazu: „Das letzte große Ankurbelungsprogramm im Sinne von Keynes war der New Deal in der 30er-Jahren. Der Durchbruch zum Erfolg erfolgte aber erst mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Er hat die Staaten veranlasst, ohne Rücksicht auf Schulden in Waffen und in die Armee zu investieren. Diese Option haben wir nicht mehr, einen Dritten Weltkrieg würde die Menschheit wahrscheinlich nicht überleben“
Die BZ wie wahrscheinlich auch alle vernunftbegabten Menschen wollen also den Wiederaufschwung nach der Krise ohne einen neuen Weltkrieg schaffen. Dass aber mit dieser pazifistischen Option das Akkumulationsgesetz der Kapitalisten nicht einverstanden sein wird, sollte doch der Berner Zeitung anhand ihrer anderen Feststellungen der Wirtschaftsdaten aufgefallen sein. Sie schreibt selber, dass die„«bereits düsteren Prognosen noch düsterer werden» (Strauss-Kahn, IWF), die Schätzungen derbis jetzt vernichteten Vermögenswerte reichen von 2.800 Milliarden Dollar bis zu 6.000 Milliarden. Die US-Wirtschaft ist um 5 Prozent geschrumpft.“
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