Stoppt den Lohnraub bei der Polizei und anderswo!
Das Anti-Kriegs-Komitee „Kein Blut für Öl" solidarisiert sich mit dem Kampf
der Polizeikollegen in NRW gegen den Lohnraub der Landesregierung. Zu den
15-20%igem Diebstahl am Gehalt (lt. Polizeigewerkschaft) kommen noch nicht
erträgliche ca. 10%ige Kürzungen von der Bundesregierung an den Sozialabzügen
(lt. Seehofer) (Streichung von Zahnersatz und Krankengeld, Arztbesuchspauschale
10 €, Krankenhauseigenleistung 280 €, Tabletteneigenleistung 2% vom Brutto, 2%
der Rentenbeiträge und Nichtanrechnung der Überstunden bei der Rente usw.) und
Kürzungen des Kilometergeldes und der Eigenheimzulage sowie weitere lokale
Einschränkungen wie Kindergartenzuschuß dazu und und und.
Am Ende haben die Polizisten 25-30% in 2004 weniger, also werden
Billiglöhner für eine harte oft lebensgefährliche Arbeit. Da fragt man sich, ob
die Politiker nur Stroh im Kopf haben. Überall wird gekürzt. In vielen Betrieben
wird Weihnachts- und Urlaubsgeld gekürzt, die Arbeitszeit verlängert und
gefeuert. Und als Arbeitsloser nach 2 Jahren auf Sozialhilfeniveau gedrückt. Zu
guter Letzt wird man gezwungen, mit einem Hungerlohn als Lohndrücker die noch
Gutverdienenden zu verdrängen. Ein KFZ-Schlosser mußte z.B. für 4,60 €
arbeiten.
Leider wird von der DGB-Führung sonst noch kein konsequenter Protest
organisiert, die Kollegen würden sofort kommen, wenn die Führung ruft. Die
Polizei übernimmt die Rolle der Avantgarde im Abwehrkampf gegen den Lohnraub.
Auch die Feuerwehr ist schon auf die Bühne getreten. Der Aktionstag mit der
unterlassenen Knöllchenverteilung war schon ein wichtiger Schritt. Wenn alle
anderen Kollegen aber bis jetzt stillhalten, werden die Polizistinnen und
Polizisten alleine wenig durchsetzen können. Man muß sich Schritte überlegen,
wie man andere Kollegen mit einbeziehen kann, z.B. die Vertrauenskörper der
Betriebe ansprechen, bei denen auch stark gekürzt wird um gemeinsam zu
demonstrieren. Nur gemeinsam sind wir stark.
Die Herrschaften mit den dicken Geldbeuteln erzählen uns immer, daß wir in
Deutschland noch zu viel verdienen würden und die deutsche Ware auf dem
internationalen Markt nicht mehr konkurrenzfähig ist und deshalb gekürzt werden
müsse. Nur in Österreich wird auch gekürzt, in Frankreich, in Amerika,
Australien - Überall und ein evtl. Wettbewerbsvorteil dann wieder aufgehoben. Im
nächsten Jahr wird dann lustig weiter gekürzt und in 5 Jahren dürfen wir dann
auf den Rheinwiesen Kartoffeln anpflanzen.
Schon seit Langem ging es mit der Wirtschaft begab. Von 1991 bis 2002 sanken
die Löhne real um 4,4%, pro Jahr durchschnittlich um 0,4%. Aber die jetzigen
harten Einschnitte von um die 20% sind Bushs Weltkrieg geschuldet. Während des
Afghanistan-Krieges bis zum Irakkrieg übten die kleinen Leute
Konsumzurückhaltung und die Unternehmer tätigten keine Investitionen mehr. Jetzt
ist das Wirtschaftswachstum bei Null angekommen und der nächste Krieg gegen den
Iran wird schon vorbereitet.
Die USA wollen die Weltherrschaft gegen den aufkommenden Konkurrenten China
behalten und deshalb ist „das amerikanische Ziel der Weltherrschaft, gestützt
auf die gewaltsame Kontrolle über die Ölreserven, die nötig sind, um das ganze
Projekt in Gang zu halten," wie Insider Michael Meacher, Ex-Umweltminister im
Kabinett Blair, wußte.
Aber Bush hatte die Rechnung ohne die Lohnabhängigen gemacht. Weltweit
führte der Krieg schon zu so harten Sozialkürzungen, daß es bereits in vier
Ländern gleichzeitig zu Generalstreiks kam. Alle zusammen werden wir dann dem
Kriegsherren sein blutiges Handwerk legen. Die Polizistinnen und Polizisten von
NRW werden in die Geschichtsbücher eingehen, daß sie in Deutschland damit den
Anfang gemacht haben.
Stoppt den Lohnraub bei der Polizei und anderswo!
Abzug aller deutschen Truppen aus den Kriegsgebieten!
Butter statt Kanonen!